Friedrich Burdach

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Karl Friedrich Burdach, Lithographie von Josef Kriehuber, 1832

Karl Friedrich Burdach (* 12. Juni 1776 in Leipzig; † 16. Juli 1847 in Königsberg i. Pr.) war ein bedeutender deutscher Physiologe und Neuroanatom. Seine Autobiographie ist eine wichtige Quelle für die Wissenschafts- und Medizingeschichte des frühen 19. Jahrhunderts.

Leben

Burdach, Sohn des früh verstorbenen Leipziger Arztes Daniel Christian Burdach, studierte von 1793 bis 1798 Medizin und Philosophie an der Universität Leipzig. Danach hörte er ein Jahr bei Johann Peter Frank in Wien. Er promovierte 1799 und arbeitete anschließend als praktischer Arzt und Medizin-Schriftsteller. Er behandelte vorwiegend ärmere Patienten und war auf seine Tantiemen als Autor und Übersetzer angewiesen.

1807 wurde Burdach a. o. Professor an der Universität Leipzig. 1811 erhielt er den Lehrstuhl für Anatomie, Physiologie und Gerichtliche Medizin an der deutschsprachigen Universität Dorpat im Zarentum Russland. In Dorpat galt Burdach als Vertreter der romantischen Naturphilosophie. Er war dabei der Kritik durch die universitäre Orthodoxie ausgesetzt und zugleich für die Studenten interessant, weil das als „modern“ galt. Zu Burdachs bekanntesten Schülern in Dorpat gehören Karl Ernst von Baer, der 1827 die menschliche Eizelle entdecken sollte, und der Embryologe und Paläontologe Christian Heinrich Pander, der 1817 erstmals das wegweisende Keimblattmodell beschrieb.

1814 wechselte Burdach an die Albertus-Universität Königsberg. Hier baute er die 1817 gegründete Königliche Anatomische Anstalt auf. Baer, sein ehemaliger Student, wurde sein Prosektor und leitete ab 1826 die Anstalt. Burdach widmete sich fast ausschließlich der Physiologie. Er schützte die Kränzchen, die sich aus der Allgemeinen Burschenschaft zu lösen begannen.

Der von Friedrich Wilhelm Joseph Schelling beeinflusste Burdach versuchte einen Mittelweg zwischen Empirie und Naturphilosophie zu gehen. Ein ewiges, „ideelles Princip im Weltganzen“ schafft alles Einzelne der Natur.[1] Den „wissenschaftlichen Materialismus“ lehnte er als „plump“ ab, galt den romantischen Naturphilosophen aber als zu sehr an der Empirie orientiert, musste sich aber zugleich den Vorwurf gefallen lassen, den „Schwindelgeist der Naturphilosophie“ in Königsberg einführen zu wollen.

Burdachs Ehefrau starb 1838, worauf er sich vom wissenschaftlichen Leben zurückzog. Die letzten Jahre arbeitete er an allgemeinen, naturphilosophischen und psychologischen Fragestellungen. Seiner Autobiographie konnte er nicht mehr abschließen.

Sein Sohn Ernst Burdach (1801–1876) war ebenfalls Mediziner.

Leistungen in Physiologie und Anatomie

Burdach sah die Physiologie als wichtigste aller Wissenschaften an, weil sie sich mit den Lebensvorgängen und -prinzipien insbesondere des Menschen beschäftigte. Sein sechsbändiges Magnum Opus Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft (Leipzig 1826–1840) umfasst mit über 3500 Seiten und bekannten Mitarbeitern, neben Karl Ernst von Baer und Christian Heinrich Pander auch Martin Heinrich Rathke, Johannes Peter Müller und Rudolf Wagner, das gesamte physiologische Wissen seiner Zeit. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf embryonalen und entwicklungsbiologischen Vorgängen.

Seine anatomisch-morphologischen Vorstellungen entwickelte Burdach in einer Grundsatzrede zur Eröffnung der Anatomischen Anstalt in Königsberg: Ueber die Aufgabe der Morphologie (1817). Die Anatomie sollte sowohl zweckfreie Wissenschaft sein und zugleich dem Nutzen der Patienten dienen. Burdach war ein “master of neuroanatomy”,[2] seine bedeutendsten anatomischen Leistungen liegen auf dem Gebiete der Anatomie des Gehirns. Sein wichtigstes Werk ist dabei das dreibändige Vom Baue und Leben des Gehirns (Leipzig 1819–1826). Mit der Erforschung des Gehirns suchte Burdach auch Anatomische Strukturen des Zentralnervensystems, die seinen Namen tragen, sind der Burdach-Kern und der Burdach-Strang.

Burdach gehörte außerdem neben Gottfried Reinhold Treviranus und Jean-Baptiste de Lamarck zu den Ersten, die den Begriff Biologie in einem modernen Sinn verwendeten.[3] Außerdem spielte er eine Rolle in der Prägung des Begriffs der Morphologie. Johann Wolfgang von Goethe verwendete ihn erstmals 1796, Burdach publizierte ihn erstmals 1800.

Burdach ist 1808 in den Bund der Freimaurer aufgenommen worden. Er war Mitglied der Loge Minerva zu den drei Palmen in Leipzig und später der Loge Zu den drei Kronen in Königsberg, deren Meister vom Stuhl er zwischen 1834 und 1841 war.

Werke

Allgemein-medizinische und pharmazeutische Schriften und Sammelwerke

  • Asklepiades und John Brown. Eine Parallele. Leipzig (G.B. Meissner) 1800, 170 S. (siehe Brownianismus)
  • Handbuch der neuesten Entdeckungen der Heilmittellehre. Leipzig 1806
  • System der Arzneymittellehre. 3 Bände. Leipzig 1807–1809 (2. Auflage 1817–1819)
  • Handbuch der Pathologie. Leipzig 1808, 426 S. (Neuauflage 2006)
  • Der Organismus menschlicher Wissenschaft und Kunst. Leipzig 1809
  • Die Physiologie. Leipzig (Weidmann) 1810, 867 S.
  • Die Literatur der Heilwissenschaft. 2 Bände und Ergänzungsband. Gotha (Perthes) 1810/1811–1821
  • Encyklopädie der Heilwissenschaft. 3 Bände. Leipzig (Mitzky) 1810–1814 (Neuauflage 1817–1819)
  • Anatomische Untersuchungen: bezogen auf Naturwissenschaft und Heilkunst. Leipzig: Hartmann, 1814
  • Dissertatio de primis momentis formationis foetus. Königsberg 1814
  • (als Herausgeber:) Russische Sammlung für Naturwissenschaft und Heilkunst. (gemeinsam mit Alexander Crichton und Joseph Rehmann). 2 Bände. Riga, Leipzig (Hartmann) 1816–1817
  • Ueber die Aufgabe der Morphologie. Leipzig (Dyk) 1817, 64 S. (Vortrag)
  • Bemerkungen über den Mechanismus der Herzklappen. In: Berichte von der Königlichen Anatomischen Anstalt zu Königsberg Nr. 3, 1820
  • Neues Recepttaschenbuch für angehende Ärzte: oder: Anleitung zur Verordnung der Arzneymittel; in alphabetischer Ordnung durch Beyspiele erläutert. - 2., unveränd. Ausg. - Leipzig, 1820. Digitalisierte Ausgabe der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
  • Ansichten des Elektro-Magnetismus. In: Berichte von der Königlichen Anatomischen Anstalt zu Königsberg Nr. 5, 1822
  • Die Physiologie als Erfahrungswisssenschaft. 6 Bände. Leipzig (Voß) 1826–1840 (mit Beiträgen von Karl Ernst von Baer, Heinrich Rathke, Christian Heinrich Pander, Johannes Müller und Rudolph Wagner) (2. Auflage 1835–1840)
  • Handbuch der neuesten in- und ausländischen Literatur der gesammten Naturwissenschaften und der Medicin und Chirurgie. Gotha (Perthes) 1828, 392 S.
  • Ueber Psychologie als Naturwissenschaft. In: Heckers Annalen 1828 (Vortrag)
  • Die Zeitrechnung des menschlichen Lebens. Leipzig (Voß) 1829, 58 S. (Vortrag)
  • Historisch-statistische Studien über die Cholera-Epidemie vom Jahre 1831. Königsberg 1832
  • Gerichtsärztliche Arbeiten. Stuttgart / Tübingen (Cotta) 1839, 283 S. (nur ein Band erschienen)

Neuroanatomische Schriften

  • Beyträge zur nähern Kenntniß des Gehirns. 2 Theile. Leipzig (Breitkopf und Härtel) 1806, 292 und 295 S.
  • Beschreibung des untern Ende des Rückenmarks. In: Berichte von der Königlichen Anatomischen Anstalt zu Königsberg Nr. 1, 1818
  • Vom Baue und Leben des Gehirns. 3 Bände. Leipzig (Dyk) 1819–1826 (Teil 1: 1819, 2: 1822, 3: 1826)
  • Umrisse eine Physiologie des Nervensystems. Leipzig (Voss) 1844, 76 S.

Anthropologische und autobiographische Schriften

  • Der Mensch nach den verschiedenen Seiten seiner Natur. Anthropologie für das gebildete Publicum. Stuttgart (Balz) 1837, 787 S. (Neuauflagen 1847, 1854)
  • Blicke ins Leben. 4 Bände. Leipzig (Voß) 1842–1848
  • Comparative Psychologie. 2 Bände. Leipzig (Voß) 1842 (=Blicke ins Leben Bde. 1–2)
  • Sinnenmängel und Geistesmacht. Leipzig (Voß) 1844, 310 S. (=Blicke ins Leben Bd. 3)
  • Rückblick auf mein Leben. Selbstbiographie. Leipzig (Voß) 1848, 603 S. (=Blicke ins Leben. Bd. 4). zeno.org

Einzelnachweise

  1. Burdach in: Die Physiologie als Erfahrungswissenschaft, Bd. 1 (1826), S. 307
  2. Alfred Meyer: Karl Friedrich Burdach and his Place in the History of Neuroanatomy, 1970, S. 560
  3. Thomas Junker: Geschichte der Biologie. Beck, München 2004, S. 8.

Literatur

  • Allgemeines Schriftsteller- und Gelehrten-Lexikon der Provinzen Livland, Esthland und Kurland, bearbeitet von J. F. v. Recke und K. E. Napiersky. Band I, Mitau 1827, S. 308–311
  • K. Feremutsch: Organ der Seele: Beiträge zur Geschichte der romantischen Medizin nach den Werken Karl Friedrich Burdachs. In: Monatschrift für Psychiatrie und Neurologie, Bd. 125, 1953, S. 371–385
  • Arthur William Meyer: Human Generation. Conclusions on Burdach, Döllinger and von Baer. Stanford CA / London 1956.
  • Alfred Meyer: Karl Friedrich Burdach and his Place in the History of Neuroanatomy. In: Journal of Neurology, Neurosurgery and Psychiatry, Bd. 33, 1970, S. 553–561
  • A. Chazanov: Карл Бэр и Карл-Фридрих Бурдах. In: Folia Baeriana Bd. 2 (1976), S. 39–45
  • Olaf Breidbach: Karl Friedrich Burdach. In: Thomas Bach, Olaf Breidbach (Hrsg.): Naturphilosophie nach Schelling, Frommann Holzboog 2005, ISBN 3-7728-2255-X, S. 73–106.
  • Michael Hagner: Karl Friedrich Burdach. In: Deutsche biographische Enzyklopädie. Bd. 2. Saur, München 1995. S. 233–234
  • Carl von VoitBurdach, Karl Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 3, Duncker & Humblot, Leipzig 1876, S. 578–580.
  • Thomas Schmuck: Baltische Genesis. Die Grundlegung der modernen Embryologie im 19. Jahrhundert. Aachen 2009 (=Relationes Bd. 2) (zu Burdach S. 40–59, kommentierte Burdach-Bibliographie S. 248–256)

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