Joseph Jules Dejerine

Joseph Jules Dejerine
Jules Dejerine

Joseph Jules Dejerine (* 3. August 1849 in Genf; † 26. Februar 1917 in Paris) war ein französischer Neurologe.

Leben

Ab 1895 arbeitete er als Chef de Clinique Charité am Hôpital Salpêtrière.[1] Nach ihm und Jules Sottas ist die Dejerine-Sottas-Krankheit benannt. Außerdem wird die fazioskapulohumerale Muskeldystrophie aufgrund der detaillierten Krankheitsbeschreibung nach Dejerine und dem Mitautor Louis Théophile Joseph Landouzy auch als Muskeldystrophie Landouzy-Dejerine.[2][3]

Werke

  • Recherches sur les lésions du système nerveux dans la paralysie ascendante aiguë. Paris, 1879
  • L’héredité dans les maladies du système nerveux. Paris, 1886
  • Anatomie des centres nerveux, zus. mit Augusta Marie Dejerine-Klumpke. 2 Bände, Paris, 1895 and 1901
  • Traité des maladies de la moëlle épinière, mit André Thomas. Paris, 1902
  • Sémiologie des affections du système nerveux, mit Augusta Marie Dejerine-Klumpke. Paris, 1914

Einzelnachweise

  1. Rudolf Degkwitz et al. (Hrsg.): Psychisch krank; Einführung in die Psychiatrie für das klinische Studium. Urban & Schwarzenberg, München 1982, ISBN 3-541-09911-9, Seite 459
  2. M. Krasnianski et al.: Facioscapulohumeral muscular dystrophy. The spectrum of clinical manifestations and molecular genetic changes. In: Nervenarzt, 2003 Feb;74(2):151-8. PMID 12596016
  3. L.T.J. Landouzy, J. Dejerine: De la myopathie atrophique progressive (myopathie héréditaire, débutant dans l’enfance par la face, sans altération du système nerveux). Comptes rendus de l’Académie des sciences, Paris 1884, 98, Seite 53–55.

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