Thema der Biologie

Heute im BIO-UNTERRICHT: | Hafer ✔ |

Dieser Artikel behandelt die Pflanzengattung Hafer, für weitere Begriffe siehe Hafer (Begriffsklärung)

Hafer (Avena) ist eine Pflanzengattung in der Familie der Süßgräser (Poaceae). Für Hafer als Nutzpflanze siehe Saat-Hafer.

Beschreibung

Diese Rispengräser sind einjährige krautige Pflanzen. Der Halm ist hohl und rundlich. Hafer unterscheidet sich von anderen Getreidearten in der Form des Fruchtstandes, der als Rispe und nicht als Ähre ausgebildet ist, was zeigt, dass er in der Systematik weit entfernt von anderen Getreidearten steht. Im Gegensatz zu den anderen Nutzgetreidearten fehlen dem Hafer die Blattöhrchen. Die Blatthäutchen (Ligula) sind schmal bis mittelgroß, fransig und gezähnt.

Verbreitung

Das ursprüngliche Areal der Gattung reicht von den Kanaren über Nordwestafrika und Spanien durch das Mittelmeergebiet bis Vorderasien, dazu kommt noch Äthiopien. Die meisten biologischen Arten kommen in Südspanien und Nordwestafrika vor.

Saat-Hafer (Avena sativa)
Fruchtendes Ährchen des Tauben Hafers (Avena sterilis)

Arten

Es gibt etwa 23 Arten in dieser Gattung. Hier eine Auswahl:

  • Avena abyssinica Hochst.; Heimat: Äthiopien.
  • Bart-Hafer (Avena barbata Pott ex Link); Heimat: Nordafrika, Südeuropa, Asien, in Amerika , Südafrika und Australien eingeschleppt.
  • Kurz-Hafer (Avena brevis Roth), kommt auf den Kanaren, Azoren und Madeira vor und wurde in Spanien, Portugal, Frankreich und Großbritannien, seltener in Mitteleuropa kultiviert.
  • Mittelmeer-Hafer (Avena byzantina K.Koch), kommt im Mittelmeergebiet, in Vorderasien und Mittelasien bis nach Indien und in Nordwestafrika vor.
  • Flug-Hafer (Avena fatua L.); Heimat: Europa, Asien, kommt in Südafrika, Nordamerika, Mexiko, Australien und Neuseeland eingeschleppt vor.
  • Avena longiglumis Durieu; kommt in Portugal und Spanien wild vor.
  • Nackt-Hafer (Avena nuda L.); angebaut von Portugal bis Großbritannien und Deutschland, ist in Nord-, Mittel- und Osteuropa Getreideunkraut.
  • Saat-Hafer (Avena sativa L.), auch „Echter Hafer“ genannt, nur in Kultur bekannt.
  • Avena saxatilis (Lojac.) Rocha Afonso; Heimat: Liparische Inseln, Marettimo, Linosa.
  • Tauber Hafer (Avena sterilis L.); Heimat: Kanaren, Nordafrika, Äthiopien, Südeuropa, Vorderasien.
  • Sand-Hafer (Avena strigosa Schreb.), Heimat: Kanaren, Nordafrika, Mittelmeergebiet, Vorderasien, wird in Südwest- und Westeuropa angebaut, sonst seltener in Nord-, Mittel- und Osteuropa.

Nutzung

Der Saat-Hafer wird vor allem als Nahrungsmittel sowie als Tierfutter in Form von Haferflocken verwendet; auch für die Verwendung in der Medizin werden verschiedene Extrakte aus Hafer gewonnen (für Näheres siehe den Artikel Saat-Hafer).

Literatur

  • information.medien.agrar e.V. (Hrsg.): Pflanzen in der Landwirtschaft. 2004, PDF-Datei.
  •  Wilfried Seibel (Hrsg.): Warenkunde Getreide – Inhaltsstoffe, Analytik, Reinigung, Trocknung, Lagerung, Vermarktung, Verarbeitung. Agrimedia, Bergen/Dumme 2005, ISBN 3-86037-257-2.
  • Walter Erhardt, Erich Götz, Nils Bödeker, Siegmund Seybold: Der große Zander. Enzyklopädie der Pflanzennamen. Band 2. Arten und Sorten. Eugen Ulmer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-8001-5406-7.
  • Maria da Luz de Oliveira Tavares Monteiro da Rocha Afonso: Avena L. In:  T. G. Tutin, V. H. Heywood, N. A. Burges, D. M. Moore, D. H. Valentine, S. M. Walters, D. A. Webb (Hrsg.): Flora Europaea. Volume 5: Alismataceae to Orchidaceae (Monocotyledones). Cambridge University Press, Cambridge 1980, ISBN 0-521-20108-X, S. 206–208 (eingeschränkte Vorschau in der Google Buchsuche).
  • Hans Joachim Conert: Avena. In:  Gustav Hegi (Begr.), Hans Joachim Conert (Hrsg.): Illustrierte Flora von Mitteleuropa. Band I. Teil 3: Poaceae (Echte Gräser oder Süßgräser). 3., vollst. neubearb. Auflage. Parey Buchverlag, Berlin 1979–1998, ISBN 3-8263-2868-X, S. 212–227 (3. Lieferung, 1985).

Weblinks

Wiktionary Wiktionary: Hafer – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Commons: Hafer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Das könnte dich auch interessieren


Newsletter

Neues aus der Forschung