Hohes Holz

Das Hohe Holz ist das einzige größere Waldgebiet in der sonst waldarmen, landwirtschaftlich intensiv bewirtschafteten westlichen Magdeburger Börde in Sachsen-Anhalt. Das Gebiet bildet den südlichen Teil eines Höhenzuges, der sich vom Lappwald im Norden bis zum Bodeknie nahe Oschersleben (Bode) erstreckt. Begrenzt wird dieser Höhenzug im Nordosten von der oberen Aller. Drei Quellbäche der Aller entspringen am Nordhang des Hohen Holzes.

Die höchste Erhebung im Hohen Holz ist der Edelberg mit 209 m ü. NN. Die wenige Kilometer südlich fließende Bode befindet sich auf ca. 80 m ü. NN. Politisch gehört das Gebiet des Hohen Holzes zu den Gemeinden Ausleben, Eggenstedt, Stadt Oschersleben (Bode) und Wormsdorf im Landkreis Börde.

Das als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesene Hügelland umfasst ca. 15 km². Im Inneren des vorwiegend buchenbestandenen Waldgebietes wurde ein etwa 150 ha großes Naturschutzgebiet eingerichtet.

Zum artenreichen Pflanzenbestand im Hohen Holz zählen Anemonen, Leberblümchen, Waldmeister, Schlüsselblumen, Maiglöckchen, Enzian, Hyazinthen sowie einige Orchideenarten (Purpur-Knabenkraut, Geflecktes Knabenkraut, Vogel-Nestwurz).

Die Fauna des Gebietes umfasst unter anderem Mäusebussarde, Rotmilane, Habichte, Sperber und Graureiher sowie Füchse, Wiesel, Marder, Eichhörnchen und Dachse.[1]

Das Hohe Holz ist auch als Naherholungsgebiet und "grüne Lunge" in der Region ca. 30 km westlich von Magdeburg von großer Bedeutung. Neben einem Naturlehrpfad wurden in den letzten Jahren mehrere ausgeschilderte Rad- und Wanderwege angelegt bzw. ausgebaut.

Anmerkungen

Koordinaten: 52° 5′ 13″ N, 11° 12′ 30″ O

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