Connaraceae


Connaraceae

Connarus paniculatus, Illustration

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Rosiden
Eurosiden I
Ordnung: Sauerkleeartige (Oxalidales)
Familie: Connaraceae
Wissenschaftlicher Name
Connaraceae
R.Br.

Die Connaraceae sind eine Pflanzen-Familie in der Ordnung der Sauerkleeartigen (Oxalidales). Sie ist pantropisch verbreitet.

Beschreibung

Illustration von Agelaea lamarckii.

Vegetative Merkmale

Die Arten der Familie sind verholzende Pflanzen: Bäume, Sträucher oder meist Lianen. Das Sekundäre Dickenwachstum geht von einem konventionellen Kambiumring aus, oder anormal über ein konzentrisches Kambium (Rourea).

Sie können immergrün oder laubabwerfend sein. Die wechselständig und spiralig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Die ledrige Blattspreite ist in der Regel unpaarig gefiedert, besteht aber oft aus nur einer oder drei Blattfiedern, die meist einen glatten, selten einen gelappten Rand besitzen. Die Stomata sind paracytisch, seltener cyclocytisch oder selten diacytisch. Nebenblätter fehlen.

Generative Merkmale

Die Blüten stehen über Tragblättern in seiten- oder (pseudo)endständigen, traubigen oder rispigen Blütenständen zusammen. Die Blüten sind meist zwittrig oder selten eingeschlechtig. Wenn die Blüten eingeschlechtig sind dann sind die Arten zweihäusig getrenntgeschlechtig (diözisch). Die kleinen, radiärsymmetrischen bis etwas zygomorphen Blüten sind (selten vier-) meist fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Die (vier-) meist fünf Kelchblätter sind meist frei oder höchstens an der Basis verwachsen. Die (vier-) meist fünf Kronblätter sind meist frei. Es kann ein kleiner Diskus vorhanden sein. Es sind ein oder meist zwei Kreise mit je fünf Staubblättern vorhanden, die untereinander frei oder höchstens an ihrer Basis kurz, aber nicht mit den Kronblättern verwachsen sind; sie sind oft deutlich ungleich, wobei die des inneren Kreises länger sind. Entweder sind alle Staubblätter fertil oder es sind ein bis fünf Staminodien vorhanden. Die Pollenkörner besitzen meist drei, selten vier Aperturen und sind colpate oder colporate. Es sind meist fünf (ein bis acht) freie, oberständige Fruchtblätter vorhanden. Jedes Fruchtblatt enthält zwei meist orthotrope, bitegmische, crassinucellate Samenanlagen.

Die Balgfrüchte stehen oft einzeln oder zu zweit bis acht in einer Sammelfrucht zusammen. Die Balgfrüchte bleiben geschlossen oder öffnen sich und enthalten meist nur einen, selten zwei Samen. Der Samen ist meist von einer fleischigen, gefärbten Sarkotesta umgeben und kann ölhaltiges Endosperm besitzen. Die Samenschale ist dick. Der Embryo ist gerade.

Die Chromosomengrundzahlen betragen x = 13 oder 14.

Vorkommen

Es ist eine Familie mit pantropischer Verbreitung. Das Hauptverbreitungsgebiet liegt in Afrika und im tropischen Asien. Einige Arten kommen in den Subtropen vor. Nur wenige Arten gibt es in der Neuen Welt.

Systematik

Die Familie Connaraceae wurde 1818 durch Robert Brown in Narrative of an Expedition to Explore the River Zaire, S. 431 aufgestellt. Typusgattung ist Connarus L.. [1] Ein Synonym für Connaraceae R.Br. ist: Cnestidaceae (Raf.) Raf. Die Familie der Connaraceae wird in vier Tribus und etwa zwölf Gattungen [2] mit 110 bis 200 Arten gegliedert:

Blütenstand mit fünfzähligen Blüten von Connarus lambertii.
  • Tribus Manoteae:
    • Manotes Sol. ex Planch.: Mit nur drei Arten im tropischen Afrika.

Nachweise

Einzelnachweise

Weblinks

Commons: Connaraceae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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