Loprazolam

Strukturformel
Struktur von Loprazolam
Allgemeines
Freiname Loprazolam
Andere Namen

(2Z)-6-(2-Chlorphenyl)-2-[(4-methyl-1-piperazinyl)methylen]-8-nitro-2,4-dihydro-1H-imidazo[1,2-a][1,4]benzodiazepin-1-on

Summenformel C23H21ClN6O3
CAS-Nummer 61197-73-7
PubChem 3033860
ATC-Code

N05CD11

Eigenschaften
Molare Masse 464,90 g·mol−1
Sicherheitshinweise
Bitte die eingeschränkte Gültigkeit der Gefahrstoffkennzeichnung bei Arzneimitteln beachten
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine Einstufung verfügbar

H- und P-Sätze H: siehe oben
P: siehe oben
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
Keine Einstufung verfügbar
R- und S-Sätze R: nicht bekannt
S: nicht bekannt
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden


Loprazolam ist ein Benzodiazepin von mittellanger Wirkdauer. Die Indikationen, Kontraindikationen sowie Wechselwirkungen entsprechen denen aller Benzodiazepine. Es kann schon nach kurzer Anwendung zu einer psychischen und körperlichen Abhängigkeit kommen. Monopräparate sind unter anderem Dormonoct, Havlane, Sonin, Somnovit (In verschiedenen Formen bis zu 2 mg). Loprazolam wird hauptsächlich als Hypnotikum jedoch auch als Sedativum verwendet. In Deutschland wurde das letzte Präparat mit Loprazolam (Sonin) im Januar 2006 vom Markt genommen.[2]

Dosis

Die Dosis von Loprazolam bei Schlaflosigkeit liegt für gewöhnlich bei 1 mg, kann jedoch auch auf 2 mg erhöht werden, wenn nötig.

Nebenwirkungen

Die Nebenwirkungen entsprechen grundsätzlich denen von anderen Benzodiazepinen. Bei Loprazolam treten die folgenden am Häufigsten auf:

  • Somnolenz
  • Paradoxerweise erhöhte Aggression
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Muskelschwäche
  • Ataxie (besonders bei älteren Patienten)
  • Amnesie
  • Kopfschmerzen
  • Hypotonie
  • Sehstörungen
  • Dysarthrie
  • Tremor
  • veränderte Libido
  • Gelbsucht
  • Hautausschlag
  • Abhängigkeit

Rechtsstatus

Loprazolam wurde in der Bundesrepublik Deutschland aufgrund seiner Aufführung in die Anlage III des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) (verkehrsfähige und verschreibungsfähige Betäubungsmittel) aufgenommen.[3] Weitere Informationen sind im Hauptartikel Betäubungsmittelrecht in Deutschland zu finden.

Literatur

  • McInnes GT, Bunting EA, Ings RM, Robinson J, Ankier SI. Pharmacokinetics and pharmacodynamics following single and repeated nightly administrations of loprazolam, a new benzodiazepine hypnotic. Br J Clin Pharmacol. 1985 May;19(5):649–56. PMID 2860916

Siehe auch

  • Abhängigkeitssyndrom

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 In Bezug auf ihre Gefährlichkeit wurde die Substanz von der EU noch nicht eingestuft, eine verlässliche und zitierfähige Quelle hierzu wurde noch nicht gefunden.
  2. Pharmazeutische Zeitung 50, 12/05.
  3. Betäubungsmittelgesetz, Anlage III abgerufen am 3. Oktober 2010.
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