Efeutute


Efeutute

Epipremnum aureum 'Variegata'

Systematik
Monokotyledonen
Ordnung: Froschlöffelartige (Alismatales)
Familie: Aronstabgewächse (Araceae)
Unterfamilie: Monsteroideae
Gattung: Efeututen (Epipremnum)
Art: Efeutute
Wissenschaftlicher Name
Epipremnum aureum
(Linden & André) G.S. Bunting

Efeutute (Epipremnum aureum, Syn.: Epipremnum pinnatum (L.) Engl. 'Aureum', Pothos aureus Linden & André, Scindapsus aureus (Linden & André) Engl., Rhaphidophora aurea (Linden & André) Birdsey, Epipremnum mooreense Nadeaud) ist eine Pflanzenart aus der Familie der Aronstabgewächse (Araceae). Diese Art wurde sehr oft umbenannt und unter anderem in die Gattungen Pothos, Rhaphidophora, Scindapsus und Monstera eingeordnet, sie wird auch unter diesen Namen als Zimmerpflanze gehandelt.

Verbreitung

Als Verbreitungsgebiete werden angegeben: Bangladesch, Indien (Andamanen), Myanmar, Thailand, Vietnam, Volksrepublik China (Hainan, Hongkong), Taiwan, Japan (Ryukyu-Inseln, Ogasawara-Inseln, Bonin-Inseln), Malaysia (die Halbinsel, Sabah und Sarawak), Singapur, Indonesien (Java, Maluku, Nusa Tenggara, Sulawesi, Sumatra), Philippinen, Salomonen, Vanuatu, Neukaledonien, Neuguinea, Australien (Queensland), Marshallinseln, Palau, Fidschi, Tonga, Cookinseln, Westsamoa.

Beschreibung

Eine Efeutute in ihrem natürlichen Habitat.

Die Efeutute ist eine Kletterpflanze, die mittels Luftwurzeln bis in Höhen um 20 Meter an Bäumen oder anderen Stützen emporwächst und dabei bis zu 4 cm dicke Sprossachsen entwickelt. Diese ausdauernde krautige Pflanze ist immergrün. Die wechselständigen Laubblätter sind gestielt und haben eine herzförmige Blattspreite, vollkommen bei Jungpflanzen, bei älteren Pflanzen jedoch unregelmäßig geteilt, bis zu 100 cm lang und 45 cm breit (junge Blätter viel kleiner, typischerweise weniger als 20 cm lang).

Die Blüten werden an einem bis zu 23 cm langen Kolben (Spadix) mit Spatha gebildet (sie blühen aber selten).

Verwendung

Die Efeutute ist eine beliebte Zimmerpflanze, von der einige Sorten mit zusätzlich weißer, gelber oder hellgrüner Blattfärbung existieren. In privaten und öffentlichen Gebäuden wird sie aufgrund ihrer geringen Pflegeansprüche und des attraktiven Laubs oft als Zierpflanze eingesetzt. In tropischen Ländern ist sie in vielen Parks und Gärten zu finden und neigt in diesen Ländern zum Verwildern. Sie ist nicht frostresistent. Als Zimmerpflanze kann die Efeutute horizontal oder vertikal wachsen, muss aber stets gestützt werden. Die Pflanze gedeiht im Zimmer auch an sehr schattigen Orten, an denen viele andere Zimmerpflanzen wegen Lichtmangels eingehen. Die Efeutute wird meist vegetativ durch Kopf- oder Stammstecklinge vermehrt.

In der Süßwasseraquaristik wird die Efeutute zur Verbesserung der Wasserqualität genutzt, indem man sie ins Aquarium wurzeln lässt. Sie entzieht dem Aquarienwasser insbesondere Phosphate und Nitrate. Besonderer Beliebtheit erfreut sich die Efeutute auch bei Freunden der Terraristik.

Einer Untersuchung der NASA zufolge absorbiert die Efeutute ein besonders hohes Maß an Luftschadstoffen, beispielsweise Benzol. [1]

Quellen

Einzelnachweise

Weblinks

Commons: Efeutute – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Die News der letzten Tage

06.12.2022
Biodiversität | Ökologie
Es geht ums Ganze beim Erhalt der biologischen Vielfalt
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Forschungsnetzwerks Biodiversität sowie Kolleginnen und Kollegen haben eine Liste konkreter Handlungen zum aktiven Schutz der biologischen Vielfalt vorgelegt.
05.12.2022
Botanik | Ökologie
Wie das Mikrobiom der Pflanzen mit dem Samen vererbt wird
Erst kürzlich konnten Forschende experimentell nachweisen, dass über den Samen Mikroorganismen von einer Pflanzengeneration zur nächsten vererbt werden.
05.12.2022
Biochemie | Bioinformatik | Mikrobiologie
Wie man zwei Milliarden Jahre zurückgeht und ein altes Enzym rekonstruiert
Forscher:innen der Universität Leipzig haben ein Rätsel in der Evolution von bakteriellen Enzymen gelöst.
02.12.2022
Ethologie | Säugetierkunde
Markierungsbäume von Geparden sind Hotspots der Kommunikation – auch für andere Tierarten
Markierungsbäume sind für Geparde wichtige Hotspots der Kommunikation: Dort tauschen sie über Duftmarken, Urin und Kot Informationen mit anderen und über andere Geparde aus.
02.12.2022
Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Ökologie
DBU: Weltbodentag am 5. Dezember
Mittlerweile leben acht Milliarden Menschen auf der Welt und Ernährungssicherung wird zu einer dringendsten Herausforderungen unserer Zeit.
01.12.2022
Physiologie
Altern Frauen anders als Männer?
Studien an Fruchtfliegen zeigen, wie das biologische Geschlecht die Wirkung des derzeit vielversprechendsten Anti-Aging-Medikaments Rapamycin beeinflusst.
29.11.2022
Ethologie | Zoologie
Geschlechterrollen im Tierreich hängen vom Verhältnis von Weibchen und Männchen ab
Wie wählerisch sollten Weibchen und Männchen sein, wenn sie einen Partner auswählen?
28.11.2022
Ökologie | Paläontologie | Säugetierkunde
Fossil aus dem Allgäu: Biber leben seit mehr als 11 Millionen Jahren im Familen-Clan
Die Hammerschmiede im Allgäu, Fundstelle des Menschenaffen Danuvius, ist eine einmalige Fundgrube für Paläontologen: Bereits über 140 fossile Wirbeltierarten konnten hier geborgen werden.
28.11.2022
Anthropologie | Neurobiologie
Arbeitsgedächtnis: Vorbereitung auf das Unbekannte
Beim Arbeitsgedächtnis, oder auch Kurzeitgedächtnis genannt, galt lange die Theorie, dass seine Kernaufgabe die aktive Speicherung von Informationen über einen kurzen Zeitraum ist.
28.11.2022
Meeresbiologie | Ökologie
Offshore-Windparks verändern marine Ökosysteme
Der Ausbau von Offshore-Windparks in der Nordsee geht voran, doch die Konsequenzen für die marine Umwelt, in der sie errichtet werden, sind noch nicht vollständig erforscht.
25.11.2022
Evolution | Genetik | Neurobiologie
Was haben Oktopus und Mensch gemeinsam?
Kopffüßler sind hochintelligente Tiere mit komplexem Nervensystem, dessen Evolution mit der Entwicklung von auffällig viel neuer microRNA verbunden ist.