Westliche Pferdeenzephalomyelitis

Klassifikation nach ICD-10
A83.1 Westliche Pferdeenzephalitis (Western-Equine-Encephalitis)
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Die Westliche Pferdeenzephalomyelitis (engl. Western Equine Encephalomyelitis, WEE) ist eine tödlich verlaufende Viruserkrankung der Pferde, die wie alle Pferdeenzephalomyelitiden zu den anzeigepflichtigen Tierseuchen gehört. Sie ist auch auf den Menschen übertragbar (Zoonose) und kann eine ebenfalls tödliche Erkrankung auslösen.

Erreger

Der Erreger der Erkrankung ist das Western Equine Encephalitis Virus (WEEV) aus der Gattung Alphavirus der Familie der Togaviridae, das eng mit dem Erreger der Östlichen Pferdeenzephalomyelitis verwandt ist. Es gibt einige Varianten des Virus, man nimmt an, dass sie eine Rekombinante des Sindbisvirus and Eastern Equine Encephalitis Virus ist. Die Erkrankung kommt im Nordamerika westlich des Mississippi River, in Mexiko und in Südamerika vor.

Als Hauptüberträger fungieren Mücken der Gattungen Culex und Aedes sowie Zecken (Dermacentor andersoni). Als Virusreservoir dienen Wildvögel, bei denen die Infektion aber stumm oder harmlos verläuft.

Klinik

Infektionen treten vor allem im Sommer und Frühherbst auf, wenn die Stechmücken aktiv sind. Die Erkrankung verläuft zumeist milder als die Östliche Pferdeenzephalomyelitis.

Die Inkubationszeit beträgt 1 bis 7 Tage. Klinisch treten Fieber, Abgeschlagenheit, Fressunlust, schlafähnliche Zustände, Lähmung des Rachens und der Gliedmaßen, Koordinierungsstörungen und Festliegen auf. Die Mortalität bei Pferden beträgt 20–30 %, der Tod tritt gewöhnlich innerhalb von 2 bis 7 Tagen ein. Beim Menschen endet die Erkrankung in etwa 10 % der Fälle tödlich.

Bekämpfung

Eine wirksame Therapie oder vorbeugende Impfung gibt es nicht.

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