Eichhörnchen

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Eichhörnchen (Begriffsklärung) aufgeführt.
Eichhörnchen
Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Eichhörnchen (Sciurus vulgaris)

Systematik
Unterordnung: Hörnchenverwandte (Sciuromorpha)
Familie: Hörnchen (Sciuridae)
Unterfamilie: Baum- und Gleithörnchen (Sciurinae)
Tribus: Baumhörnchen (Sciurini)
Gattung: Eichhörnchen (Sciurus)
Art: Eichhörnchen
Wissenschaftlicher Name
Sciurus vulgaris
Linnaeus 1758

Das Eichhörnchen (Sciurus vulgaris), regional auch Eichkätzchen, Eichkater oder niederdeutsch Katteker, ist ein Nagetier aus der Familie der Hörnchen (Sciuridae). Es ist der einzige natürlich in Mitteleuropa vorkommende Vertreter aus der Gattung der Eichhörnchen und wird zur Unterscheidung von anderen Arten wie dem Kaukasischen Eichhörnchen und dem in Europa eingebürgerten Grauhörnchen auch als Europäisches Eichhörnchen bezeichnet.

Merkmale

Körperbau und Maße

In seinem Körperbau ist das Eichhörnchen an eine baumbewohnende und kletternde Lebensweise angepasst. Es hat ein Gewicht von etwa 200 bis 400 Gramm. Die Kopfrumpflänge beträgt 20 bis 25 cm. Der zweizeilig behaarte, buschige Schwanz ist 15 bis 20 cm lang. Er dient beim Klettern als Balancierhilfe und beim Springen als Steuerruder. Beim Laufen wird der Schwanz stets in der Luft gehalten.[1] Die Geschlechter sind anhand von Größe und Fellfarbe nicht zu unterscheiden.

Eichhörnchen gehören zu den Sohlengängern. Sie haben an den Vorderpfoten vier lange, sehr bewegliche, mit langen gebogenen Krallen ausgestattete Finger; die verkümmerten Daumen haben ebenfalls Krallen. Die Hinterbeine sind überproportional lang und sehr kräftig. Die langen gebogenen Krallen bieten den Eichhörnchen auch beim schnellen Kopfüber-Klettern an glatten Stämmen guten Halt.

Schädel

Der Schädel des Eichhörnchens ist breit, eben und abgerundet mit einem hohen, weitgehend eiförmigen Hirnschädel und einer kurzen, schmalen und hohen Schnauze.[2] Im Vergleich zum Schädel des Grauhörnchens ist der Schädel des Eichhörnchens kleiner, der Hirnschädel ist höher, die Postorbitalfortsätze sind länger und schmaler[3] und die Stirn ist vorne zwischen den Augenhöhlen leicht eingedellt.[4] Vom Kaukasischen Eichhörnchen unterscheidet sich das Eichhörnchen ebenfalls durch den höheren Hirnschädel sowie durch die längere Schnauze, den langen unteren Rand des Jochbogens, der mittig zum hinteren oberen Vorbackenzahn am Oberkiefer ansetzt, und größere Paukenblasen[5] mit zwei statt drei Scheidewänden.[6] Im Gegensatz zum Kaukasischen Eichhörnchen ist zudem die Breite des Unterkieferastes in der Mitte größer als die Länge der Backenzahnreihe.[7]

Abhängig von der Unterart variieren die Schädelmaße des Eichhörnchens über das Verbreitungsgebiet.[8] So nimmt die Größe des Schädels in ganz Eurasien unabhängig von Klimafaktoren von Norden nach Süden zu. In Europa ist diese Beziehung jedoch nicht sehr klar und in Mitteleuropa wurde eine Größenzunahme von Süden und Westen nach Nordosten festgestellt.[9] Die Condylobasallänge des Eichhörnchens beträgt 44,0 bis 49,3 Millimeter, die Basallänge 40,2 bis 48,4 Millimeter, die zygomatische Breite 29,0 bis 35,2 Millimeter, die Nasalialänge 14,0 bis 18,7 Millimeter und die Länge der oberen Backenzahnreihe 8,5 bis 10,4 Millimeter.[8] Bei Jungtieren scheint der Schädel noch etwas über das erste Jahr hinaus zu wachsen.[9] Ein Geschlechtsdimorphismus in Bezug auf die Schädelmaße besteht nicht.[10]

Gebiss

1 · 0 · 2 · 3  = 22
1 · 0 · 1 · 3
Zahnformel des Eichhörnchens

Das für Hörnchen typische Gebiss des Eichhörnchens weist in jeder Kieferhälfte einen Nagezahn, zwei Vorbackenzähne oben und einen Vorbackenzahn unten sowie drei Backenzähne auf. Eckzähne sind nicht vorhanden, die Gesamtzahl der Zähne beträgt 22.[2]

Die Größe der Vorbacken- und Backenzähne nimmt von vorne nach hinten zu.[4] Der vordere obere Vorbackenzahn des Eichhörnchens ist klein, stiftförmig,[2] etwas einwärts gerückt, nahezu funktionslos[4] und anders als beim Kaukasischen Eichhörnchen immer in beiden Kieferhälften vorhanden.[7] Der hintere obere Vorbackenzahn entspricht in Form und Größe fast den oberen Backenzähnen. Wie diese weist er zungenseitig einen großen, halbmondförmigen Höcker und backenseitig vier Höcker auf. Von den höheren, zweiten und vierten Höckern ziehen Querleisten zum zungenseitigen Höcker. Am hinteren Vorbackenzahn ersetzt ein gut abgegrenzter Höcker die sonst mit dem vierten Höcker verbundene Leiste und am hinteren Backenzahn fehlt sie. Der untere Vorbackenzahn und die unteren Backenzähne sind rautenförmig mit eingetieftem Zentrum. An den vier Ecken weisen sie je einen Haupthöcker auf. Vorne und an den beiden Seiten befindet sich je ein kleiner Nebenhöcker, der mit zunehmender Abnutzung verschwindet. Wiltafsky (1978) gibt die Anzahl der Zahnwurzeln beim vorderen oberen Vorbackenzahn mit eins, beim hinteren oberen Vorbackenzahn, bei den oberen Backenzähnen und beim unteren Vorbackenzahn mit drei und bei den unteren Backenzähnen mit vier an.[4] Die Anzahl der Zahnfächer geben Niethammer und Krapp (1978) beim vorderen oberen Vorbackenzahn mit eins, beim unteren Vorbackenzahn mit zwei, beim hinteren oberen Vorbackenzahn, bei den oberen Backenzähnen und beim hinteren unteren Backenzahn mit drei sowie beim vorderen und mittleren unteren Backenzahn mit vier an.[11]

Der hintere obere und der untere Vorbackenzahn haben Vorläufer im Milchgebiss, die im Alter von 16 Wochen ausfallen.[2] Bei Jungtieren ist der hintere obere Vorbackenzahn wesentlich kleiner als die Backenzähne, seine Hinterkante ist stets stark abgenutzt und er bildet mit der Vorderkante des vorderen oberen Backenzahns eine Kaufläche.[9] Die Abnutzung der Vorbacken- und Backenzähne und das Wachstum des Wurzelzements können ebenfalls zur Altersbestimmung herangezogen werden.[2]

Behaarung und Färbung

Die dichte Behaarung ist kurz, seidig bis gröber (8000 bis 10.000 Haare pro cm²). Die Länge der Grannenhaare beträgt auf der Nase drei bis elf (Mittelwert 5,9) Millimeter, am Bauch 13 bis 23 (Mittelwert 16,4) Millimeter, auf dem Rücken 17 bis 23 (Mittelwert 22,5) Millimeter. Im Haargrund haben die Haare einen Durchmesser von 0,04 mm, im Bereich der Granne steigt der Durchmesser bis auf 0,12 mm. Die Wollhaare sind unterschiedlich lang, gewellt oder spiralförmig gewunden. Ihr Durchmesser beträgt 0,010 bis 0,015 mm. Sie sind zur Spitze und zur Haarzwiebel hin verjüngt. Die ausgewachsenen Ohrpinselhaare sind drei bis fünf Zentimeter lang, die Schwanzhaare fünf bis acht (gelegentlich auch bis zehn) Zentimeter lang.

Die Oberseitenfarbe variiert von Hellrot bis zu Braunschwarz; die Bauchseite ist, sauber abgegrenzt vom Rückenfell, weiß oder cremefarben. Das Winterfell ist wesentlich dichter als das Sommerfell. Im Winter wird die Fellfarbe oft dunkler und kann auch graue Farbtöne annehmen. Im Winterfell haben Eichhörnchen bis zu 3,5 cm lange rotbraune Ohrpinsel. Im Sommerfell sind diese Ohrpinsel klein oder nicht vorhanden. Im Winter weisen außerdem die sonst nackten Fußsohlen eine Behaarung auf.

Albinismus und Melanismus sind auf dem europäischen Kontinent recht häufige Phänomene unter Eichhörnchen.

Das Eichhörnchen wechselt zweimal jährlich das Fell. Der Haarwechsel im Frühjahr verläuft vom Kopf über den Rücken und die Körperseiten bis zu den Hinterschenkeln, der Herbsthaarwechsel verläuft in umgekehrter Richtung, beginnend an der Schwanzwurzel hin zum Kopf. Ohren und Schwanz wechseln ihr Haar nur einmal im Jahr. Zuerst gehen im Frühjahr ein Teil der Grannen und die gesamte Unterwolle des Schwanzes aus. Während des Sommers erneuern sich die Schwanzhaare dann völlig, beginnend von der Mitte zu den Seiten hin endend. Die Ohrpinselhaare wachsen vom Sommer bis in den Winter hinein. Der Haarwechsel im Frühjahr dauert etwas länger als der Herbsthaarwechsel. Weibchen beginnen den Frühjahrshaarwechsel etwas später als die männlichen Tiere, beim Werfen der Jungen haben sie ihn abgeschlossen.[12]

Verbreitung und Lebensraum

Lebensraum der Eichhörnchen

Das Verbreitungsgebiet umfasst beinahe ganz Europa (ausgenommen den Süden Spaniens, Portugal und manche Regionen Italiens) und außerdem Nordasien vom Ural ostwärts bis Kamtschatka, Korea und Hokkaidō. Eichhörnchen kommen bis in einer Höhe von 2000 m vor.[1]

Die typischen Lebensräume sind, auf das gesamte Verbreitungsgebiet bezogen, überwiegend boreale Nadelwälder. Nur im europäischen Teil des Verbreitungsgebiets sind Eichhörnchen auch in Laub- und Mischwäldern heimisch. Als Kulturfolger sind sie dort heute in Parks und Gärten häufig zu finden.

Systematik

Variationen der Fellfarbe und der Morphologie führten zur Beschreibung von mehr als 40 Unterarten des Eichhörnchens. So ändert sich in Europa die Färbung von Süden nach Norden und Nordosten in ein reineres Grau. In einigen Gegenden kommen gleichzeitig rötliche und schwärzliche Typen vor.[12] Vom Ural aus gesehen wird das Fell nach Westen flacher und heller, die Färbung ist in Westeuropa und Mitteleuropa rötlich bis Dunkelrot. Nach Osten wird das Fell voller und dunkler, am dunkelsten ist es in Ostsibirien.

Der taxonomische Status einiger Unterarten ist unsicher und die Anzahl der anerkannten Unterarten unterscheidet sich von Autor zu Autor.[13] Die folgende Systematik mit 23 Unterarten sowie der Zuordnung einiger Synonyme folgt Thorington und Hoffmann (2005).[14] Die Angaben zur Verbreitung basieren auf Sidorowicz (1971),[15] Wiltafsky (1978),[16] Gromow und Jerbajewa (1995)[5] sowie Hoffmann und Smith (2008).[17]

  • S. v. fuscoater in Mitteleuropa und als russus in Frankreich
  • S. v. leucourus auf Großbritannien und auf Irland
  • S. v. alpinus in Südeuropa mit alpinus, numanitus, infuscatus, segurae und hoffmanni auf der Iberischen Halbinsel sowie italicus und meridionalis auf der Apennin-Halbinsel
  • S. v. lilaeus im Westen der Balkanhalbinsel mit lilaeus und ameliae im Süden sowie croaticus im Norden
  • S. v. balcanicus im Osten der Balkanhalbinsel
  • S. v. vulgaris im Süden der Skandinavischen Halbinsel und als carpathicus in den Karpaten oberhalb von 600 Metern
  • S. v. varius im Norden der Skandinavischen Halbinsel, auf der Kola-Halbinsel, in Finnland und in Karelien
  • S. v. formosovi im Nordrussischen Tiefland
  • S. v. fedjushini im Norden Weißrusslands und im angrenzenden Russland
  • S. v. ukrainicus im Osten der Ukraine und im angrenzenden Russland sowie als kessleri im Süden Weißrusslands und in der Ukraine
  • S. v. ognevi in Zentralrussland bis zum Ural sowie als bashkiricus im Ural und als golzmajeri südöstlich des Urals
  • S. v. cinerea
  • S. v. exalbidus als argenteus im Westsibirischen Tiefland sowie als kalbinensis im Altai und in Xinjiang
  • S. v. altaicus in den Südsibirischen Gebirgen
  • S. v. martensi einschließlich jenissejensis im Mittelsibirischen Bergland
  • S. v. arcticus einschließlich jacutensis im Südosten Sachas, in Magadan und auf Kamtschatka
  • S. v. anadyrensis auf der Tschuktschen-Halbinsel
  • S. v. fusconigricans in Daurien und im Norden der Mongolei
  • S. v. dulkeiti in Chabarowsk und auf den Schantar-Inseln
  • S. v. rupestris auf Sachalin
  • S. v. mantchuricus in der Mandschurei, in der Primorje und auf der Koreanischen Halbinsel
  • S. v. chiliensis im Osten Chinas
  • S. v. orientis auf Hokkaidō

Aktivität

Eichhörnchen klettert kopfüber
Kobel eines Eichhörnchens

Eichhörnchen sind tagaktiv. Die Tiere klettern sehr geschickt und bewegen sich stoßweise voran, ihre Bewegungen sind sehr schnell und präzise. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie einen Baumstamm hinauf- oder, mit dem Kopf voran, hinunterklettern. Wenn sie abwärts klettern, drehen sie ihre hinteren Pfoten nach außen und hinten.[1] Mit einem Sprung können die Tiere leicht Entfernungen von vier bis fünf Metern überbrücken. Eichhörnchen wagen sich wegen ihres geringen Gewichtes auch auf sehr dünne Zweige, dabei bewegen sie sich stets springend vorwärts. Auch auf dem Boden bewegen sie sich in Sprüngen.

Zum Schlafen und Ruhen bauen Eichhörnchen Nester, die Kobel genannt werden. Dabei handelt es sich um hohlkugelförmige Bauten. Sie werden in einer Astgabel oder an der Basis eines Astes platziert, normalerweise in Höhen über sechs Metern. Der Durchmesser des Nestes beträgt etwa 30 bis 50 cm, während der Innendurchmesser bei 15 bis 20 cm liegt. Der Kobel wird aus Zweigen, Nadeln und Blättern errichtet, innen wird er mit Moosen, Blättern und Gras ausgepolstert. Er ist beinahe wasserdicht, durch die dicke Wandstärke bietet er im Winter einen guten Wärmeschutz.[1] Die Kobel besitzen mindestens zwei Schlupflöcher, wobei eines davon immer nach unten weist, weil Eichhörnchen, anders als Vögel, von unten in ihre Behausung gehen.

Der Bau eines Kobels dauert etwa drei bis fünf Tage. Da es recht häufig vorkommt, dass die Tiere wegen Parasitenbefall oder Störungen umziehen müssen, bauen sie zwei bis acht Nester und nutzen diese stets gleichzeitig.[1] Dabei wird unterschieden zwischen Schlafkobeln für die Nacht und Schattenkobeln für Ruhephasen am Tage. Auch werden verlassene Höhlen von Spechten gern genutzt, ebenso verlassene Vogelnester als Fundament für den Kobel.

Das Eichhörnchen ist ganzjährig aktiv, es hält keinen echten Winterschlaf. Allerdings kann es in strengen Wintern verminderte Aktivität zeigen, bei der es das Nest nicht verlässt (Winterruhe). In sehr warmen Sommern halten sie in ihren Kobeln ausgiebigen Mittagsschlaf. An heißen Tagen streifen sie dann nur sehr früh am Morgen oder am Abend umher, um sich mit Nahrung zu versorgen.

Raumorganisation

Der Aktionsraum eines Eichhörnchens variiert je nach Gegend. Auf Inseln gibt es Tiere mit Aktionsräumen von unter einem Hektar, während diese im Bayerischen Wald bis 47 Hektar groß sein können.

Männchen haben größere Aktionsräume als Weibchen. In England betragen die der Männchen 23 bis 40 Hektar, die der Weibchen 14 bis 26 Hektar. Die Aktionsräume verschiedener Individuen überschneiden einander. Wenn Weibchen Junge haben, verringern sie die Größe ihres Aktionsraums. Innerhalb dieses Gebiets werden Wege und Aufenthaltsorte mit Urin und mit einem Sekret der Kinndrüsen markiert.

Sozialverhalten

Eichhörnchen sind meist Einzelgänger. Nur zur Paarungszeit verfolgen die Männchen die Weibchen innerhalb der Baumkronen. Jedoch leben sie gelegentlich auch außerhalb der Fortpflanzungszeit in Gesellschaft, dann nutzen mehrere Tiere einen Kobel. Innerhalb einer Gruppe dominieren die größeren und älteren Tiere. Männchen sind größeren und älteren Weibchen gegenüber nicht unbedingt dominant, allerdings dominieren sie Weibchen gleicher Größe und gleichen Alters.

Nahrung

Eichhörnchen gehören zu den Allesfressern. Dabei variiert die Nahrung der Tiere je nach Jahreszeit. Sie besteht in erster Linie aus Beeren, Nüssen und anderen Früchten sowie Samen. Daneben werden auch Knospen, Rinde, Baumsaft, Blüten, Flechten, Körner, Pilze, Obst und wirbellose Tiere wie beispielsweise Würmer gefressen. Auch Vogeleier und Jungvögel[18] sowie Insekten, Larven und Schnecken gehören zum Nahrungsspektrum.[1]

Typischerweise wird die Nahrung beim Fressen in den Vorderpfoten gehalten. Sie verbrauchen die Samen von bis zu 100 Fichtenzapfen pro Tag; durchschnittlich sind es täglich 80 bis 100 Gramm. Eichhörnchen unterscheiden sich beim Fichtenzapfenschälen von anderen Nagern dadurch, dass sie die Deckschuppen der Zapfen mit ihrer großen Körperkraft einfach abreißen. Dagegen müssen zum Beispiel Mäuse die Schuppen abbeißen, um an die nahrhaften Samen zu gelangen. Haselnüsse und Walnüsse öffnen Eichhörnchen innerhalb weniger Sekunden. Mit den unteren Schneidezähnen nagen sie mit schabenden Bewegungen zunächst ein Loch in die Nuss. Ist das Loch groß genug, setzen sie die unteren Schneidezähne wie einen Hebel ein und sprengen ein Stück Schale heraus. Dies ist ein erlerntes Verhalten, es ist nicht angeboren. Eichhörnchen benötigen zusätzlich aufgenommenes Wasser.[1]

Eichhörnchen legen im Herbst Vorräte für den Winter an. Dafür ist es wichtig, dass sie ausreichend Nahrung finden, um die Vorratslager zu füllen. Nicht immer gelingt dies, in strengen Wintern verhungern unter Umständen viele der Tiere. Sie vergraben die Nahrung entweder im Boden, oft in der Nähe von Baumwurzeln, oder verstauen sie in Rindenspalten oder Astgabeln als Wintervorrat. Im Kobel lagern sie keine Vorräte. Die Einlagerung im Boden erfolgt immer gleich: Loch scharren – Nahrung hineinlegen – zuscharren, die Erde festdrücken – mit der Schnauze nachstoßen.

Im Winter dienen die Vorräte oft als einzige Nahrungsquelle. Werden die eingegrabenen Vorräte vergessen, beginnen die Samen im Frühjahr zu keimen. Deshalb spricht man den Eichhörnchen eine wichtige Rolle bei der Erneuerung und Verjüngung des Waldes zu. Für das Wiederfinden der im Herbst gesammelten Nahrung ist der Geruchssinn sehr wichtig. Auch wenn sich Eichhörnchen einige ihrer vergrabenen Vorräte merken, sind sie doch nicht in der Lage, sich alle Verstecke einzuprägen.[1]

Das Vergraben von Vorräten ist ein Verhalten, das man vor allem bei den Populationen der europäischen Laub- und Mischwälder findet. In borealen Nadelwäldern fehlt dieses Verhalten meistens, da die immer zur Verfügung stehenden Zapfen als Winternahrung dienen können.

Eichhörnchen fressen Pilze, die für Menschen giftig sind. Sie vertragen sogar giftige Eibensamen.

Fortpflanzung

Paarung

Die ersten Annäherungen sind ab Ende Januar, in strengen Wintern ab Februar zu beobachten. Die Männchen werden durch Vaginalsekrete angelockt, die von den brünstigen Weibchen verströmt werden.[1] Bei den Annäherungsversuchen kommt es zu wilden Verfolgungsjagden. Sind die Weibchen noch nicht zur Paarung bereit, kommt es zu Kämpfen.

Sobald das Weibchen paarungsbereit ist, wird das Davonlaufen zu einem Spiel. Vor der Begattung gibt das Weibchen etwas Harn ab. In manchen Fällen kann es jedoch Tage dauern, bis es tatsächlich zur Paarung kommt. Ist es soweit, umklammert das Männchen die Lenden des Weibchens und begattet es von hinten, mit aufgestelltem Schwanz.

In den meisten Jahren gibt es zwei Paarungszeiten, eine im ausgehenden Winter mit Wurf im März oder April, eine weitere im späten Frühjahr mit Wurf zwischen Mai und August. Stehen am Jahresbeginn zu wenig Nahrungsressourcen zur Verfügung, kann die erste Paarungszeit entfallen. Treffen mehrere Männchen bei einem Weibchen ein, kann es zu aggressivem Verhalten mit Schreien und Bissen kommen. Eichhörnchen sind polygyn – die Männchen verlassen das Weibchen bald wieder und suchen neue Partnerinnen, mit der Aufzucht der Jungen haben sie nichts zu tun. Hält sich ein Männchen bis zur Geburt der Jungen in der Nähe des Weibchens auf, wird es spätestens jetzt vom Weibchen verbissen. Das Männchen wehrt sich selbst dann nicht, wenn es deutlich stärker als das Weibchen ist (Beißhemmung), das Männchen räumt dann kampflos das Feld.[1]

Jungenaufzucht

Eichhörnchen-Jungtier
Eichhörnchen mehrere Wochen alt

Nach einer Tragzeit von 38 Tagen kommen ein bis sechs Junge im Kobel zur Welt. Sie sind bei der Geburt nackt, taub und blind (Nesthocker) und haben ein Gewicht von etwa 8,5 Gramm. Die Körperlänge beträgt etwa 6 cm, die Schwanzlänge bis zu 3 cm.

Die jungen Eichhörnchen sind nach drei Wochen vom ersten Haarflaum vollständig bedeckt; gleichzeitig brechen die ersten Zähne durch. Die Jungen öffnen nach 30 bis 32 Tagen die Augen.[1] Zwischen dem 37. und dem 41. Tag brechen die oberen Schneidezähne durch den Kiefer. Nach sechs Wochen verlassen sie erstmals das Nest, nach acht bis zehn Wochen werden sie nicht mehr gesäugt und suchen selbstständig nach Nahrung. Bei Gefahr reagieren die Mütter sehr schnell und tragen ihre Jungen im Maul in einen Ausweichkobel.

Die Jungtiere bleiben noch einige Monate in der Nähe des mütterlichen Nestes. Geschlechtsreif werden Eichhörnchen schon nach elf Monaten, doch meistens ziehen sie erst nach zwei Jahren selbst Junge groß. Etwa 80 Prozent der Jungtiere überleben das erste Jahr nicht.

Die Lebenserwartung eines sechs Monate alten Eichhörnchens liegt bei drei Jahren. Selten werden Eichhörnchen sieben, in Gefangenschaft auch bis zu zehn Jahre alt.

Feinde und Parasiten

Zu den natürlichen Feinden des Eichhörnchens zählt der Baummarder. Er klettert fast so geschickt wie das Eichhörnchen. Während das Eichhörnchen am Tage durch sein geringeres Gewicht im Vorteil ist, überrascht der nachtaktive Baummarder das Eichhörnchen gern im Schlaf. Weitere Feinde sind die Wildkatze, der Uhu,[18] der Habicht und der Mäusebussard. Den Greifvögeln können die Eichhörnchen häufig entkommen, indem sie in kreisenden Bewegungen um den Baumstamm herumlaufen. In höchster Not kann sich das Eichhörnchen aus großer Höhe bis zum Boden fallen lassen, ohne sich zu verletzen.[19] Junge Eichhörnchen fallen in den Kobeln oft Wieseln zum Opfer. In Parks und Gärten ist die Hauskatze der wichtigste Feind des Eichhörnchens.

Eichhörnchen werden von vielen Ektoparasiten befallen. Die wichtigsten sind der Eichhörnchenfloh (Monopsyllus sciurorum) und die Eichhörnchenlaus (Neohaematopinus sciuri).

Bedrohung

Das Grauhörnchen (Sciurus carolinensis) verdrängt auf den britischen Inseln allmählich das Europäische Eichhörnchen

Das in Großbritannien, Irland und Italien eingebürgerte nordamerikanische Grauhörnchen führt in Regionen gleichen Vorkommens zu einem dramatischen Bestandsrückgang des europäischen Eichhörnchens. So ist es unter anderem deshalb erfolgreicher als das letztgenannte, weil es die im Herbst vergrabenen Nahrungsvorräte mit größerer Sicherheit wiederfindet und dabei außerdem die Vorräte des heimischen Eichhörnchens nutzt. Wesentlich ist auch, dass es nicht durch eine Infektion mit dem Parapoxvirus der Hörnchen an Parapocken erkrankt, dafür aber ein Wirt für dieses, für Eichhörnchen oft tödliche Virus ist. Befürchtet wird, dass ein Vordringen der Grauhörnchen auf dem Kontinent das Eichhörnchen hier weiter zurückdrängen könnte. Allerdings gilt die Überlegenheit der Grauhörnchen nur für Laub- und Mischwaldhabitate, in Nadelwäldern dagegen können sich die Eichhörnchen weiter gegen die nordamerikanischen Konkurrenten behaupten.[20][21]

Die IUCN stuft das Eichhörnchen jedoch noch als nicht gefährdet (Least Concern) ein.[22]

Mensch und Eichhörnchen

Von der in der Antike verbreiteten Ansicht, dass sich Eichhörnchen mit ihrem gewaltigen Schwanz selber Schatten geben könnten, stammt ihr griechischer (in die wissenschaftliche Gattungsbezeichnung eingegangener) Name σκιοῦρος skiuros („Schattenschwanz“).[23]

In der nordischen Mythologie findet man das Eichhörnchen Ratatöskr, das an der Weltenesche Yggdrasil auf und ab läuft.[24]

Eichhörnchenfelle werden seit alters zur Herstellung von Kleidungsstücken benutzt, die Felle werden als Feh bezeichnet.[24] Die Winterfelle der sibirischen Unterarten des Europäischen Eichhörnchens mit dem blaugrauen Rücken und der weißen Bauchseite galten als besonders wertvoll. Das verarbeitete Fell wird als symbolhaftes Standeskennzeichen als heraldisches Feh in Wappen dargestellt.

Dass Eichhörnchen früher auch gegessen wurden, belegen Funde von Überresten in den jungsteinzeitlichen Pfahlbauten der Schweiz.[24]

Literatur

  •  Igor Michailowitsch Gromow und Margarita Alexandrowna Jerbajewa: [Die Säugetiere Russlands und angrenzender Gebiete. Hasenartige und Nagetiere]. Russische Akademie der Wissenschaften, Sankt Petersburg 1995 (520 Seiten, russischer Originaltitel: Млекопитающие фауны России и сопредельных территорий. Зайцеобразные и грызуны, Volltext).
  •  Peter W. W. Lurz, John Gurnell und Louise Magris: Sciurus vulgaris. In: Mammalian Species. Nr. 769, 2005, ISSN 1545-1410, S. 1–10 (Volltext).
  •  Sibylle Münch: Eichhörnchen. Sciurus vulgaris Linnaeus, 1758. In: Monika Braun und Fritz Dieterlen (Hrsg.): Die Säugetiere Baden-Württembergs. Band 2. Eugen Ulmer, Stuttgart 2005, ISBN 3-8001-4246-5, S. 153–166.
  •  J. Sidorowicz: Problems of subspecific taxonomy of squirrel (Sciurus vulgaris L.) in Palaearctic. In: Zoologischer Anzeiger. Bd. 187, 1971, ISSN 0044-5231, S. 123–142.
  •  Herbert Wiltafsky:  Sciurus vulgaris Linnaeus, 1758 – Eichhörnchen. In: Jochen Niethammer und Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas. Band 1. Nagetiere I. Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 1978, ISBN 3-400-00458-8, S. 86–105.

Weblinks

 Commons: Sciurus vulgaris – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1,00 1,01 1,02 1,03 1,04 1,05 1,06 1,07 1,08 1,09 1,10 Wolfgang Gewalt: Das Eichhörnchen. A. Ziemsen Verlag, 1956, ISBN 3-89432-164-4
  2. 2,0 2,1 2,2 2,3 2,4 Lurz und Mitarbeiter, 2005 („Form and Function“ S. 3).
  3. Lurz und Mitarbeiter, 2005 („Diagnosis“ S. 1–2).
  4. 4,0 4,1 4,2 4,3 Wiltafsky, 1978 („Beschreibung“ S. 86–87).
  5. 5,0 5,1 Gromow und Jerbajewa: Obyknowennaja belka – Sciurus (Sciurus) vulgaris. Abgerufen am 25. Januar 2013 (russisch).
  6. Wiltafsky, 1978 („Diagnose“ S. 87).
  7. 7,0 7,1 Gromow und Jerbajewa: Rod belki – Sciurus. Abgerufen am 25. Januar 2013 (russisch).
  8. 8,0 8,1 Lurz und Mitarbeiter, 2005 („General Characters“ S. 2).
  9. 9,0 9,1 9,2 Wiltafsky, 1978 („Merkmalsvariationen“ S. 92–98).
  10. Münch, 2005 („Beschreibung“ S. 153–156).
  11.  Jochen Niethammer und Franz Krapp (Hrsg.): Handbuch der Säugetiere Europas. Band 1. Nagetiere I. Akademische Verlagsgesellschaft, Wiesbaden 1978, ISBN 3-400-00458-8 (476 Seiten; Abb. 12).
  12. 12,0 12,1 Dr. Heinrich Dathe, (Berlin), Dr. Paul Schöps (Leipzig): Pelztieratlas, VEB Gustav Fischer Verlag, Jena, 1986, S. 95-98
  13. Lurz und Mitarbeiter, 2005 („Context and Content“ S. 1).
  14.  Richard W. Thorington junior und Robert S. Hoffmann: Familie Sciuridae. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. A Taxonomic and Geographic Reference. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4, S. 754–818 (Sciurus vulgaris S. 764).
  15. Sidorowicz, 1971. Zitiert in: Lurz und Mitarbeiter, 2005 („Context and Content“ S. 1).
  16. Wiltafsky, 1978 („Verbreitung“ S. 90–92, Abb. 22).
  17.  Robert S. Hoffmann und Andrew T. Smith: Family Sciuridae. In: Andrew T. Smith, Xie Yan (Hrsg.): A Guide to the Mammals of China. Princeton University Press, Princeton/Oxford 2008, ISBN 978-0-691-09984-2, S. 172–196 („Eurasian Red Squirrel“ S. 181).
  18. 18,0 18,1 Franz Robiller, Tiere der Nacht, Urania-Verlag, ISBN 3-332-00108-6
  19. Das Eichhörnchen bei Eifelnatur
  20. »Kampf« der Hörnchen - Grauhörnchen verdrängt Eichhörnchen - Information aus LWF-aktuell 73 - Neobiota
  21. FAZ Tierwelt
  22. IUCN Species Account (Abgerufen 5. Oktober 2008)
  23. Henry George Liddell, Henry Stuart Jones, Robert Scott: A Greek-English lexicon, A new ed. (9th), rev. and augm. throughout / by Henry Stuart Jones, Oxford, Clarendon Pr. 1951
  24. 24,0 24,1 24,2 Bernhard Grzimek (Hrsg.): Grzimeks Tierleben, Band 11: Säugetiere 2. dtv-Verlag, 1979, S. 250 ff.

Ähnliche Artikel wie "Eichhörnchen"

19.07.2018
Ethologie | Ökologie | Primatologie
Mangaben-Affen profitieren davon, dass Schimpansen und Schweine harte Nüsse knacken können
Ein internationales Forscherteam um Karline Janmaat von der Universität Amsterdam und dem Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig beschreibt erstmals, dass sich Mangaben-Affen, Perlhühner und Eichhörnchen energiereiche Nussreste sichern, die Schimpansen und Flussschweine nach dem Nussknacken zurücklassen.

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

03.08.2021
Mikrobiologie | Evolution | Video
Zunehmend längere Tage: Wie der Sauerstoff auf die Erde kam
Das heutige Leben auf der Erde ist ohne Sauerstoff unvorstellbar.
03.08.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Eine Alternative zum Fischfang
Schon heute gelten rund 90 Prozent aller Fischbestände als maximal befischt oder überfischt, doch angesichts der wachsenden Weltbevölkerung sind immer mehr Menschen auf Fisch als Proteinquelle angewiesen.
03.08.2021
Evolution | Insektenkunde
Die Evolution der Wandelnden Blätter
Ein internationales Forschungsteam hat die Evolution der Wandelnden Blätter untersucht: Wandelnde Blätter gehören zu den Stab- und Gespenstschrecken, die anders als ihre etwa 3000 astförmigen Verwandten keine Zweige imitieren.
02.08.2021
Biodiversität | Insektenkunde
Verlust der Gefleckten Schnarrschrecke
Eine Senckenberg-Wissenschaftlerin hat mit einem internationalen Team das Verschwinden der Gefleckten Schnarrschrecke in Europa untersucht.
02.08.2021
Mikrobiologie | Ökologie | Virologie
Nahrungskette in der Dunkelheit
Die Entdeckung ist bahnbrechend: Im Untergrund unseres Planeten leben bisher unbekannte Viren, sie befallen einzellige Mikroorganismen, die sogenannten Altiarchaeen.
02.08.2021
Bionik, Biotechnologie und Biophysik | Entwicklungsbiologie | Video
Drei weitere Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns
In einem weiteren Schritt zur Rettung des Nördlichen Breitmaulnashorns hat das BMBF-geförderte BioRescue-Konsortium von internationalen Organisationen aus Wissenschaft und Artenschutz drei weitere Embryonen des Nördlichen Breitmaulnashorns erzeugt.
02.08.2021
Physiologie | Neurobiologie | Biochemie
Energie für eine ungestörte Ruhe
Ein Hormon sorgt bei der Taufliege Drosophila für ein Gleichgewicht zwischen Ruhe und Aktivität.
02.08.2021
Physiologie | Ökologie | Vogelkunde | Insektenkunde
Viel Licht, wenig Orientierung
Lichtverschmutzung erschwert Mistkäfern die Orientierung im Gelände. Das dürfte auch auf andere nachtaktive Insekten und Vögel zutreffen, vermutet ein internationales Forschungsteam.
02.08.2021
Physiologie | Neurobiologie
Die komplexe Aufgabe Kurs zu halten
Mit verbundenen Augen geradeaus zu laufen, ist ein schwieriges Unterfangen: Meist endet es darin, dass wir im Kreis laufen.
31.07.2021
Ökologie | Neobiota
Teure Invasoren
Wissenschaftlerinnen haben die durch invasive Arten entstandenen Kosten in Europa und Deutschland untersucht.
31.07.2021
Anthropologie | Neurobiologie
Lernpausen sind gut fürs Gedächtnis
Wir können uns Dinge länger merken, wenn wir während des Lernens Pausen einlegen.
31.07.2021
Botanik | Immunologie | Parasitologie
Eichenwälder widerstandsfähiger machen
Kahlgefressene Eichen sind ein Bild, das in den letzten Jahren immer wieder zu sehen war. Verursacher sind häufig die massenhaft auftretenden Raupen des Eichenwicklers.
29.07.2021
Ökologie | Toxikologie
Wasser blau – Badestrand grün
Viele klare Seen der Welt sind von einem neuen Phänomen betroffen: In Ufernähe, wo Menschen spielen oder schwimmen, ist der Seeboden mit grünen Algenteppichen bedeckt.
29.07.2021
Anatomie | Paläontologie
Patagonischer Langhalssaurier neu beleuchtet
Ein Team der Bayerischen Staatssammlung für Paläontologie und Geologie (SNSB-BSPG) untersuchte im Rahmen einer Neubeschreibung die Überreste des Langhalssauriers Patagosaurus fariasi (175 Mio Jahre) aus Argentinien.
29.07.2021
Anthropologie | Virologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik
Hochwirksame und stabile Nanobodies stoppen SARS-CoV-2
Ein Forscherteam hat Mini-Antikörper entwickelt, die das Coronavirus SARS-CoV-2 und dessen gefährliche neue Varianten effizient ausschalten.
29.07.2021
Zytologie | Biochemie
Pflanzen haben ein molekulares „Gedächtnis“
Wie eine Pflanze wächst, hängt einerseits von ihrem genetischen Bauplan ab, zum anderen aber davon, wie die Umwelt molekulare und physiologische Prozesse beeinflusst.
29.07.2021
Ökologie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Meeresbiologie
Forschungsfahrt: Hydrothermale Wolken in der Nähe der Azoren
Sie entstehen, wenn von glühendem Magma aufgeheizte Lösungen aus der Erdkruste in der Tiefsee austreten und auf kaltes Meerwasser treffen: Hydrothermale Wolken stecken voller Leben, sie versorgen die Ozeane mit Nährstoffen und Metallen.
28.07.2021
Physiologie | Bionik, Biotechnologie und Biophysik
Spurensuche im Kurzzeitgedächtnis des Auges
Was wir sehen, hinterlässt Spuren: Mit schnellen Bewegungen, sogenannten Sakkaden, springt unser Blick zwischen verschiedenen Orten hin und her, um möglichst scharf abzubilden, was sich vor unseren Augen abspielt.