Exkrement

Die Exkrement und Kot überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen (→Anleitung). Beteilige dich dazu an der Redundanzdiskussion. Bitte entferne diesen Baustein erst nach vollständiger Abarbeitung der Redundanz und vergiss bitte nicht, den betreffenden Eintrag auf der Redundanzdiskussionsseite mit {{Erledigt|1=~~~~}} zu markieren. PM3 14:39, 10. Feb. 2012 (CET)
Zur Brennstoffgewinnung zum Trocknen ausgelegter Kuhdung in Indien
Kot des australischen Helmkasuars
Fliegenkot
Exkremente eines Poitou-Esels

Als Exkrement (lat. excrementum ‚Ausscheidung‘) werden im Allgemeinen Körperausscheidungen aus dem Harn- und Magen-Darm-Trakt bezeichnet.

Nutzung von Exkrementen

Es sind zahlreiche Verwendungsarten tierischer und menschlicher Exkremente bekannt.

In der Natur düngen Exkremente den Boden und werden auch in der Landwirtschaft als Dünger verwendet. Vogelkot von fischfressenden Vögeln wird als (Guano) abgebaut und als phosphatreicher „Naturdünger“ eingesetzt.

Exkremente tragen auch zur Verbreitung von Pflanzen bei, da unverdaute Pflanzensamen von Tieren an verschiedenen Stellen ihres Habitats ausgeschieden werden. Kot ernährt auch Insekten und andere Tiere, die teils ihren Nachwuchs darin aufwachsen lassen.

Viele Tiere verwenden Exkremente zu Kommunikationszwecken, wie beispielsweise zum Erkennen von Befindlichkeiten der Artgenossen oder der Fruchtbarkeit von Geschlechtspartnern oder zum Markieren von Reviergrenzen.

Die Untersuchung von Exkrementen wird in der Archäologie und der Medizin genutzt. In der Medizin spielen Exkremente eine Rolle in der Diagnostik, da sich durch Analyse der Exkremente Rückschlüsse auf die Gesundheit des Patienten ziehen lassen. Archäologen können durch die Analyse der Inhalte prähistorischer Abortgruben Rückschlüsse auf die Kultur oder die Umweltbedingungen einer bestimmten Zeit ziehen. Durch die Exkrement-Analyse kann neben der Art der Nahrung auch auf die Aufnahme (Inkorporation) von giftigen (z. B. Blei) oder radioaktiven Stoffen (z. B. Plutonium, Polonium-210) geschlossen werden.

Gemäß einiger Theorien aus dem Bereich der Alternativmedizin soll die tägliche Einnahme einer kleinen Menge eigenen Urins (Eigenharnbehandlung) allgemein gesundheitsfördernd sein.

Pflanzenfaserreicher Tierkot wird in holzarmen Gegenden der Erde durch direktes Verbrennen nach erfolgter Trocknung als Brennstoff zum Kochen und Heizen verwendet. Auf Reisen in der Wüste ist getrockneter Kamelkot ebenfalls ein wichtiger Brennstoff. Wird Biogas aus Kot gewonnen, dient Kot indirekt auch zur Gewinnung von elektrischer Energie oder als Treibstoff.

Urin kann als chemischer Rohstoff zum Gerben, Beizen, und zur Herstellung von Farben verwendet werden. Urin ist bei gesunden Menschen und Tieren steril.

Des Weiteren wurden verschiedene Exkremente bei Naturvölkern im Rahmen ritueller Handlungen verwendet. Für seine Untersuchungen unter anderem auf diesem Gebiet erhielt John Gregory Bourke, ein US-amerikanischer Kavallerieoffizier, die Ehrendoktorwürde.

Exkrementophilie

Eine lustbetonte Beschäftigung mit Exkrementen wird – sofern nicht eine andere zugrundeliegende Störung wie eine Demenz vorliegt – als Exkrementophilie bezeichnet.

Siehe auch

Weblinks

 Commons: Exkremente – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

News mit dem Thema Exkrement

Die News der letzten Tage

19.05.2022
Virologie | Parasitologie | Insektenkunde
Neue Virusvariante bedroht Bienengesundheit weltweit
Eine gefährliche Variante des Krüppelflügelvirus ist weltweit auf dem Vormarsch: Das Virus befällt Honigbienen, wird von der Varroamilbe übertragen und sorgt dafür, dass ihre Flügel verkümmern und die Tiere sterben.
17.05.2022
Evolution | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Leben am Vulkan – in zwei Schritten zur Anpassung
Ein internationales Team hat eine Wildpopulation der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) untersucht, die sich am Fuß eines Stratovulkans angesiedelt hat.
18.05.2022
Klimawandel | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Insektensterben: Was stört die Kolonie-Entwicklung der Steinhummel?
Bestäubende Insekten sind für die Biodiversität und die landwirtschaftliche Produktion unersetzlich - doch seit Jahren geht der Bestand an Bienen, Hummeln und weiteren Insekten stark zurück.
18.05.2022
Biodiversität | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Insektenvielfalt: Öko-Landbau oder Blühstreifen besser?
Wie wirksam Agrarumweltmaßnahmen für die biologische Vielfalt sind, hängt von verschiedenen Faktoren und dem jeweiligen Blickwinkel ab.
18.05.2022
Ethologie | Primatologie
Wie flexibel Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht und dabei besonderes Augenmerk auf individuelle Unterschiede und Flexibilität in den Kommunikationsstrategien von Orang-Utan-Müttern gelegt.
17.05.2022
Ökologie | Biodiversität | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Ökologie: Fließgewässer stehen weltweit schlecht da
Landwirtschaft, Habitatverlust oder Abwässer – menschgemachte Stressoren wirken sich negativ auf die biologische Vielfalt in Bächen und Flüssen aus.
17.05.2022
Ethologie | Primatologie
Schimpansen kombinieren Rufe zu einer Vielzahl von Lautsequenzen
Verglichen mit dem menschlichen Sprachgebrauch erscheint Tierkommunikation einfach, doch unklar blieb bisher, wie sich unsere Sprache aus einem so einfachen System entwickelt haben könnte.
17.05.2022
Anatomie | Taxonomie | Paläontologie
Unbekannte Delfinarten aus dem Schweizer Mittelland identifiziert
Vor 20 Millionen Jahren schwammen Delfine dort, wo heute das Schweizer Mittelland liegt.
12.05.2022
Physiologie | Neurobiologie
Das bewusstlose Gehirn ist alles andere als stumm
Die Grosshirnrinde gilt als zentrale Hirnregion für bewusste Verarbeitung: Während einer Vollnarkose wird dieser Bereich jedoch nicht lahmgelegt.
12.05.2022
Ökologie | Insektenkunde
Was Heuschrecken fressen
Über die Nahrungsnetze pflanzenfressender Insekten ist nicht viel bekannt: Ein Team vom Biozentrum forscht nach – in Unterfranken ebenso wie in den Berchtesgadener Alpen.
12.05.2022
Mykologie | Biodiversität
Artenschutz für Pilze
Eines vorweg: Es geht nicht um die großen Speisepilze, sondern um die mikroskopisch kleinen Vertreter im Wasser.
11.05.2022
Evolution | Biochemie
Der Ursprung des Lebens: Eine neue Weltsicht
Chemiker schlagen ein neues Konzept vor, eine Mischung aus RNA-Molekülen und Peptiden brachten die Evolution hin zu komplexeren Lebensformen in Gang.
10.05.2022
Genetik
Für Weinliebhaber: Roter Riesling entstand aus Weißem Riesling
Die Erbinformation für die Riesling-Rotfärbung ist auf dem Chromosomensatz des weißbeerigen Elter "Weißer Heunisch" verortet.