Elefanten im Sinkflug

Neues aus der Forschung

Meldung vom 01.09.2016

Neuer Report bestätigt den rasanten Rückgang Afrikanischer Elefanten.


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Elefant am Wasserloch im Serengeti Nationalpark. Die Serengeti ist eins der wenigen Gebiete mit stabilen und steigenden Elefantenzahlen.
Foto: Daniel Rosengren/ZGF
Chase MJ, Schlossberg S, Griffin CR, Bouché PJC, Djene SW, Elkan PW, Ferreira S, Grossman F, Kohi EM, Landen K, Omondi P, Peltier A, Selier SAJ, Sutcliffe R. (2016) Continent-wide survey reveals massive decline in African savannah elephants. PeerJ 4:e2354
DOI: 10.7717/peerj.2354

Zwischen 2007 und 2014 ist der afrikaweite Bestand an Elefanten um 30 Prozent zurückgegangen. Das hat der „Great Elephant Census“, dessen Ergebnisse gestern veröffentlicht wurden, aufgedeckt. Insgesamt 352.271 Elefanten wurden in den 18 Ländern, die der Zensus abdeckte, noch gezählt. Die Zoologische Gesellschaft Frankfurt (ZGF) hatte im Rahmen des „Great Elephant Census“ Zählungen in Tansania und Simbabwe durchgeführt.

„Der Trend ist nicht überraschend“, sagt ZGF-Geschäftsführer Dr. Christof Schenck. „Denn die Wilderei ist ungebrochen auf sehr hohem Niveau, wie die Zahlen des Reports jetzt bestätigen. Um etwa acht Prozent nimmt der Elefantenbestand jedes Jahr ab. Ursache dafür ist vor allem die Wilderei.“

Der von der Paul G. Allen Foundation initiierte und durchgeführte „Great Elephant Census“ ist die erste afrikaweite Bestandsaufnahme von Elefanten, bei der innerhalb kurzer Zeit (2014 und 2015) und mit wissenschaftlich etablierten und standardisierten Methoden per Flugzeug gezählt wurde. Daher liefern die Zahlen erstmals eine zuverlässige Einschätzung der Situation der afrikanischen Elefanten und eine bessere Grundlage für alle Maßnahmen zum Schutz der Tiere in den Verbreitungsländern. Christof Schenck betont: „Die ZGF wird insbesondere Tansania im Kampf gegen die Elefantenwilderei weiterhin intensiv unterstützen. Bereits nächste Woche werden wir 21 neue Geländefahrzeuge an die tansanischen Schutzgebiete Serengeti und Selous übergeben, damit die Rangereinheiten schneller und effektiver als bisher gegen Elfenbeinschmuggler und Wilderer vorgehen können.“


Diese Newsmeldung wurde erstellt mit Materialien von idw-online


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