Als Citizen Science bezeichnet man das aktive Einbinden von Bürgerinnen und Bürgern in den wissenschaftlichen Betrieb.

Soweit bekannt, wurde der Begriff "Citizen Science" erstmals in einer Ausgabe des MIT Technology Review vom Januar 1989, in der drei gemeinschaftsbasierte Labore vorgestellt wurden, verwendet. Im 21. Jahrhundert hat die Zahl der Citizen-Science-Projekte und deren Finanzierungsmöglichkeiten stark zugenommen. Citizen Science wurde im Laufe der Zeit immer häufiger eingesetzt, ein Trend, der durch technologische Fortschritte ermöglicht wurde.

Citizen-Science-Plattformen wie buergerschaffenwissen.de sind ein virtueller Treffpunkt, wo sich Interessenten über Möglichkeiten informieren können, wie sie zu Projekten beitragen können.

Bei einigen Projekten sammeln die Citizen Scientists Daten, um sie dann in große digitale globale Datenbanken einzugeben, z. B. welche Tierarten sie wann und wo beobachtet haben. Bei anderen Projekten helfen die Teilnehmer bei der Klassifizierung von Daten, beispielsweise Bildern, auf digitalen Plattformen. Diese Daten der Citizen Scientists werden auch zur Entwicklung von Algorithmen für maschinelles Lernen herangezogen. Ein Beispiel ist die Verwendung von klassifizierten Bildern, um maschinelle Lernalgorithmen dahin zu trainieren, unterschiedliche Arten verläßlich zu identifizieren.

Potenzielle Qualitätsprobleme bei der Datenerhebung, wie z. B. Messfehler oder ähnliches in Citizen-Science-Projekten sind den wissenschaftlichen Institutionen bekannt, aber es es gibt statistische Möglichkeiten und andere bewährte Verfahren, um die Probleme zu identifzieren und Fehler zu korrigiern.