Remoxiprid

Strukturformel
Strukturformel von Remoxiprid
Allgemeines
Freiname Remoxiprid
Andere Namen

IUPAC: (S)-3-Brom-N-(1-ethyl-2-pyrrolidinylmethyl)- 2,6-dimethoxybenzamid

Summenformel
  • C16H23BrN2O3 (Remoxiprid)
  • C16H23BrN2O3 (Remoxiprid·Hydrochlorid·Monohydrat)
CAS-Nummer
  • 80125-14-0 (Remoxiprid)
  • 117591-79-4 (Remoxiprid·Hydrochlorid·Monohydrat)
PubChem 54477
ATC-Code

N05AL04

DrugBank DB00409
Arzneistoffangaben
Wirkstoffklasse

Atypisches Neuroleptikum

Verschreibungspflichtig: Ja
Eigenschaften
Molare Masse
  • 371,27 g·mol−1 (Remoxiprid)
  • 425,75 g·mol−1 (Remoxiprid·Hydrochlorid·Monohydrat)
Schmelzpunkt

173 °C [1]

Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine Einstufung verfügbar

H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
Keine Einstufung verfügbar
R- und S-Sätze R: nicht bekannt
S: nicht bekannt
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden


Remoxiprid ist ein atypisches Neuroleptikum, das Anfang der 1990er Jahre in der Psychiatrie eingesetzt wurde. Von der chemischen Struktur ist es ein Benzamid.

Geschichte

Remoxiprid war von 1991 bis Ende 1993 für die Therapie schizophrener Psychosen zugelassen. Der Handelsname des Originalpräparats war ROXIAM®; die tägliche Dosis betrug 150–450 mg (max. 600 mg) in Form von Kapseln zum Einnehmen, auch eine Injektionslösung war verfügbar.

Marktrücknahme

Ende 1993 wurde ROXIAM durch die Herstellerfirma weltweit vom Markt genommen, als der Widerruf der behördlichen Zulassung für Remoxiprid drohte. Anlass waren tödlich verlaufene Fälle von aplastischer Anämie, einer Schädigung der Blutbildung im Knochenmark, die durch Remoxiprid verursacht wurden (Risiko 1 zu 2000). Das Nutzen-Risiko-Verhältnis dieses niedrigpotenten Neuroleptikums war daher eindeutig negativ.

Einzelnachweise

  1. The Merck Index. An Encyclopaedia of Chemicals, Drugs and Biologicals. 14. Auflage, 2006, S. 1401, ISBN 978-0-911910-00-1.
  2. 2,0 2,1 In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
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