Pflaumenwickler

 

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Pflaumenwickler
Pflaumenwickler

Pflaumenwickler

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Schmetterlinge (Lepidoptera)
Familie: Wickler (Tortricidae)
Unterfamilie: Olethreutinae
Gattung: Grapholita
Art: Pflaumenwickler
Wissenschaftlicher Name
Grapholita funebrana
Treitschke, 1835

Der Pflaumenwickler (Grapholita funebrana) ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Wickler (Tortricidae). Im Obstbau kann der Pflaumenwickler erheblichen Schaden anrichten und wird deswegen als Schädling angesehen. Gelegentlich wird auch die Wicklerart Hedya pruniana als Pflaumenwickler (oder Pflaumenknospenwickler) bezeichnet.[1]

Merkmale

Dabei handelt es sich um einen kleinen bräunlichen Falter, der der Familie der Wickler zugeordnet wird, wobei sich über ein Jahr mehrere Generationen entwickeln, wobei die Maden Pflaumen befallen.

Schaden

Der Pflaumenwickler gilt als Hauptschädling an Pflaumen und Hauszwetschen in Deutschland, wobei vor allem späte und mittelspäte Sorten betroffen sind. Die Eier werden außen an den Früchten abgelegt. Geschlüpfte Larven erzeugen ein Einbohrloch, worauf die Frucht mit einem gut erkennbaren Gummipfropf reagiert. Die Larven fressen zunächst unreifes Fruchtfleisch rund um den Pflaumenstein und hinterlassen dabei viele Kotkrümel. Junge Früchte verfärben sich bläulich und fallen früher ab. Nicht selten werden sämtliche Früchte des Baumes befallen.

Bekämpfung

In der Regel stehen chemische Präparate (Insektizide) für Haus- und Kleingärten nicht zur Verfügung.

Bei Einzelbäumen könnten Pheromonfallen (Lockstofffallen) nützlich sein, die in der Baumkrone aufgehängt werden. Allerdings werden nur männliche Tiere gefangen. Daher dient diese Maßnahme eher in großen Beständen zur Kontrolle, ob der Schädling vorhanden ist.

Der Pflaumenwickler tritt in zwei Generationen auf. Wenn es gelingt, die Nachkommen der ersten Generation durch Absammeln der ersten befallenen Früchte zu entfernen, wird der spätere Befall weiterer Früchte stark behindert. Eine zweite Generation kann sich nur wenig entwickeln, da der Schmetterling nicht sehr weit fliegt. Etwa zwei bis drei Wochen nach der Blüte beginnt die Eiablage der ersten Generation. Die geschlüpften Raupen fressen sich rasch in unreife kleine Früchte. Die befallenen Früchte werden abgestoßen und fallen zu Boden. Abgefallene Pflaumen sollten regelmäßig aufgesammelt werden, bevor die Larven Gelegenheit hatten, die Früchte zu verlassen und zur Verpuppung in ein Versteck abzuwandern. [2]

Als biologische Bekämpfungsmaßnahme können Schlupfwespen der Art Trichogramma Cacoeciae ab Ende Mai eingesetzt werden. [3]

Quellen

Einzelnachweise

  1.  Peter V. Küppers: Kleinschmetterlinge. Erkennen, bestimmen. 1. Auflage. Fauna-Verlag, Nottuln 2008, ISBN 978-3-935980-24-1, S. 234.
  2. Hinweis zur Bekämpfung des Pflaumenwicklers Merkblatt für den Haus- und Kleingarten Juni 2008, Pflanzenschutzamt Landwirtschaftskammer Niedersachsen
  3. Pflanzenschutz im Haus- und Kleingarten 2011 Hinweise und Empfehlungen zu Gemüse, Obst und Zierpflanzen - Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg

Weblinks

 Commons: Pflaumenwickler – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference
Vom Pflaumenwickler befallene Früchte (etwa 1 Woche nach der Blüte)

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