Bachbunge

Bachbunge
Bachbunge (Veronica beccabunga),blaue Blüte links,rechts unreife dunkelgrüne Kapselfrucht

Bachbunge (Veronica beccabunga),
blaue Blüte links,
rechts unreife dunkelgrüne Kapselfrucht

Systematik
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Tribus: Veroniceae
Gattung: Ehrenpreis (Veronica)
Art: Bachbunge
Wissenschaftlicher Name
Veronica beccabunga
L.

Die Bachbunge (Veronica beccabunga), auch Bach-Ehrenpreis genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Sie kommt in Wassergräben, Quellen und Bächen, auch am Ufer von Seen und Teichen vor und bevorzugt kühle Gewässer.

Beschreibung

Die Bachbunge ist eine mehrjährige Pflanze, die Wuchshöhen von 30 bis 60 Zentimetern erreicht und ein kriechendes Rhizom besitzt. Der zylindrische, fleischige Stängel ist hohl. Von den elliptischen, etwas fleischigen, vorne stumpfen, abgerundeten Blättern sind besonders die unteren gestielt. Der Blattrand ist gesägt.

Bachbunge (Veronica beccabunga), Illustration

Die traubigen Blütenstände entspringen den Blattachseln und bestehen aus 20 bis 25 Blüten. Die himmelblauen Blüten haben einen Durchmesser von 5 bis 8 mm. Blütezeit ist Mai bis September. Die 3 bis 4 mm großen Fruchtkapseln sind in ihrer Form mit Heidelbeeren zu vergleichen.

Ökologie

In Forellenbächen eine beliebte Wasserpflanze. An den untergetauchten Pflanzenteilen leben verschiedene Larven. Wenn sich der Wasserstand verändert, und die Pflanze im Wasser tief untergetaucht ist, überwintert sie.

Meist steht die Bachbunge in Gewässern halbuntergetaucht.

Vorkommen

Die Bachbunge tritt in ganz Europa auf.[1]

In Österreich tritt sie in allen Bundesländern in der collinen bis subalpinen Höhenstufe an Quellfluren, Bächen, in Gräben und im Saum fließender Gewässer häufig auf.

Verwendung

Als Salat, verdauungsfördernd, viel Vitamin C. Vorsicht vor überdüngten Bächen und Parasiten. Möglichst am Oberlauf des Baches sammeln. Darüber hinaus empfiehlt Emil Adolf Roßmäßler Veronica beccabunga zur Einrichtung eines der heimischen Natur nachempfundenen Aquariums.[2]

Literatur

  • M. A. Fischer, W. Adler und K. Oswald: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Linz, 2005, ISBN 3-85474-140-5

Einzelnachweise

  1. Verbreitungskarte Euro+Med
  2. Rossmässler, Emil Adolf (1857): Das Süßwasser-Aquarium. Eine Anleitung zur Herstellung und Pflege desselben. Seite 9.

Weblinks

 Commons: Bachbunge – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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