Konkordanz (Medizin)

Konkordanz (lat. concordare „übereinstimmen“) ist ein Begriff aus der Kardiologie, die Form des Kurvenverlaufes bei einem Elektrokardiogramm (EKG) betreffend. Die normale EKG-Kurve ist durch ein spezifisches Muster mit positiven und negativen Kurvenverläufen (QRS-Komplex) (nach "oben" bzw. nach "unten") gekennzeichnet.

Weisen beispielsweise im Rahmen eine ventrikulären Tachykardie alle QRS-Komplexe in den Ableitungen V1-V6 einen komplett negativen oder positiven Ausschlag auf, bezeichnet man dies als Konkordanz. Eine wichtige Differentialdiagnose ist eine spezielle Form der Tachykardie beim WPW-Syndrom (sog. antidrome Tachykardie mit linksseitiger Bahn).[1]

Auch bei Veränderungen der ST-Strecken findet der Begriff Verwendung. Liegt beispielsweise eine zum Hauptausschlag des Kammerkompelexes gleichsinnige Hebung oder Senkung vor, so spricht man ebenfalls von Konkordanz (bei ungleichsinnigem Verhalten von "Diskonkordanz")[2]

Außerdem bezeichnet die Konkordanz in der Genetik das Auftreten eines Merkmals oder einer Krankheit bei beiden Zwillingen (ein- oder zweieiig).

Einzelnachweise

  1. Sattler a.: Fallbuch Kardiologie und Angiologie, Thieme Verlag, 2007, S.167, ISBN 3131418117, hier online
  2. Ohly A.: EKG endlich verständlich: Alles, was man wissen muss, Urban&FischerVerlag, 2008, S.29, ISBN 3437414127, hier online

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