Discocactus bahiensis

Discocactus bahiensis
Discocactus bahiensis Blühende Typusart aus dem New York Botanical Garden (April 1916)

Discocactus bahiensis
Blühende Typusart aus dem New York Botanical Garden
(April 1916)

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Trichocereeae
Gattung: Discocactus
Art: Discocactus bahiensis
Wissenschaftlicher Name
Discocactus bahiensis
Britton & Rose

Discocactus bahiensis ist eine Pflanzenart aus der Gattung Discocactus in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton bahiensis verweist auf das Vorkommen im brasilianischen Bundesstaat Bahia.[1]

Beschreibung

Discocactus bahiensis wächst einzeln, mit stark bedornten, niedergedrückt kugelförmigen bis kugelförmigen Körpern, die Durchmesser von 8 bis 18 Zentimetern erreichen. Es sind 10 bis 15 Rippen vorhanden. Die 5 bis 13 rückwärts gebogenen Dornen sind bis zu 3 Zentimeter lang. Das vorstehende Cephalium ist aus weißer Wolle und einigen kurzen Borsten gebildet. Die schlank trichterförmigen, gelblich weißen Blüten sind 4 bis 5 Zentimeter lang. Die Früchte sind klein.

Systematik, Verbreitung und Gefährdung

Discocactus bahiensis ist im brasilianischen Bundesstaat Bahia verbreitet. Die Erstbeschreibung erfolgte 1922 durch Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose.[2] Es werden die folgenden beiden Unterarten unterschieden:

  • Discocactus bahiensis subsp. bahiensis
  • Discocactus bahiensis subsp. subviridigriseus

Discocactus bahiensis wird in Anhang I des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen geführt. In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird sie als „Endangered (EN)“, d.h. stark gefährdet eingestuft.[3]

Nachweise

Literatur

  •  Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2005 (übersetzt von Urs Eggli), ISBN 3-8001-4573-1, S. 179–180.
  •  N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band IV, The Carnegie Institution of Washington, Washington 1923, S. 220.

Einzelnachweise

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Springer, Berlin/Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-05597-3, S. 21.
  2. The Cactaceae. Band 3, 1922, S. 220.
  3. Discocactus bahiensis in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Taylor, N.P., 2002. Abgerufen am 30. Januar 2010

Weiterführende Literatur

  • Andreas Hofacker: Der Formenkreis um Discocactus bahiensis Britton & Rose in Bahia, Brasilien. In: Kakteen und andere Sukkulenten. Band 53, Nummer 8, 2002, S. 200–205.

Weblinks

 Commons: Discocactus bahiensis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Die News der letzten Tage

22.06.2022
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Insektenkunde
Forschung mit Biss
Wie stark können Insekten zubeißen?
21.06.2022
Klimawandel | Meeresbiologie
Algenmatten im Mittelmeer als Zufluchtsort für viele Tiere
Marine Ökosysteme verändern sich durch den Klimawandel, auch im Mittelmeer.
21.06.2022
Taxonomie | Meeresbiologie
Korallengärten auf der „Mauretanischen Mauer“ entdeckt
Wissenschaftler*innen haben eine neue Korallenart entdeckt: Die Oktokoralle Swiftia phaeton wurde auf der weltweit größten Tiefwasserkorallenhügelkette gefunden.
20.06.2022
Genetik | Insektenkunde
Was ein Teebeutel über das Insektensterben erzählen kann
Man kennt die Szenerie aus TV-Krimis: Nach einem Verbrechen sucht die Spurensicherung der Kripo bis in den letzten Winkel eines Tatorts nach DNA des Täters.
20.06.2022
Mikrobiologie | Physiologie | Primatologie
Darmflora freilebender Assammakaken wird im Alter einzigartiger
Der Prozess ist vermutlich Teil des natürlichen Alterns und nicht auf eine veränderte Lebensweise zurückzuführen.
20.06.2022
Botanik | Evolution
Das Ergrünen des Landes
Ein Forschungsteam hat den aktuellen Forschungsstand zum Landgang der Pflanzen, der vor rund 500 Millionen Jahren stattfand, untersucht.
17.06.2022
Anatomie | Entwicklungsbiologie
Das Navi im Spermienschwanz
Nur etwa ein Dutzend der Millionen von Spermien schaffen den langen Weg durch den Eileiter bis zur Eizelle.
15.06.2022
Botanik | Klimawandel
Trotz Klimawandel: Keine Verschiebung der Baumgrenze
Die Lebensbedingungen für Wälder in Höhenlagen haben sich in den vergangenen Jahrzehnten infolge des Klimawandels signifikant verändert.