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Protonenpumpe

Als Protonenpumpe werden in der Biochemie und Physiologie allgemein Transmembranproteine bezeichnet, die Protonen über eine biologische Membran, gegen einen elektrochemischen Gradienten, transportieren. Es handelt sich um eine große und uneinheitliche Gruppe von Proteinen. Man unterscheidet grob zwischen dem alleinigen Transport von Protonen nach außen und dem Antiport, wo die Protonen nur eine Hälfte der transportierten Teilchen ausmachen.

Im alltäglichen Sprachgebrauch ist mit Protonenpumpe die Protonen-Kalium-Pumpe in Magenzellen gemeint.

Beispiele für den Protonenexport

  • In den Membranen von Halobakterien finden sich die lichtgetriebene Protonenpumpe Bakteriorhodopsin. Ein anderes Beispiel von lichtgetriebenen Protonenpumpen wäre Acetabularia-Rhodopsin (bei Acetabularia acetabulum)[1]
  • Viele Pflanzen (praktisch alle außer den Gräsern) pumpen unter Verbrauch von ATP Protonen in die Rhizosphäre, um Eisen(III)-Ionen, die dort in Form von unlöslichen Hydroxiden gebunden sind, verfügbar zu machen und dann aufzunehmen. Die Protonenpumpen befinden sich in den Membranen der äußersten Wurzelzellen, der Rhizodermis.
  • In der "sealed zone" der Osteoklasten befinden sich ebenfalls Protonen-Pumpen, die ein saures Milieu erzeugen, wodurch der Knochen aufgelöst wird.

Beispiele für Antiport

Quellen

  1. David Ewers, Acetabularia-Rhodopsin, eine lichtgetriebene Protonenpumpe aus einem autotrophen Eukaryoten, Göttingen 2005

Siehe auch

Weblinks


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