Barmer Wald

Die Jahrhunderteiche am Jahrhundertplatz
Bachaue des Murmelbachs
Wege im Barmer Wald

Der Barmer Wald ist ein Erholungswald im Wuppertaler Stadtbezirk Heckinghausen. Er bildet den südlichen Teil der Barmer Anlagen des Barmer Verschönerungsvereins.

Lage

Das von vielen Wegen erschlossene Waldgebiet ist der Rest des mittelalterlichen, genossenschaftlich genutzten Barmer Gemarkenwaldes der Barmer Höfe. Er erstreckt sich von den Wuppertaler Südhöhen im Norden, wo er an die Parkanlagen der Barmer Anlagen grenzt, und fällt nach Süden in das naturgeschützte Murmelbachtal ab. Im Westen reicht er bis an das Villenviertel um den Toelleturm heran und läuft im Südwesten zu dem Vorwerk-Park hin aus. Der Süden des Waldes grenzt an den ehemaligen Standortübungsplatz Scharpenacken und die Siedlung Konradswüste am Hammesberg. Über das Tal des Murmelbachs hinweg reicht der Wald hinauf bis zur Kaiser-Wilhelm-Höhe auf dem Gipfel des Bergs Deisemannskopf (282 m), von dem das Gelände steil in Heckinghauser Wohngebiete abfällt. Der höchste Punkt des Waldes liegt auf 330 Meter über NN.

Sehenswürdigkeiten

Aufgrund der Nutzung als Erholungswald der Barmer Anlage ist der Wald mit einem dichten Wegenetz erschlossen. Kreuzungen, Plätze und Wege erinnern mit ihren Namen oft an Barmer Honoratioren wie die Bredthöhe an den Barmer Oberbürgermeister August Wilhelm Bredt (1817–1895) oder sind wie der Kuckucksweg oder der Waldweg nach natürlichen Gegebenheiten benannt. An dem Jahrhundertplatz wurde am 3. Februar 1908 zur Erinnerung an das 100-jährige Bestehen der Stadt Barmen die Jahrhunderteiche gepflanzt. Zahlreiche Gedenksteine wurden an Kreuzungspunkten aufgestellt. Im Wald liegt der Ehrenfriedhof Barmen, wo Gefallene der Weltkriege bestattet wurden.

Das naturgeschützte Tal des Murmelbachs ist dagegen weitestgehend naturbelassen, den Bachlauf begleiten zahlreiche Teiche. Das einzige Gebäude im Tal ist das Pilgerheim Murmelbachtal. Auf der Kaiser-Wilhelm-Höhe befand sich im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts ein Aussichtsturm. Im Barmer Wald sind noch als Bodendenkmal geschützte Reste der Barmer Linie der Bergischen Landwehr vorhanden.

Weblinks

51.2586111111117.2083333333333Koordinaten: 51° 15′ 31″ N, 7° 12′ 30″ O


Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

22.10.2021
Physiologie | Toxikologie | Insektenkunde
Summ-Summ-Summ, Pestizide schwirr´n herum
Was Rapsfelder und Obstplantagen schützt, bedeutet für manche Organismen den Tod: Insektizide und Fungizide werden in der Landwirtschaft gegen Schädlinge und Pilze eingesetzt.
21.10.2021
Mikrobiologie | Genetik | Virologie
Kampf gegen Viren mit austauschbaren Verteidigungsgenen
Bakterien verändern mobile Teile ihres Erbgutes sehr schnell, um Resistenzen gegen Viren zu entwickeln.
21.10.2021
Genetik | Säugetierkunde
Endlich geklärt: Die Herkunft der heutigen Hauspferde
Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten.
21.10.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Entwicklungsbiologie | Säugetierkunde
Eizellenentnahme bei einem von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern eingestellt
Nach einer speziellen, umfassenden ethischen Risikobewertung hat das Team nun beschlossen, das ältere der beiden verbleibenden Weibchen – die 32-jährige Najin –, als Spenderin von Eizellen (Oozyten) in den Ruhestand zu schicken.
20.10.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Verheerende Auswirkungen von Insektenvernichtungsmittel
Neonicotinoide beeinflussen menschliche Neurone und schädigen potentiell somit nicht nur Insektenzellen, sie sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt werden.
20.10.2021
Ethologie | Neurobiologie | Säugetierkunde
Findet Rico - „den ganz besonderen Hund“
Zwei Forscherinnen sind auf der Suche nach „dem einen ganz besonderen Hund“.