Myomyscus

Myomyscus
Systematik
Überfamilie: Mäuseartige (Muroidea)
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Praomyini
Stenocephalemys-Gruppe
Gattung: Myomyscus
Wissenschaftlicher Name
Myomyscus
Shortridge, 1942

Myomyscus (früher Myomys) ist eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Altweltmäuse (Murinae). Die Gattung umfasst vier Arten.

Diese Nagetiere erreichen eine Kopfrumpflänge von 8 bis 12 Zentimetern, hinzu kommt noch ein 8 bis 15 Zentimeter langer Schwanz. Ihr Gewicht beträgt 20 bis 45 Gramm. Ihr Fell ist an der Oberseite gelbgrau bis schwarzgrau gefärbt, die Unterseite ist weiß oder hellgrau. Der Kopf ist zugespitzt, die Ohren sind groß und rundlich und der Schwanz ist länger als der Rumpf.

Die Tiere sind in Arabien sowie im östlichen und südlichen Afrika verbreitet. Ihr Lebensraum sind eher trockene Savannen und Buschländer, manchmal auch Wälder. Sie sind nachtaktiv und halten sich meist am Boden auf. Ihre Ernährung ist variabel, sowohl Insekten als auch grüne Pflanzenteile können auf ihrem Speiseplan stehen.

Laut Angaben der IUCN ist keine der vier Arten gefährdet.

Systematik

Die Systematik dieser Gattung ist nicht unumstritten. Wilson und Reeder (2005) listen vier Arten:

  • Myomyscus angolensis lebt im westlichen Angola.
  • Myomyscus brockmani ist vom südlichen Sudan bis Tansania verbreitet.
  • Myomyscus verreauxii ist im südwestlichen Südafrika endemisch.
  • Myomyscus yemeni bewohnt das südwestliche Saudi-Arabien sowie den Jemen.

Mehrere weitere Arten, die früher zu dieser Gattung gezählt wurden, werden heute in Mastomys oder Stenocephalemys gelistet. Da auch die Typusart der Gattung Myomys einer anderen Gattung zugeschlagen wurde, war eine Änderung des Gattungsnamens notwendig.

Innerhalb der Altweltmäuse ist die Gattung Teil der Stenocephalemys-Gruppe.

Literatur

  • Ronald M. Nowak: Walker’s Mammals of the World. Johns Hopkins University Press, 1999, ISBN 0801857899
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.

Weblinks

  • Myomyscus in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 15. Oktober 2009

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