Rupfung

Merlin rupft die Beute

Als Rupfung bezeichnet man die Nahrungsreste, die Prädatoren wie Greifvögel und Raubsäuger von ihrer Beute hinterlassen. Als Nahrungsrest verbleibt meist die Körperbedeckung des Beutetieres. Je nach Art der Beute handelt es sich dabei um Federn, Schuppen oder Haare. Hinzu kommen gelegentlich auch Skelett- und Darmreste, Schnäbel oder Füße.

Rupfungen sind häufig so charakteristisch, dass sie bestimmten Greifvögeln oder Raubsäugern zugeordnet werden können. So finden sich die Rupfungen des Seeadlers häufig auf Dünenhügeln oder anderen erhöhten Plätzen. Hat er Vögel geschlagen, dann rupft er das Kleingefieder oberflächlich. Die Flügel werden häufig ganz abgebissen. Beim Sperber liegen die Rupfplätze im Brutrevier und sind während der Fortpflanzungszeit häufig an den Plätzen, an denen das Männchen dem Weibchen die Beute übergibt. Die Rupfplätze der Sperber sind meist erhöhte Stellen wie Stubben, umgeknickte Bäume oder Holzstapel. Zu den Rupfungen zählen die Beine, Schnäbel und Innereien ihrer Beute. Im Revier weit verstreute Rupfungen sind während der Bettelflugzeit der Jungsperber charakteristisch.

Rupfung eines Mäusebussard an Uhubrutplatz im Sauerland

Literatur

  • Wolf-Dieter Busching: Einführung in die Gefieder- und Rupfungskunde, Aula Verlag, Wiebelsheim 2005, ISBN 3-89104-695-2

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