Wildpark Potzberg

Wildpark Potzberg
Vollständiger Name: Wildpark Potzberg
Besonderheiten: Greifvogelschau
Ort: Auf dem Potzberg 1
66887 Föckelberg
Fläche: 30 Hektar[1]
Eröffnung: September 1984[1]
Tierarten: Vögel, vor allem Greifvögel; große und mittelgroße Säugetiere
Organisation
Leitung: Harald Schauß[2]
Trägerschaft: Verein zur Errichtung und zum Betrieb einer Freizeiteinrichtung mit Wildgehege auf dem Potzberg e. V.
Potzberg, Germany aerial view.JPG

Potzbergkuppe u. a. mit dem Wildpark, rechts oben die Gemeinde Föckelberg

http://wildpark.potzberg.de/
Wildpark Potzberg (Rheinland-Pfalz)
Wildpark Potzberg
49.5219444444447.4833333333333Koordinaten: 49° 31′ 19″ N, 7° 29′ 0″ O

Der Wildpark Potzberg ist ein Freizeit- und Tierpark im Nordpfälzer Bergland gut 20 Kilometer nordwestlich der Stadt Kaiserslautern (Rheinland-Pfalz).

Geographie

„Burg“ am Wildpark (Nordansicht)

Der Wildpark liegt auf der Kuppe des 562 Meter hohen Potzbergs, der zur Gemarkung der Gemeinde Föckelberg (Landkreis Kusel) gehört. Er wird über eine in den Jahren 1964/65 ausgebaute Straße erreicht. Die Gegend ist über die nahe Autobahn 62 (Nonnweiler–Landstuhl, Anschlussstellen 7 Kusel oder 8 Glan-Münchweiler) an den überregionalen Verkehr angebunden. Kleinräumig stehen die Bundesstraßen 420 und 423 sowie die Landesstraßen 367 und 364 zur Verfügung.

Dem Park benachbart sind auf der Kuppe des Potzberges zwei Türme sowie ein Gebäudeensemble, das „Burg“ genannt wird, weil es an eine Ritterburg erinnert. Allerdings wurde es erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts als Hotel erbaut.

Etwa fünf Kilometer vom Potzberg entfernt, auf der Trasse der ehemaligen Glantalbahn, wird zwischen Altenglan und Staudernheim Ausflugsverkehr mit Eisenbahn-Draisinen angeboten.

Anlage

Die anfangs 25 und mittlerweile etwa 30 Hektar große Anlage wird durch 10.000 Meter Zaunanlagen gegliedert. Sie bietet – neben dem durch die Höhenlage begünstigten Panorama des Nordpfälzer Berglandes mit einer Sichtweite von mehr als 30 Kilometern – als Hauptattraktion seit 1991 Greifvogelschauen. Dabei werden beispielsweise Stein-, Weißkopf- und Riesenseeadler, Bussard, Schwarzmilan, verschiedene Falkenarten, Andenkondor, Mönchsgeier, Gänsegeier und Uhu beim Flug auf scheinbare Beute präsentiert. Die Zahl der in Volieren gehaltenen Greifvögel stieg von 50 (im Jahr 2002) über 70 (2003) auf 120 im Jahr 2010.[1]

Zudem beherbergt der Park in weitläufigen und vorteilhaft in die Landschaft eingebetteten Gehegen größere Säugetiere, so Wisente, nachgezüchtete Auerochsen, Schottische Hochlandrinder, Waldtarpane, Przewalskipferde, Wildschweine, Hängebauchschweine, Rot-, Dam-, Sikahirsche und Rentiere[3] sowie Murmeltiere, Steinböcke, Gämsen und Elche. Ein Waldlehrpfad vermittelt allgemeine Kenntnisse über Tiere und Pflanzen. Die zentrale Fütterungsanlage mit Besuchertribüne besteht gänzlich aus dem Werkstoff Holz; wegen ihrer umweltfreundlichen und landschaftsgerechten Gestaltung erhielt sie 1985 den Holzbaupreis Rheinland-Pfalz.[1][4]

Für Kinder steht außer einem Spielplatz ein Streichelgehege mit Ziegen, Kaninchen, Pfauen, Störchen und Gänsen zur Verfügung.

Die Hütte zum Adlerblick, ein aus hellen Baumstämmen errichtetes Blockhaus mit zwei vorgelagerten Terrassen, von denen die obere teilweise unter dem Vordach liegt, beherbergt die Gastronomie.[5]

Geschichte

Erste Bestrebungen des Landkreises Kusel zur Errichtung des Wildparks hatte es bereits 1972 gegeben, als in einem Fremdenverkehrsgutachten eine solche Institution empfohlen wurde, um in der strukturschwachen Region den Tourismus zu fördern. Eröffnet wurde der Park im September 1984 nach mehr als zehnjähriger Planung und vierjähriger Bauzeit. Träger der Einrichtung ist der 1978 gegründete Verein zur Errichtung und zum Betrieb einer Freizeiteinrichtung mit Wildgehege auf dem Potzberg, der den Park im Dezember 1997 an ein privates Unternehmen verpachtet hat. Von diesem übernahm es 1998 der heutige Betreiber.[1]

2008 verendeten zwei Rentiere des Wildparks infolge von unsachgemäßer Fütterung durch Parkbesucher.[6] Von August 2011 bis Januar 2012 machte Elchkuh Natalie regional Schlagzeilen. Ein Sommergewitter hatte einen Baum entwurzelt, der beim Umstürzen den Zaun des Elchgeheges so beschädigte, dass die Elchkuh ihn übersteigen und das Parkgelände verlassen konnte. Obwohl sie in den Wäldern der Umgebung immer wieder gesehen wurde, schlugen alle Fangversuche fehl.[7] Die Wildparkverwaltung setzte schließlich auf Lockung durch Futter bei nächtlich geöffnetem Parktor, und am 12. Januar kehrte die Elchkuh freiwillig zurück.[8]

Weblinks

 Commons: Wildpark Potzberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 1,4 Wildpark Potzberg: Chronik des Wildparks Potzberg. Abgerufen am 8. Februar 2011 (Menüpunkt Chronik).
  2. Wildpark Potzberg: Impressum. Abgerufen am 9. Februar 2011 (Menüpunkt Impressum).
  3. westpfalz-journal.de: Wildpark Potzberg. Abgerufen am 4. August 2011.
  4. Den Holzbaupreis Rheinland-Pfalz verleiht lt. baunetz.de die Arbeitsgemeinschaft Holz e. V. in Zusammenarbeit mit der Architektenkammer Rheinland-Pfalz und dem Ministerium für Umwelt und Forsten.
  5. Wildpark Potzberg: Neue Gastronomie im Wildpark Potzberg. Abgerufen am 4. August 2011 (Menüpunkt Gastronomie).
  6. Wildpark Potzberg: Aktuelles. Abgerufen am 27. August 2012 (Menüpunkt Aktuelles).
  7. Neue Presse Hannover: Ausgebüxte Elchkuh Natalie streift durch die Pfalz – Narkosespezialist jagte schon Kuh Yvonne. 29. Oktober 2011, abgerufen am 27. August 2012.
  8. SWR4 Rheinland-Pfalz: Elchkuh zurück im Wildpark Potzberg: Natalie ist wieder da! 13. Januar 2012, abgerufen am 27. August 2012.



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