CHO-Zellen

Adhärente CHO-Zellen in Zellkulturflasche (Phasenkontrast).
Stärkere Vergrößerung.

Als CHO-Zellen, abgekürzt von engl. Chinese Hamster Ovary, wird eine immortalisierte Zelllinie aus Ovarien des chinesischen Hamsters (Cricetulus griseus) bezeichnet, die in der Zellbiologie und Biotechnologie zur Produktion von rekombinanten Proteinen Verwendung findet. Es existieren verschiedene Zelllinien mit unterschiedlichen genetischen Veränderungen.

Die immortalisierte Zelllinie wurde ursprünglich 1957 von Theodore T. Puck aus einer Primärkultur von Ovarienzellen eines chinesischen Hamsters isoliert.[1][2]

Die CHO-Zelllinie ist eine der am häufigsten verwendeten Zelllinien in der biotechnologischen Produktion von Wirkstoffen wie beispielsweise therapeutische Antikörper. Nahezu 70 % aller rekombinant hergestellten Proteine mit Bestimmung zur therapeutischen Verwendung werden heutzutage in CHO-Zellen exprimiert.[3][4][5]

Literatur

  1. H.J. Tjio, T.T. Puck (1958): Genetics of somatic mammalian cells. II. chromosomal constitution of cells in tissue culture. In: J. Exp. Med. 108(2):259-271. PMID 13563760 doi:10.1084/jem.108.2.259
  2. T.T. Puck, S.J. Cieciura, A. Robinson (1958): Genetics of somatic mammalian cells. III. Long-term cultivation of euploid cells from human and animal subjects. In: J. Exp. Med. 108(6):945-956. PMID 13598821 doi:10.1084/jem.108.6.945
  3. K.P. Jayapal, K.F. Wlaschin, M.G.S. Yap, W-S. Hu (2007): Recombinant protein therapeutics from CHO cells - 20 years and counting. In: Chem. Eng. Prog. 103(7):40-47. PDF
  4. D.L. Hacker, M. De Jesus, F.M. Wurm (2009): 25 years of recombinant proteins from reactor-grown cells - where do we go from here? In: Biotechnol. Adv. 27(6):1023-1027. PMID 19463938 doi:10.1016/j.biotechadv.2009.05.008
  5. F.M. Wurm (2004): Production of recombinant protein therapeutics in cultivated mammalian cells. In: Nat. Biotechnol. 22(11):1393-1398. PMID 15529164 PDF

Weblinks

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