Ontologie

Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zu Ontologien für die Wissensrepräsentation siehe Ontologie (Informatik)

Die Ontologie (griechisch ὄν, on, „seiend“, als Partizip Präsens zu εἶναι, einai, „sein“, und λόγος, logos, „Lehre, Wort“) ist eine Disziplin der theoretischen Philosophie. In der Ontologie geht es in einer allgemeinen Begriffsverwendung um Grundstrukturen der Wirklichkeit. Dieser Gegenstandsbereich ist weitgehend deckungsgleich mit dem, was nach traditioneller Terminologie „allgemeine Metaphysik“ genannt wird. Dabei wird etwa eine Systematik grundlegender Typen von Entitäten (Gegenstände, Eigenschaften, Prozesse) und ihrer strukturellen Beziehungen diskutiert. Spezielle Gegenstandsbereiche betreffende Fragen sind hingegen zum Beispiel „Was ist der Mensch?“, „Gibt es einen Gott?“ oder „Hat die Welt einen Anfang?“. Diese Themen fielen nach traditioneller Stoffgliederung in den Bereich „spezielle Metaphysik“. Bei einigen traditionellen Herangehensweisen steht der Begriff des Seins im Vordergrund. Heute werden in der systematischen Philosophie die Ausdrücke „Ontologie“ und „Metaphysik“ zumeist synonym verwendet. In der Informatik werden seit den 1990er Jahren formale Repräsentationssysteme angelehnt an den philosophischen Begriff als „Ontologien“ bezeichnet.

Begriff

Die christliche Dreifaltigkeitslehre: äußerer Text: Der Vater ist nicht der Sohn, der Sohn ist nicht der Heilige Geist, der Heilige Geist ist nicht der Vater; innerer Text: Der Vater ist Gott; der Sohn ist Gott; der Heilige Geist ist Gott

Der Ausdruck Ontologie scheint in deutscher Sprache zum ersten Mal von Rudolf Göckel (1547-1628) gebraucht worden zu sein. Ungefähr zur gleichen Zeit ist ein Beleg bei Jacob Lorhard (1561-1609), Professor in St. Gallen, Schweiz.[1] Johann Georg Walch (1693-1775) definiert in seinem Philosophisches Lexicon: „Ontologie bedeutet die Lehre vom Ende [Sein], und ist eine Benennung, womit einige neuere Philosophen die Wissenschaft, die vom Ende überhaupt und dessen Eigenschaften handelt, verstanden.“[2] Walch weist darauf hin, dass „andere lieber Ontosophie“ sagen.[3]

Abgrenzungen

Die Ontologie stellt in der klassischen (unter anderem auf Christian Wolff zurückgehenden) philosophischen Systematik[4] einen Teil der Metaphysik dar, nämlich die allgemeine Metaphysik (metaphysica generalis) im Gegensatz zur speziellen Metaphysik (metaphysica specialis), die sich mit Gott (Natürliche Theologie), der Seele (Natürliche Psychologie) und der Welt (Natürliche Kosmologie) beschäftigt.

Mit der speziellen Metaphysik ist der Anspruch verbunden, allein auf Vernunftbasis (also nicht-empirisch) bestimmte Bereiche von Entitäten zu untersuchen: Die natürliche Theologie steht dabei etwa im Gegensatz zu Formen der Theologie, die sich auf die Grundlage von Offenbarungen, auf „heilige Schriften“ stützen; die natürliche Kosmologie im Gegensatz zur empirischen Physik. Typische Fragen einer speziellen Metaphysik wären etwa die Probleme, ob die Welt einen Anfang in der Zeit hat oder ob die Seele unsterblich ist.

Demgegenüber beschäftigt sich die allgemeine Metaphysik nicht mit einer bestimmten „Seinssphäre“, sondern mit dem Seienden im Allgemeinen. In der traditionellen Ontologie steht dabei vor allem die Frage im Vordergrund, wie sich das Sein zum Seienden verhält. Martin Heidegger spricht hier von der „ontologischen Differenz“, die für die Trennung von Existenzialität (Der Mensch als In-der-Welt-Seiender) und Kategorialität (Weltloses) steht. In der scholastischen Philosophie wurden als weiteres Lehrstück die so genannten Transzendentalien diskutiert, also solche Attribute, die jedem Seienden zukommen. Hierzu wurden gezählt: res (Ding), ens (Seiendes), unum (Eines), aliquid (Etwas), bonum (Gutes), verum (Wahres), zum Teil auch pulchrum (Schönes).

Methodische Ansätze

Methodisch geht die klassische Ontologie oft den Weg über die Sprache, in der sie den Niederschlag des Wirklichen und Nichtwirklichen wiederzufinden glaubt. Diesen Weg, den schon Aristoteles in seiner Kategorienschrift gegangen ist, beschreiten Theoretiker, die ganz unterschiedliche erkenntnistheoretische Grundpositionen einnehmen, wie realistische und konstruktivistische Positionen bezüglich bestimmter Gegenstände. Der realistische Ansatz wird historisch unter anderem mit dem Namen Aristoteles verknüpft und nimmt an, dass die Grundstrukturen der Realität sich in der Erfahrung prinzipiell verlässlich abbilden und in sprachlicher Form angemessen aussagbar sind. Antirealistische (auch konstruktivistische) Ansätze lehren beispielsweise, dass die Grundstrukturen des Seienden nur Projektionen des Denkens über die Sprache in die Welt sind. Wie die Wirklichkeit unabhängig von unserer Erkenntnis von ihr beschaffen ist, sei uns entweder nicht zugänglich oder, wie radikalere Vertreter dieser Position lehren, überhaupt eine sinnlose Frage, da „die Welt“ schlicht jene sei, die man konstruiere. Hin und wieder werden konstruktivistische Motive etwa auf Gedanken Immanuel Kants zurückgeführt. Obgleich beide erkenntnistheoretischen Rahmentheorien sich unversöhnlich gegenüberstehen, kann der beschreibende Inhalt der Ontologie mit ihnen übereinstimmen, wobei es nach antirealistischer Position nur um die Strukturen geht, die man wahrnehmen kann und nicht zugleich auch jene, die unabhängig von einem Beobachter in der Welt vorliegen.

Ontologische Grundbegriffe

Sein

In der ontologischen Tradition gilt „Sein“ als der zentrale Grundbegriff. Grundsätzlich können drei Verwendungsweisen des Begriffs „Sein“ unterschieden werden, die sich bereits bei Platon finden[5]: Existenz („cogito, ergo sum“) , Identität („Kant ist der Verfasser der Kritik der reinen Vernunft“) und Prädikation („Peter ist ein Mensch“).[6]

Die geläufigste Verwendung des Wortes „ist“ ist die Verwendung im Sinne der Prädikation. Nach klassisch-aristotelischer Auffassung, die bis ins 19. Jahrhundert bestimmend geblieben ist, bezieht das Wort „ist“, verstanden als Kopula der Aussage, das Prädikat auf das Subjekt. In Orientierung an dieser sprachlichen Form kommt Aristoteles zu seiner Ontologie, wonach die Welt aus Substanzen und deren Attributen besteht. In diesem Modell wird durch das Prädikat einem Individuum eine allgemeine Eigenschaft zugesprochen.

In der Analytischen Philosophie wird das „ist“ des Aussagesatzes nicht mehr als Kopula verstanden, sondern als Teil des Prädikats. In diesem Verständnis steht das „ist“ für eine bestimmte Verbindung, die Beziehung, die das Individuum mit der Eigenschaft verbindet (Exemplifikation). Im Zentrum der Betrachtung steht der Satz als Ganzes, der sich auf einen Sachverhalt bezieht.

Kategorien

Unter Kategorien (griechisch: kategoria eigentlich „Anklage“, später „Eigenschaft“ oder „Prädikat“) versteht man im logischen Verständnis Grundbegriffe, innerhalb der Ontologie und Metaphysik Grundmerkmale des Seienden. Da das Verb kategorein ins Lateinische übersetzt praedicare lautet, heißen Kategorien gerade auch im Mittelalter Prädikamente.

Nach Aristoteles lässt sich eine Reihe allgemeinster ontologischer Begriffe ausmachen, denen zugleich höchste Gattungen des Seienden entsprechen – er nennt diese Kategorien und unterscheidet ihrer zehn. Sie sind vollständig disjunkt und insofern (im Gegensatz zu den Transzendentalien) keine allgemeinen Grundmerkmale alles Seienden. Die aristotelische Kategorienlehre ist bis in die Gegenwart prägend für zahlreiche ontologische Ansätze und wird auch heute noch von einigen Metaphysikern für fruchtbar gehalten, z.B. in der formalen Ontologie.[7]

Transzendentalien

Aristoteles hatte zehn Typen der Rede oder Struktur des Seienden unterschieden, die er Kategorien nannte, darunter die Substanz, die Quantität, die Qualität u.a. Autoren der lateinischen Scholastik des Mittelalters bezeichnen mit dem Ausdruck Transzendentalien (lateinisch transcendentalia, von transcendere „übersteigen“) Begriffe, die allem Seienden zukommen und daher die aristotelischen Kategorien umgreifen. Während Kategorien nur von bestimmten Seienden ausgesagt werden, kommen alle Transzendentalien jedem Seienden zu, werden aber von unterschiedlichen Seienden in unterschiedlicher Weise ausgesagt (Analogielehre). Als Transzendentalien gelten meist das Wahre (verum), das Eine (unum) und das Gute (bonum). In der klassischen Ontologie galten diese Transzendentalien untereinander als austauschbar: Was (in höchstem Maße) gut war, galt zugleich auch als (in höchstem Maße) wahr und schön, und umgekehrt. Im 13. Jh. wurde kontrovers diskutiert, wie diese transzendentalen Begriffe zu verstehen sind.[8]

Individuen

In der Ontologie ist „Individuum“ (das Unteilbare) ein Grundbegriff, der nicht durch andere ontologische Begriffe definiert ist. So haben Individuen zwar Charakteristika, man verwendet sie aber nicht zur Charakterisierung. Somit besitzen Eigennamen von Individuen keinen prädikativen Charakter. Weiter sind Individuen dadurch charakterisiert, dass sie nicht zur selben Zeit an verschiedenen Orten sein können. Weiter sind Individuen nach Gottlob Frege gesättigte Entitäten, das heißt sie sind Objekte, die in sich abgeschlossen sind, keiner weiteren Benennung bedürfen.

Mereologische Systeme

Die Mereologie (von griech. meros „Teil“) ist ein Teilgebiet der Ontologie und der angewandten Logik und befasst sich mit dem Verhältnis zwischen Teil und Ganzem. Topologische Begriffe wie „Rand“ und „Zusammenhang“ lassen sich mit mereologischen Mitteln untersuchen, woraus die Mereotopologie entsteht. Anwendungen finden sich unter anderem im Bereich der Künstlichen Intelligenz und der Wissensrepräsentation.

Problem- und Begriffsgeschichte

Obwohl der Begriff „Ontologie“ erst spät in der Geschichte der Philosophie eingeführt wird, wird ihr Gegenstand – das Seiende als Seiendes – bereits in der Antike behandelt.

Die Philosophie Heraklits (um 520-460 v. Chr) aus Ephesos zur Frage des Werdens und Seins stand im Gegensatz zu den Lehren des Parmenides (um 520-460 v. Chr) aus Elea. Während Heraklit die Wandelbarkeit alles Seienden mit seinem Grundsatz Alles fließt betonte, vertrat Parmenides die These Unwandelbarkeit des Seins, siehe Kap. Parmenides.[9]

Für Aristoteles (384-322 v. Chr.) hat die Metaphysik als „Erste Philosophie“ zugleich die Aufgabe, „das Seiende, rein insofern es ist, und die demselben zukommenden Bestimmungen zu betrachten“.[10] Diese „Erste Philosophie“ bildet einen eigenen Teil seiner Metaphysik. „Seins“- und „Gotteswissenschaft“ stehen dabei in einem polaren Zusammenhang.

Auch in der Philosophie des Thomas von Aquin (1225-1274) steht die Ontologie – bereits in expliziterer Form – der Lehre vom göttlichen Sein gegenüber, die aber nach wie vor zusammen die „reine“ oder „allgemeine“ Metaphysik ausmachen und gemeinsam die Grundlage der übrigen „metaphysisch“ genannten Disziplinen (Kosmologie, Psychologie etc.) darstellen. Bei Pererius (1535–1610) beginnen sich zu Beginn des 17. Jh. „Seins“- und „Gotteswissenschaft“ zu verselbständigen und werden als zwei verschiedene Wissenschaften nebeneinander geordnet: Erste Philosophie und allgemeine Wissenschaft auf der einen, Metaphysik im Sinne von Theologie auf der anderen Seite.

Goclenius (1547-1628) unterscheidet die Ontologie als „philosophia de ente“ aufgrund der Beziehung ihres Objekts zur Materie von der „scientia transnaturalis“ als Lehre von Gott und den Engeln.[11] Micraelius (1597-1658) bringt diese Spaltung für die Schulphilosophie des 17. Jh. exemplarisch zum Ausdruck. Er unterteilt die Metaphysik in eine „allgemeine, in der das Seiende in seinem abstraktesten Sinne und in völliger Indifferenz betrachtet wird„ und in eine „besondere Metaphysik, in der das Seiende in jenen Arten von Substanzen betrachtet wird, die von jeglicher Materie abgetrennt sind, wie es Gott, die Engel und die abgetrennte Seele sind“.[12] Der als „erste Philosophie“ aufgefasste Teil der Metaphysik erscheint bei ihm jetzt als die eigentliche Fortsetzung der „metaphysica generalis“, während die „theologia naturalis“ auf einen Bestandteil der „metaphysica specialis“ reduziert wird.

Bei Johannes Clauberg (1622-1665) bekommt die Ontologie als „metaphysica generalis“ einen umfassenden Status, der in gewisser Weise auch die „natürliche Theologie“ übergreift. Bei Leibniz erscheint diese dann als die „Wissenschaft vom Denkbaren ganz allgemein, insofern es ein solches ist“.[13]

Die endgültige Spaltung von Ontologie als übergreifender Metaphysik („metaphysica generalis“) und natürlicher Theologie (reduziert auf „metaphysica specialis“) wird schließlich von Christian Wolff (1679-1754) vollzogen. Bei ihm ist die Ontologie als „Erste Philosophie“ die Wissenschaft vom Seienden im Allgemeinen. Sie hat die Aufgabe, „durch begrifflich begründete Deduktion alle jene Bestimmungen (Prädikate) zu explizieren, die den Seienden als solchen zukommen können und die damit von höchster Allgemeinheit sind“.[14]

Kant (1724-1804) kritisiert die Ontologie als eine Disziplin, die ihren „stolzen Namen“ unrechtmäßig trägt und „sich anmaßt, von Dingen überhaupt synthetische Erkenntnisse a priori in einer systematischen Doktrin zu geben“, während doch „der Verstand a priori niemals mehr leisten könne, als die Form einer möglichen Erfahrung überhaupt zu antizipieren“. Deshalb muss der Anspruch der bisherigen Ontologie „dem bescheidenen, einer blossen Analytik des reinen Verstandes, Platz machen“.[15] Diese „Wissenschaft von den allgemeinsten Begriffen und Grundsätzen aller natürlichen und sittlichen Dinge überhaupt, ohne Objekte anzunehmen, die gegeben wären [...] berührt nicht das Übersinnliche“. Sie „wird Transzendental-Philosophie genannt, weil sie Bedingungen und ersten Elemente aller unserer Erkenntnis apriori enthält“.[16]

Für Hegel (1770-1831) hat zwar die ehemalige Metaphysik durch die kritische Philosophie „ihre Endschaft erreicht“.[17] Da aber „ein gebildetes Volk ohne Metaphysik“ wie ein „Tempel ohne Allerheiligstes“ sei[18], versucht Hegel, diese in seiner Seins- und Wesenslogik kritisch wieder herzustellen.

Der – vor allem in England und Frankreich verbreitete – empiristisch orientierte Materialismus des 17. und 18. Jh. weist Wolffs ontologisches System zurück. Für Ludwig Feuerbach (1804-1872), der den Materialismus in Deutschland als Gegenpol zur spekulativen Philosophie Hegels rezipiert, ist der „objektiv begründete Anfang, die wahre Basis der Philosophie, die Natur“.[19] Der Versuch, „das Seiende als solches“ abzuleiten, erscheint ihm erkenntnistheoretisch gesehen undurchführbar. Denn das „Denken ist aus dem Sein, aber das Sein nicht aus dem Denken. Sein ist aus sich und durch sich – Sein wird nur durch Sein gegeben, – Sein hat seinen Grund in sich“.[20]

Die zweite Hälfte des 19. Jh. ist größtenteils durch die Ablehnung des von Hegels spekulativ-dialektischen System gekennzeichnet. Die Ontologie wird mit einem Tabu belegt. Dominante Richtungen dieser Zeit sind der Positivismus und die Lebensphilosophie, die beide durch den Neukantianismus beeinflusst wurden.

In der Philosophie des 20. Jh. erwacht wieder ein gewisses Interesse an der Ontologie. In der Neuscholastik (Hans Driesch (1867-1941), Erich Becher (1882-1929) und Aloys Wenzl (1887-1967)) findet eine Auseinandersetzung mit der von Aristoteles geprägten Thomistischen System-Konzeption statt.

Alte und neue Ontologie

Unter alter Ontologie versteht man die hauptsächlich von Parmenides vertretene Richtung der Philosophie. Da diese Lehre das Sein verabsolutierte und das Nichts als undenkbar bezeichnete, wird solche Auffassung gern als positivistisch bezeichnet. Gegen solche Einstellung ist der Vorwurf des Szientismus erhoben worden. Die alte Ontologie ist auf der naturphilosophischen und kosmologischen Überzeugung der Unwandelbarkeit des Kosmos bzw. des Sternenhimmels entstanden, siehe → Mechanistisches Weltbild.[21] Nach Georgi Schischkoff beschränkte die alte Ontologie den Begriff der Realität auf Materialität. Das zeitlos Allgemeine und Unwandelbare galt in der alten Ontologie als Sein höherer Ordnung, ja als das allein wahre Sein. Die neue Ontologie hat einen viel umfassenderen Realtitätsbegriff, der sich auf eine Stufenordnung der realen Welt bezieht.[9] Nach Nicolai Hartmann hat sich gerade das, was einst als Reich der Vollkommenheit galt, das Reich der Wesenheiten, deren schwache und unvollkommene Abbilder die empirisch wahrnehmbaren Dinge sind, als das Reich des unvollständigen Seins erwiesen, das nur in der Abstraktion gebildet werden konnte. Dies sei der vielleicht greifbarste Gegensatz zwischen neuer und alter Ontologie.[22]

Wichtige Ansätze

Fast alle Philosophen thematisieren in ihrem Werk ontologische Fragestellungen. Dies gilt für neuzeitliche Denker wie die Existentialisten (z. B. Jean-Paul Sartre) ebenso wie für phänomenologische Denker wie Edmund Husserl, Martin Heidegger oder zahlreiche analytische Philosophen wie Willard Van Orman Quine und Peter Frederick Strawson, für antike Denker wie Platon, Aristoteles und Plotin oder Denker des Mittelalters wie zum Beispiel Thomas von Aquin.

Parmenides

Parmenides war einer der ersten, der eine ontologische Charakterisierung der grundsätzlichen Natur des Seins vornahm. Im Prolog oder Proömium seines Lehrgedichts Von der Natur beschreibt er, dass von nichts nichts kommt, und deshalb das Sein ewig ist. Daher sind unsere Meinungen über die Wahrheit oft falsch und trügerisch. Zwei Wege führen nach den Weisungen der Göttin zum Ziel: der Weg der Wahrheit und der Weg der Meinungen. Der erste stimmt mit der Einheit überein, der zweite mit der Vielheit. Er ist nur äußerer Schein.[23] Denken setzt Sein voraus.[24] Vieles in der westlichen Philosophie und Wissenschaft - einschließlich der grundlegenden Konzepte der Falsifizierbarkeit und des Energieerhaltungssatzes - sind aus dieser Ansicht hervorgegangen. Diese Wissenschaft postuliert, dass Sein das ist, was durch das Denken begriffen, erstellt oder besessen werden kann. Nach Parmenides kann es weder Leere noch Vakuum geben, und wahre Wirklichkeit kann weder entstehen noch vergehen. Vielmehr ist die Gesamtheit des Seienden ewig, einzig, gleichmäßig und unveränderlich, unbeweglich, wenn auch nicht unendlich.[25] Parmenides postuliert daher, dass der Wandel, wie er in der alltäglichen Erfahrung wahrgenommen wird, nur eine Illusion ist. Hierin stimmt er mit seinem Schüler Zenon von Elea überein, dem das Schildkrötenparadox zugeschrieben wird. Alles, was erfasst werden kann, ist nur Teil einer umfassenden Einheit. Diese Idee antizipiert das moderne Konzept einer letzten großen vereinheitlichenden Theorie, welche die gesamte Existenz im Sinne einer miteinander verbundenen sub-atomaren Wirklichkeit erklärt, die uneingeschränkt gilt.

Thomas von Aquin

Der Begriff des Seins bei Thomas von Aquin lässt sich folgendermaßen darstellen: Ein Kernelement der thomistischen Ontologie ist die Lehre von der analogia entis. Sie besagt, dass der Begriff des Seins nicht eindeutig, sondern analog ist, also das Wort „Sein“ einen unterschiedlichen Sinn besitzt, je nachdem, auf welche Gegenstände es bezogen wird. Danach hat alles, was ist, das Sein und ist durch das Sein, aber es hat das Sein in verschiedener Weise. In höchster und eigentlicher Weise kommt es nur Gott zu: allein er ist Sein. Alles andere Sein hat nur Teil am Sein und zwar entsprechend seinem Wesen. In allen geschaffenen Dingen muss also Wesen (essentia) und Existenz (existentia) unterschieden werden; einzig bei Gott fallen diese zusammen.

Schema der Ontologie des Thomas von Aquin

Auch die Unterscheidung von Substanz und Akzidenz ist für das System des Thomas bedeutend. Hierzu heißt es: „Accidentis esse est inesse“, also „Für ein Akzidenz bedeutet zu sein, an etwas zu sein“. In die gleiche Richtung geht sein „Accidens non est ens sed entis“, also „Ein Akzidenz ist kein Seiendes, sondern ein zu etwas Seiendem Gehörendes“.

Eine weitere wichtige Unterscheidung ist die von Materie und Form. Einzeldinge entstehen dadurch, dass die Materie durch die Form bestimmt wird (siehe Hylemorphismus). Die Grundformen Raum und Zeit haften untrennbar an der Materie. Die höchste Form ist Gott als Verursacher (causa efficiens) und als Endzweck (causa finalis) der Welt. Die ungeformte Urmaterie, das heißt der erste Stoff, ist die materia prima.

Um die mit dem Werden der Dinge zusammenhängenden Probleme zu lösen, greift Thomas auf die von Aristoteles geprägten Begriffe Akt und Potenz zurück. Weil es in Gott keine (substanzielle) Veränderung gibt, ist er actus purus, also „reine Wirklichkeit“.

Georg Wilhelm Friedrich Hegel

Georg Wilhelm Friedrich Hegel geht davon aus, dass im Erkenntnisprozess das Denken in der Beziehung zum Gegenstand erst seine Bestimmung erfährt und steht damit im Gegensatz zu Immanuel Kant, der das Denken unabhängig vom Erkenntnisgegenstand sieht. Denken und Gegenstand sind damit nicht mehr eigenständige Entitäten. In diesem Sinne verbindet Hegel die realistische und konstruktivistische Ontologie.

Edmund Husserl

Edmund Husserl spricht in seinen Ideen zu einer reinen Phänomenologie und phänomenologischen Philosophie (auch Ideen I) von Noesis und Noema als Grundmomenten der Gegenstandskonstitution und somit als Grenze des Sagbaren (siehe auch Ludwig Wittgenstein). So ist z. B das Noema der Wahrnehmung eines Baumes das „Baumwahrgenommene“. Dieses unterscheidet sich aber nun fundamental von dem Baum, der z. B. verbrennen kann, während die Baumwahrnehmung das nicht kann, da sie keine realen Eigenschaften besitzt. Allerdings besitzt die Baumwahrnehmung ihre eigene gegenständliche Sinnhaftigkeit: z. B. können Bäume wachsen, sind anzufassen etc. Der Baum wird also als etwas aufgefasst, das so und so strukturiert ist. Dass wir etwas als etwas vermeinen, ist der zentrale Gedanken Husserls, die sogenannte Intentionalität.

Der Stoff (griech.: hyle) unserer Wahrnehmung wird erst durch den intentionalen Akt als z. B. real, phantasiert, geträumt usw. gemeint. Was bedeutet, wir legen der Hyle einen Sinn bei. Nun bekommen nach Husserl z. B. die Gegenstände der Biologie ebenfalls einen Sinn beigelegt, z. B. „bewegt sich von selbst und reproduziert sich“. Die dahinter stehende Sinnhaftigkeit ist die sogenannte materielle Ontologie, die Husserl auch als regionale Ontologie bezeichnet. Nach Husserl sind diese regionalen Ontologien die Grundlage für die Wissenschaften, konstituieren sie doch erst den Gegenstandssinn der Themen der einzelnen Wissenschaften.

Nicolai Hartmann

Hartmann versucht einen Neubeginn der Ontologie durch eine strenge empirische Grundlage. Damit lehnt er die Ontologie als Wesenlehre (s. Husserl) ab und verzichtet auf jeden metaphysischen Anspruch. Im Gegensatz zur traditionellen Ontologie, die in der essentia die formgebende Kraft der Dinge sah, nimmt er das empirische Wissen als Grundlage, das gewissermaßen der Wirklichkeit die Strukturen abliest. Hartmann vertritt hiermit eine realistische Position. Es geht um das Erfassen von etwas, was vor und unabhängig einer Erkenntnis besteht. Hartmann unterscheidet zwei Seinsweisen: das reale Sein und das ideale Sein. Das reale Sein ist dabei wiederum in vier Seinsschichten oder Stufen geteilt: das Psychisch-materielle, das Organische, das Seelische und das Geistige, die nicht auf eine der niedrigeren Stufen zurückgeführt werden können. Ideales Sein sind bei Hartmann z. B. mathematische Formen und ethische Werte. Nicolai Hartmanns ontologisches Schichtenmodell gerät dabei an der Stelle in die Kritik, wo er von dem unintelligiblen Rest spricht. Gemeint ist damit die nicht zur völligen Aufklärung zu bringende Vielschichtigkeit der Welt. Damit aber versperrt er sich jeder möglichen monistischen Lösung.

Martin Heidegger

Martin Heideggers Werk ist in großen Teilen bestimmt von der Frage nach dem Sinn von Sein, also der Frage nach dem, was wir meinen, wenn wir sagen „ich bin, es ist, etc“, insbesondere in seinem ersten Hauptwerk Sein und Zeit. Nach Heidegger ist die Frage nach dem „Sinn von Sein“ selbst in der Geschichte der Metaphysik in Vergessenheit geraten (Seinsvergessenheit). Zwar habe Aristoteles in seiner Metaphysik eine Kategorisierung der verschiedenen Seinsregionen des Seienden geliefert, indem er die unabhängige Substanz von der abhängigen Akzidenz unterscheidet, die Frage nach dem Sinn von Sein selbst habe er aber nicht gestellt. Hier sieht Heidegger die Ursache dafür, dass die Frage nach dem Sinn von Sein hinter die Frage nach dem Seienden gerückt ist. Diese Thematik durchzieht seiner Meinung nach die gesamte Philosophiegeschichte (siehe auch ontologische Differenz).

Dem setzt Heidegger nun seine Fundamentalontologie entgegen. Heideggers Ansatz soll diese Frage neu stellen. Um jedoch diese Frage zu stellen (so seine Analyse der Fragestruktur in Sein und Zeit), muss neben dem Gefragten und dem Erfragten noch ein Befragtes betrachtet werden. Das Befragte wird aber dahingehend ausgesucht, dass es auch die Antwort geben könnte. Das einzige Wesen aber, das diese Frage überhaupt stellen und beantworten kann, ist der Mensch, „dem Sein, dem es in seinem Sein um sein Sein selber geht“ (so in Sein und Zeit). Gegen den Vorwurf, es handele sich bei seinem Ansatz um eine Anthropologie, setzt sich Heidegger zur Wehr: ihm gehe es um eine Klärung des Sinns von Sein durch den Durchgang durch die Befragung des Menschen.

Heidegger wird diesen Vorwurf seinerseits Jean-Paul Sartre machen.

Jean Paul Sartre

Jean-Paul Sartres Hauptwerk Das Sein und das Nichts hat den Untertitel „Versuch einer phänomenologischen Ontologie“. Der Untertitel zeigt den Anspruch des Werkes, Phänomenologie und Ontologie zu verbinden. Sartres Vorgehen ist dabei von einer „regressiven Analyse“ gekennzeichnet, die von der phänomenologischen Betrachtung einzelner Phänomene, z. B. Sprache, Angst, Freiheit etc. nach deren allgemeinen, ihnen zugrunde liegenden notwendigen Strukturen fragt: Was muss der Mensch sein, dass er Angst haben kann? Im Grunde ist die Betrachtung in Das Sein und das Nichts die Darstellung komplexer menschlicher Strukturen, als Ausdruck eines Seins, das einen besonderen Bezug zum Nichts hat, daher der Name des Werkes. Sartre unterscheidet hier zwischen dem menschlichen Sein, als einem Sein, das nicht ist, was es ist und das ist, was es nicht ist (für sich sein) und dem Sein, das ist, was es ist (an sich sein). Der beeindruckende Aspekt dieses Denkens für die anthropologische Betrachtung des Menschen liegt darin, dass Sartre den Menschen nicht als Komposition verschiedener Handlungen oder Eigenschaften denkt, sondern als eine Totalität: jede Handlung, jede Bewegung ist Ausdruck eines Gesamten, führt auf ein Ganzes zurück und enthüllt die Totalität des Seins des Einzelnen.

Ernst Bloch

Ausgehend von der Prozesshaftigkeit der Materie (vgl. auch Hegel) hat der marxistische Philosoph Ernst Bloch eine Ontologie des Noch-Nicht-Seins entwickelt. Das Sein ist bei ihm die Erfüllung des Wesens des Seienden, sein Zu-Sich-Selbst-Kommen, wobei dieses Selbst nicht vorher schon feststeht, sondern erst „herausprozessiert“ werden muss. Die Erfüllung einer Einheit des Seienden mit seinem inneren Wesen, seinem Sein, steht aber noch aus. Es ist nur indirekt als utopischer „Vor-schein“ und Tendenz in der Gegenwart anwesend und tritt als „Noch-Nicht-Bewusstes“ in Erscheinung. Sein ist also immer nur Noch-Nicht-Sein, das heißt stets auf eine Zukunft der Erfüllung hin gerichtet, die die Ursache des Werdens überhaupt ist. Materie ist „Materie nach vorwärts“, weil sie nach dem „vollen Sein“ drängt. Dieses volle Sein versteht Bloch stets geschichtlich und materialistisch als „Goldenes Zeitalter“, das im weitesten Sinne ein kommunistisches Zeitalter ist.

Analytische Ontologie

Meistens gleich

Fragen der Ontologie werden auch von analytisch geschulten Philosophen behandelt. In der Anfangsphase der analytischen Ontologie wurde dabei zumeist der Ansatz verfolgt, allgemeine Strukturen der Wirklichkeit mittels Sprachanalyse zu erfassen. In den letzten Jahrzehnten verfolgt die analytische Ontologie alle Fragen, die direkt mit Strukturen und allgemeinen Eigenschaften von Wirklichkeit zusammenhängen, ohne an bestimmte Einschränkungen wie diejenige sprachanalytischer Methodik gebunden zu sein. Die Themen neuerer analytischer Ontologie schließen weitgehend die klassischen Themen ein. Zu ihnen zählen unter anderem die grundlegenden Kategorien, also solche allgemeine Begriffe wie Ding, Eigenschaft oder Ereignis; ferner Begriffe wie Teil und Ganzes oder (un)abhängig, die Attribute bestimmter Entitäten sind. Dabei wird beispielsweise diskutiert, wie sich die verschiedenen Kategorien zueinander verhalten und ob sich eine Kategorie als fundamentale auszeichnen lässt. Sind einzelne Dinge etwa bloße Bündel von Eigenschaften? Kann es allgemeine Ideen oder Eigenschaften (Universalien) geben, die unabhängig von Dingen existieren? Braucht man eine eigene Kategorie des Ereignisses?

Auch in der analytischen Philosophie wird die Ontologie der Erkenntnistheorie (Epistemologie) entgegengestellt. Dies ermöglicht unter anderem, ontologische Fragen zu klären, ohne eine Vorentscheidung darüber zu treffen, ob die Ontologie „die Welt“ beschreibt, wie sie „an sich“ ist, oder nur, wie sie uns erscheint bzw. in unseren Theorien beschrieben wird. Bisweilen wird eine strikte Trennung zwischen Ontologie und Epistemologie auch kritisiert.

Willard Van Orman Quine

Willard Van Orman Quine ist ein Vertreter der analytischen Tradition und hat sich besonders mit dem Problem der Frage nach den Identitätsbedingungen für Entitäten der verschiedenen Kategorien beschäftigt. Die Frage lautet: Wie sind die Exemplare A und B der Kategorie X miteinander identisch bzw. wann unterschiedlich? Quines Antwort hierauf ist der berühmte Ausspruch „No entity without identity“. Ausgedrückt wird hier die Ansicht, dass wenn man eine Entität annimmt, man auch sagen können muss, wann Exemplare dieser Art auch identisch sind.

Daneben führte Quine in seinem Aufsatz „Was es gibt“ den Begriff der „ontologischen Verpflichtung“ (ontological commitment) ein und prägte in diesem Zusammenhang den Slogan „Sein ist, der Wert einer gebundenen Variable zu sein“. Die ontologischen Verpflichtungen, die Behauptungen mit sich bringen, sind die Objekte, die angenommen werden müssen, wenn sie wahr sind. Nach Quine enthalten Aussagen der Alltagssprache jedoch gelegentlich eine irreführende Bezugnahme auf angebliche Entitäten. Deutlich wird dies bei der Aussage „Pegasus existiert nicht“. Pegasus muss hier, wie es scheint, in einem gewissen Sinne bereits existieren, damit ihm die Existenz abgesprochen werden kann. Die eigentlichen ontologischen Verpflichtungen erschließen sich nach Quine erst, wenn solche trügerischen Gegenstandsbezugnahmen durch eine Überführung in die „kanonische Notation“ der Prädikatenlogik getilgt worden sind.

Literatur

Siehe auch Literatur zu Metaphysik.

Ältere und moderne Klassiker

  • Thomas von Aquin: Über Seiendes und Wesenheit. De ente et essentia. Lateinisch-Deutsch, mit Einleitung, Übersetzung und Kommentar herausgegeben von Horst Seidl, Meiner, Hamburg 1988, ISBN 3-7873-0771-0.
  • Ernst Bloch: Tübinger Einleitung in die Philosophie. Suhrkamp, Frankfurt am Main, neue erweiterte Ausgabe (!) 1970 (identisch mit Gesamtausgabe Band 13)
  • Georg Lukács: Ontologie – Marx. Zur Ontologie des gesellschaftlichen Seins. Die Ontologischen Grundprinzipien bei Marx. 1972.
  • Heinrich Rombach: Strukturontologie. Eine Phänomenologie der Freiheit. 2. unveränderte Auflage, 1988. Freiburg i.Br./München 1971, ISBN 3-495-47637-7.

Systematische Darstellungen und Handbücher

  • Artikel „Ontologie“ in:
    • Ritter/Gründer/Gabriel (Hrsg.): HWPh
    • Hans Jörg Sandkühler (Hrsg.:): Enzyklopädie Philosophie
    • Ders. (Hrsg.): Europäische Enzyklopädie zu Philosophie und Wissenschaften
  • David Malet Armstrong: Universals: an opinionated introduction, Westview 1989, ISBN 0-8133-0772-4 Zugleich eine sehr klare Einführung in Grundprobleme der systematischen Ontologie.
  • Hans Burkhardt, Barry Smith (Hrsg.): Handbook of Metaphysics and Ontology. Philosophica Analytica, München 1991, ISBN 3-88405-080-X
  • Jan Faye, Uwe Scheffler, Max Urchs: Things, Facts and Events. Rodopi, 2000, ISBN 90-420-1533-0 .
  • Reinhardt Grossmann: Die Existenz der Welt. Eine Einführung in die Ontologie, ontos, 2. Aufl. Frankfurt 2004, ISBN 3-937202-38-2
  • John Heil: From an ontological point of view. Oxford University Press, Oxford 2005, ISBN 0-19-925974-7
  • Michael Loux: Metaphysics – A Contemporary Introduction, London 3. Aufl. 2006
  • E.J. Lowe: A Survey of Metaphysics, Oxford 2002.
  • Uwe Meixner: Einführung in die Ontologie. Wissenschaftl. Buchges., Darmstadt 2004, ISBN 3-534-15458-4
  • Edmund Runggaldier, Christian Kanzian: Grundprobleme der analytischen Ontologie. Schöningh, Paderborn 1998, ISBN 3-506-99493-X
  • Benjamin Schnieder: Substanzen und (ihre) Eigenschaften. Eine Studie zur analytischen Ontologie. De Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-018155-X
  • Erwin Tegtmeier: Grundzüge einer kategorialen Ontologie. Dinge, Eigenschaften, Beziehungen, Sachverhalte. Alber, Freiburg u. München 1992 ISBN 3-495-47722-5
  • Béla Weissmahr: Ontologie, Kohlhammer, 2. Aufl. Stuttgart 1991, ISBN 3-17-011775-0

Zur Geschichte der Ontologie

  • Kevin Mulligan: A History of Early Analytic Metaphysics, in: Steven D. Hales (Hg.): Analytic Philosophy: Classic Readings, Belmont, Cal.; Wadsworth/Thomson Learning 2002, ISBN 0-534-51277-1, S. 83ff.

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Ontologie – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Ontology – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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Einzelnachweise

  1. Jacobo Lorhardo: "Theatrum philosophicum", Ogdoas Scholastica continens Diagraphen Typicam artium: Grammatices (Latinae, Graecae), Logices, Rhetorices, Astronomices, Ethices, Physices, Metaphysices, seu Ontologiae, 1. A. Sangalli 1606, hier 2. A. Basel; vgl. Joseph S. Freedman: Deutsche Schulphilosophie im Reformationszeitalter (1500-1650): ein Handbuch für den Hochschulunterricht, Münster, MAKS 1985; Jean-François Courtine: Suarez et le système de la métaphysique, Paris, Presses Universitaires de France 1990, 410 n. 6
  2. l.c., s.v. Ontologie 1. A. 1726, 2. A. 1733, ND dieser Thoemmes 2001.
  3. ibid. mit Verweis auf Chauvin, lexic. philosoph. 459 ed. 2 und Joh. Clauberg, oper. philos., 277
  4. Zur Herausbildung einer Unterscheidung in der Verwendung von „Metaphysik“ und „Ontologie“ vgl. Elisabeth Maria Rompe: Die Trennung von Ontologie und Metaphysik: Der Ablösungsprozess seine Motivierung bei Benedictus Pererius und anderen Denkern des 16. u. 17. Jahrhunderts. Universität Bonn, Bonn 1968 (Diss. 1967).
  5. Sophistes (237a-263e)
  6. Vgl. Albert Keller: Sein. In: Handbuch philosophischer Grundbegriffe. Kösel, München 1974
  7. Vgl. z.B. Barry Smith: Aristoteles 2002, in: Thomas Buchheim / Hellmut Flashar / R. A. H. King (Hgg.): Kann man heute noch etwas anfangen mit Aristoteles?, Meiner, Hamburg 2003, S. 3-38.
  8. Vgl. z.B. Jorge J. E. Gracia (Hg.): The Transcendentals in the Middle Ages, Topoi 11,2 (1992); Martin Pickave (Hg.): Die Logik des Transzendentalen, Miscellanea Mediaevalia Bd. 30, Berlin: De Gruyter 2003
  9. 9,0 9,1 Georgi Schischkoff (Hrsg.): Philosophisches Wörterbuch. Alfred-Kröner, Stuttgart 141982, ISBN 3-520-013215-5, (a) zu Lexikon-Stw. „Sein“: Seite 628; (b) zu Lexikon-Stw. „Ontologie“ Seite 503 f.
  10. Aristoteles Met. 1003a.
  11. Goclenius: Lexicon philosophicum (1613), S. 16
  12. Micraelius: Lexicon Philosophicum (1653), S. 654
  13. G.W. Leibniz: Opuscules et fragments inédits, Hildesheim (1966), S. 511
  14. Christian Wolff: Philosophia prima sive Ontologia. Methodo scientifica pertracta, qua omnis cognitionis humanae principia continentur (Frankfurt/ Leipzig 1730, 1736), §1
  15. Kant, KrV B 303/A 246
  16. Kant: Preisschrift über die Fortschritte der Metaphysik. In: Gesammelte Werke, Akademie Textausgabe, Berlin (1968), Bd. 20, S. 260.
  17. Hegel: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, Heidelberg 1975 (1817), § 18
  18. Hegel: Enzyklopädie der philosophischen Wissenschaften, Heidelberg 1975 (1817), S. 4
  19. Ludwig Feuerbach: Einige Bemerkungen über den ›Anfang der Philosophie‹ von Dr. J.F. Reiff. In: Ludwig Feuerbach Werke in sechs Bänden, Fft./M., Band 3, S. 133
  20. Ludwig Feuerbach: Vorläufige Thesen zur Reform der Philosophie. In: Ludwig Feuerbach: Kleine philosophische Schriften (1842-1845). Herausgegeben von Max Gustav Lange, Leipzig: Felix Meiner, 1950, S. 73
  21. Jürgen Habermas: Erkenntnis und Interesse. In: Technik und Wissenschaft als »Ideologie«. Suhrkamp, Frankfurt, Edition 287, 41970 (11968), [1965 Merkur] Seite 147 f.
  22. Nicolai Hartmann: Neue Wege der Ontologie. In: Systemat. Philos. 31949
  23. Luciano De Crescenzo: Geschichte der griechischen Philosophie. Die Vorsokratiker. Diogenes, Zürich 11985, ISBN 3-257 01703-0; Seite 113
  24. Parmenides, fr. 6, Nestle
  25. Pseudo-Plutarch: Stromata, 5
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