Kubanischer Knochenhecht

Kubanischer Knochenhecht
Kubanische Knochenhechte und Wasserschildkröten auf Kuba

Kubanische Knochenhechte und Wasserschildkröten auf Kuba

Systematik
Teilklasse: Knochenganoide (Holostei)
Ginglymodi
Ordnung: Knochenhechtartige (Lepisosteiformes)
Familie: Knochenhechte (Lepisosteidae)
Gattung: Atractosteus
Art: Kubanischer Knochenhecht
Wissenschaftlicher Name
Atractosteus tristoechus
(Bloch & Schneider, 1801)

Der Kubanische Knochenhecht (Atractosteus tristoechus, spanisch: Manjuari) ist eine Fischart aus der Familie der Knochenhechte (Lepisosteidae), die endemisch im Westen Kubas und auf der nahen Isla de la Juventud vorkommt. Von manchen Autoren wird die Art als konspezifisch mit dem Alligatorhecht (Atractosteus spatula) angesehen. Sie ist essbar und wird mit Netzen und Angeln befischt, ihr Laich ist allerdings giftig.

Merkmale

Kubanische Knochenhechte erreichen eine Körperlänge von durchschnittlich etwa einem und maximal über zwei Metern. Der Körper ist annähernd zylindrisch und auf der Rückenseite dunkler als auf der Bauchseite. Die Rücken- und Afterflosse sitzen weit hinten am Körper. Die Brust- und Bauchflossen sitzen sehr tief, die Schwanzflosse ist leicht asymmetrisch gerundet. Alle Flossen weisen nur Weichstrahlen auf. Der gesamte Körper ist von rautenförmigen, nicht überlappenden Ganoidschuppen bedeckt. Vor der Rückenflosse liegen 49 bis 51 Schuppen, entlang der Seiten 56 bis 62 Reihen. Die Schnauze ist verlängert und trägt die Nasenöffnungen an der Spitze. Innerhalb der Knochenhechte ist sie mit maximal 60 % der Kopflänge relativ kurz und breit. Die Zähne sitzen in zwei Reihen je Kieferseite. Die Kiemenreuse weist auf dem ersten Kiemenbogen 67 bis 81 verzweigte Strahlen auf.

Lebensweise

Die Art hält sich vorwiegend in Süßwasserseen und Flüssen auf und ernährt sich vorwiegend von Fischen, erbeutet aber gelegentlich auch Wasservögel.

Quellen

  •  K.E. Carpenter (Hrsg.): The living marine resources of the Western Central Atlantic. Volume 2: Bony fishes part 1 (Acipenseridae to Grammatidae). In: FAO Species Identification Guide for Fishery Purposes and American Society of Ichthyologists and Herpetologists Special Publication. 5, FAO, Rom 2002, S. 676 (Volltext).
  • Kubanischer Knochenhecht auf Fishbase.org (englisch)

Weblinks

 Commons: Atractosteus tristoechus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

22.10.2021
Physiologie | Toxikologie | Insektenkunde
Summ-Summ-Summ, Pestizide schwirr´n herum
Was Rapsfelder und Obstplantagen schützt, bedeutet für manche Organismen den Tod: Insektizide und Fungizide werden in der Landwirtschaft gegen Schädlinge und Pilze eingesetzt.
21.10.2021
Mikrobiologie | Genetik | Virologie
Kampf gegen Viren mit austauschbaren Verteidigungsgenen
Bakterien verändern mobile Teile ihres Erbgutes sehr schnell, um Resistenzen gegen Viren zu entwickeln.
21.10.2021
Genetik | Säugetierkunde
Endlich geklärt: Die Herkunft der heutigen Hauspferde
Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten.
21.10.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Entwicklungsbiologie | Säugetierkunde
Eizellenentnahme bei einem von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern eingestellt
Nach einer speziellen, umfassenden ethischen Risikobewertung hat das Team nun beschlossen, das ältere der beiden verbleibenden Weibchen – die 32-jährige Najin –, als Spenderin von Eizellen (Oozyten) in den Ruhestand zu schicken.
20.10.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Verheerende Auswirkungen von Insektenvernichtungsmittel
Neonicotinoide beeinflussen menschliche Neurone und schädigen potentiell somit nicht nur Insektenzellen, sie sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt werden.
19.10.2021
Biochemie | Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Bioinformatik
Wie Künstliche Intelligenz dabei hilft, Enzymtätigkeit zu quantifizieren
Ein internationales Bioinformatikerteam entwickelte ein neues Verfahren, um die die Reaktionskinetik bestimmende Michaelis-Konstante vorherzusagen.
19.10.2021
Physiologie | Neurobiologie | Vogelkunde
Vogel-Pupillen verhalten sich anders als erwartet
Die Pupille regelt nicht nur den Lichteinfall ins Auge, sondern spiegelt den Zustand des wachen Gehirns wider.
20.10.2021
Ethologie | Neurobiologie | Säugetierkunde
Findet Rico - „den ganz besonderen Hund“
Zwei Forscherinnen sind auf der Suche nach „dem einen ganz besonderen Hund“.