Basallamina

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Elektronenmikroskopische Aufnahme der Basallamina

Die Basallamina ist eine Proteinschicht. Sie grenzt Oberflächenepithelien gegenüber dem Bindegewebe ab, ist also "unter" dem Epithel zu finden. Es handelt sich dabei um eine spezialisierte extrazelluläre Matrix, welche als stabilisierende Schicht unter der Epithel-Zellschicht dazu dient, dass die Zellen dieser Schicht nicht auseinandergleiten. Außerdem hat sie Einfluss auf den Zellstoffwechsel, die Zellpolarität und die Zelldifferenzierung. Außerdem ist sie eine Leitschiene für Zellmigrationen. Die Basallamina ist nur im Elektronenmikroskop sichtbar und setzt sich aus einer hell erscheinenden Lamina rara (auch Lamina lucida genannt) und einer sich dunkel darstellenden Lamina densa zusammen. Unter der Basallamina folgt ein dichtes Netzwerk von retikulären Fibrillen, welches die Lamina fibroreticularis bildet. Im Lichtmikroskop sieht man die Basalmembran, welche sich aus der Basallamina und der Lamina fibroreticularis zusammensetzt.

Die Basallamina wird von den Epithelzellen aufgebaut und besteht aus zwei wesentlichen Anteilen: einerseits aus der Lamina rara und darunter, basal gelegen, der Lamina densa. Beide haben etwa eine Schichtdicke von 20 nm und bestehen hauptsächlich aus den Proteinen Kollagen Typ IV und Laminin, welches mit den extrazellulären Domänen der Integrine vernetzt ist, sowie Entactin (Nidogen) und Proteoglykane wie Perlecan. Darüber hinaus können weitere Proteine mit den angesprochenen Matrixkomponenten assoziiert sein.

Wenn man von der Basalmembran spricht, kommt noch eine weitere Schicht dazu. Es addiert sich auf der basalen Seite eine Lamina fibroreticularis, welche aus einem Netzwerk von retikulären kollagenen Fibrillen aufgebaut ist. Die als Summationseffekt zu betrachtende Schicht aus Lamina rara, Lamina densa und Lamina fibroreticularis hat eine Dicke von circa 1-2 μm. Die Basalmembran kann im Lichtmikroskop durch die PAS-Färbung sichtbar gemacht werden.

In verschiedenen Geweben gibt es strukturelle Unterschiede in der Zusammensetzung der Basalmembranen, die an die jeweiligen Anforderungen des Epithels angepasst sind. Vor allem kann hier die Zusammensetzung der Laminine stark variieren.

Die Basallamina umschließt zudem Muskelzellen und Nervenfasern. Weiße (univakuoläre, d.h. mit einer Fettvakuole) Adipozyten sind außerdem von einer basallaminaähnlichen Schicht umgeben.

Die Malignität vieler Tumorerkrankungen ist unter anderem auch dadurch gekennzeichnet, dass die entsprechenden Tumorzellen dazu in der Lage sind, die Basalmembranen - vornehmlich durch Matrix-Metallo-Proteinasen (MMPs) - enzymatisch zu zersetzen. Eine Invasion und Metastasierung der Tumorzellen in benachbarte Gewebe wird dadurch oftmals erst möglich.

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