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Tränendes Herz
Dicentra-spectabilis.jpg

Tränendes Herz (Lamprocapnos spectabilis)

Systematik
Eudikotyledonen
Ordnung: Hahnenfußartige (Ranunculales)
Familie: Mohngewächse (Papaveraceae)
Unterfamilie: Erdrauchgewächse (Fumarioideae)
Gattung: Lamprocapnos
Art: Tränendes Herz
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Lamprocapnos
Endl.
Wissenschaftlicher Name der Art
Lamprocapnos spectabilis
(L.) Fukuhara
Makro der Blüten
Weißes Tränendes Herz

Das Tränende Herz (Lamprocapnos spectabilis), auch Zweifarbige Herzblume oder Herzerlstock genannt, ist die einzige Art der monotypischen Gattung Lamprocapnos Endl. in der Familie der Mohngewächse (Papaveraceae). Sie wurde lange Zeit in die Gattung der Herzblumen (Dicentra) gestellt, bis molekulargenetische Untersuchungen aus dem Jahr 1997 zeigten, dass sie eigenständig ist. Das Tränende Herz ist eine beliebte Zierpflanze.

Merkmale

Das Tränende Herz ist eine ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 50 bis 90 Zentimeter erreicht. Es bildet eine Pleiokorm-Rübe aus. Die Blätter sind 20 bis 40 Zentimeter lang und zwischen 14 und 20 Zentimeter breit. Sie sind 2- bis 3-fach gefiedert. Die Endabschnitte sind gelappt bis fiederschnittig und 2 bis 3 Zentimeter lang.

Die Blüten sind am Grund herzförmig und messen 20 bis 27 × 18 bis 22 Millimeter. Je 8 bis 11 (selten 3 bis 15) Blüten sind in einer einseitswendig überhängenden Traube angeordnet. Die äußeren Kronblätter sind meist rosa, seltener weiß gefärbt und ihre Spitzen sind abstehend bis zurückgebogen.

Die Blütezeit reicht von Mai bis Juni, selten beginnt sie bereits im April.

Vorkommen

Das Tränende Herz kommt in Korea sowie im Norden und Westen der Volksrepublik China in lichten, feuchten Berg-Laubwäldern in Höhenlagen von 30 bis 2400 Meter vor.

Obwohl die Art eine sehr häufige Gartenpflanze ist, verwildert sie nur selten und es gibt nur wenige stabile neophytische Vorkommen.[1]

Systematik

Das Tränende Herz wurde lange in die Gattung der Herzblumen (Dicentra) gestellt, mit deren Vertretern sie vor allem die Blütenform gemeinsam hat. Die abweichende Anatomie der Samenschale legte jedoch nahe, die Art aus der Gattung auszugliedern. Eine molekulargenetische Untersuchung aus dem Jahr 1997 konnte die Frage dann klären. Seither wird die Art in die monotypische Gattung Lamprocapnos gestellt.

Nutzung

Das Tränende Herz wird verbreitet als Zierpflanze in Rabatten und Bauerngärten sowie als Schnittblume genutzt. Aufgrund seiner Beliebtheit wurde es Gegenstand vieler Züchtungen. Die Sorte 'Alba' zum Beispiel hat weiße Blüten.

Belege

Literatur

  •  Eckehart J. Jäger, Friedrich Ebel, Peter Hanelt, Gerd K. Müller (Hrsg.): Rothmaler Exkursionsflora von Deutschland. Band 5: Krautige Zier- und Nutzpflanzen. Spektrum Akademischer Verlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-8274-0918-8.
  •  Magnus Lidén, Tatsundo Fukuhara, Johan Rylander, Bengt Oxelman: Phylogeny and classification of Fumariaceae, with emphasis on Dicentra s. l., based on the plastid gene rps16 intron. In: Plant Systematics and Evolution. 206, Nr. 1-4, März 1997, S. 411-420, doi:10.1007/BF00987960.

Einzelnachweise

  1.  Sabine Brandes, Dietmar Brandes: Vorkommen und Verwilderung von Zierpflanzen in Dörfern dargestellt am Beispiel des westlichen Sachsen-Anhalt. In: Braunschweiger Naturkundliche Schriften. 4, Nr. 4, Oktober 1995, S. 913-923 (pdf).

Weblinks

 Commons: Tränendes Herz – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

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