Kuba-Kiefer

Kuba-Kiefer
Kuba-Kiefer (Pinus cubensis) in der Nähe von Baracoa

Kuba-Kiefer (Pinus cubensis) in der Nähe von Baracoa

Systematik
Klasse: Coniferopsida
Ordnung: Koniferen (Coniferales)
Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
Unterfamilie: Pinoideae
Gattung: Kiefern (Pinus)
Art: Kuba-Kiefer
Wissenschaftlicher Name
Pinus cubensis
Grisebach

Die Kuba-Kiefer (Pinus cubensis) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Kiefern (Pinus). Diese im östlichen Hochland von Kuba endemische Art ist eng verwandt mit der Hispaniola-Kiefer (Pinus occidentalis).

Beschreibung

Die Kuba-Kiefer wächst als immergrüner Baum und erreicht Wuchshöhen von 25 bis 30 Metern. Die Rinde junger Zweige ist zuerst bläulich und etwas behaart, später wird sie grau-braun und schält sich in dünnen, flockigen Schuppen ab. Die zylindrisch geformten, dunkelbraunen Knospen sind harzig. Die zu zweit beisammen stehenden Nadeln sind dick, steif, mattgrün und 10 bis 14 Zentimeter lang.

Die rötlich braunen Zapfen werden 4 bis 5 Zentimeter lang, sie sind oval, nach vorne konisch schmaler werdend. Der Teil der Zapfenschuppen, der nach außen weist (Apophyse (Botanik)), ist flach, gekerbt, in der Mitte mit einer kleinen Erhebung (Nabel). Die Samen sind mit Flügel 2 bis 3 Zentimeter, ohne Flügel 0,5 bis 0,6 Zentimeter lang. [1]

Verbreitung

Die Kuba-Kiefer kommt in der Sierra Maestra und in der Sierra de Nipe, aber auch im Vorgebirge und teilweise an der Küste im Osten der Insel vor. Sie gedeiht in Höhenlagen von 100 bis 900, selten bis 1200 Meter. [1]

Sie wächst in Serpentin-Gebieten oder auf Latosol, in niedrigeren Höhenlagen auch auf sandigen Schwemmböden. Kuba-Kiefern kommen vor allem auf sauren Böden mit geringem Wasserrückhaltevermögen vor. Die jährliche Niederschlagsmenge in dieser Ökoregion kann bis zu 1800 mm betragen, mit einer Trockenzeit von November bis April und einer Regenzeit von Mai bis Oktober. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt 25 °C, wobei sie in den höheren Lagen etwas tiefer liegt. Der August ist der wärmste Monat, und der kälteste ist der Januar. [2]

Die Kuba-Kiefer bildet dort, meist als einzige Baumart, die Baumschicht. Vergesellschaftet ist sie mit Dracaena cubensis, Arten aus den Gattungen Eupatorium s.l., Myrtus und Baccharis sowie mit Jacaranda arborea und Eugenia pinetorum. [3]

Botanische Geschichte

Die Kuba-Kiefer wurde 1862 von Grisebach erstbeschrieben. Bisse trennte 1975 von Pinus occidentalis die Art Pinus maestrensis ab,[4] diese wird von anderen Autoren allerdings als Synonym zu Pinus cubensis betrachtet. Silba ordnete die Kuba-Kiefer 1990 als Unterart der Hispaniola-Kiefer (Pinus occidentalis) ein. [1]

Belege

  1. 1,0 1,1 1,2  Karl-Heinz Kindel: Kiefern der wärmeren Länder (Südost-Asien – Karibik). In: Mitteilungen der Deutschen Dendrologischen Gesellschaft. Bd 93, 2008, ISBN 978-3-8001-8328-9, S. 41.
  2. Christopher J. Earle: Pinus cubensis. The Gymnosperm Database, abgerufen am 1. Oktober 2009.
  3. Mark McGinley: Cuban pine forests. World Wildlife Fund / Encyclopedia of Earth, abgerufen am 1. Oktober 2009.
  4. Johannes Bisse: Nuevos árboles de la flora de Cuba. In: Ciencias, Ser. 10. Botanica. Nr. 2, 1975, S. 1–3.

Weblinks

 Commons: Pinus cubensis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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