Glänzende Dolchschnecke

Glänzende Dolchschnecke
Glänzende Dolchschnecke (Zonitoides nitidus)

Glänzende Dolchschnecke (Zonitoides nitidus)

Systematik
Ordnung: Lungenschnecken (Pulmonata)
Unterordnung: Landlungenschnecken (Stylommatophora)
Überfamilie: Gastrodontoidea
Familie: Gastrodontidae
Gattung: Zonitoides
Art: Glänzende Dolchschnecke
Wissenschaftlicher Name
Zonitoides nitidus
(O. F. Müller, 1774)

Die Glänzende Dolchschnecke (Zonitoides nitidus) ist eine Schneckenart aus der Unterordnung der Landlungenschnecken (Stylommatophora). Sie kommt auch in Mitteleuropa vor. Die Art wurde 1774 von Otto Friedrich Müller unter dem Namen Helix nitida erstmals beschrieben.

Merkmale

Das Gehäuse ist niedrig-kegelförmig und rechts gewunden. Es misst 6 bis 7 mm im Durchmesser, bei einer Höhe bis 3,5 mm. Es hat 4,5 schwach gewölbte Umgänge, die weit gewunden sind. Dadurch entsteht ein vergleichsweise weiter Nabel (für eine Art der Familie der Dolchschnecken). Das Gehäuse ist rotbraun bis dunkelrotbraun; außen kräftig unregelmäßig gestreift und glänzend. Beim lebenden Tier fällt die Gehäusefarbe fast schwarz aus, da das Gehäuse durchscheinend ist und durch den schwarzen Körper des Tieres wesentlich dunkler erscheint. Kurz vor der Mündung scheint die orangerote Mantelranddrüse durch die Schale durch. Die Eier werden im Herbst abgelegt. Die kalkschaligen, etwas abgeplatteten Eier werden in kleinen Gelegen von 2 bis 8 Eiern abgelegt. Insgesamt werden drei bis vier derartige Gelege angelegt. Die Jungschnecken schlüpfen in Abhängigkeit von der Temperatur nach etwa 3 Wochen. Die Tiere sterben in der Regel im Spätherbst und nur die halbwüchsigen Jungtiere überwintern.

Vorkommen und Lebensweise

Die Art lebt auf nassen Wiesen, Schilfgürteln von Seen und Flüssen, an Sümpfen und in Auwäldern, meistens in der Nähe von Wasser. Die Tiere ernähren sich von verrottendem Pflanzenmaterial, Pilzen und Kräutern.[1] In der Regel werden sie ein Jahr alt, seltener auch 15 bis 16 Monate.

Verbreitung

Die Art kommt in ganz Europa mit Ausnahme von Nordskandinavien vor. Sie ist inzwischen auch nach Nordamerika verschleppt worden.

Einzelnachweise

  1. Frömming, S.105

Literatur

  • Rosina Fechter und Gerhard Falkner: Weichtiere. 287 S., Mosaik-Verlag, München 1990 (Steinbachs Naturführer 10) ISBN 3-570-03414-3
  • Ewald Frömming: Biologie der mitteleuropäischen Landgastropoden. 404 S., Duncker & Humblot, Berlin 1954.
  • Michael P. Kerney, R. A. D. Cameron & Jürgen H. Jungbluth: Die Landschnecken Nord- und Mitteleuropas. 384 S., Paul Parey, Hamburg & Berlin 1983, ISBN 3-490-17918-8

Weblinks

 Commons: Glänzende Dolchschnecke (Zonitoides nitidus) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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