Bioherm

Unter einem Bioherm (v. griech. βιός, bios, „Leben“ und ἕρμα, herma, „Felsen“, „Stein“, „Ballast“, „Klippe“, „Riff“) versteht man biogene Riffe mit Höhenwachstum. Die Riffe werden von koloniebildenden Organismen (z. B. Korallen, Schwämmen, Algen, Stromatoporen) aufgebaut.

Untermeerische Erhebungen aus koloniebildenden Organismen, die vor allem in die Breite wachsen, werden hingegen als "Biostrom" bezeichnet.

In der Geologie ist ein Bioherm eine stets riff-, hügel-, oder linsensartig umgrenzte Ablagerung, die in einem andersartigen Gestein (zum Beispiel Kalk oder Mergel) eingelagert ist (z. B. mit bloßem Auge zu erkennende Bänke aus Bryozoenkalk in einer Schicht des Danium in einem Steilküstenprofil bei Sangstrup/Karlby an der jütländischen Ostseeküste in Dänemark).

Literatur

  • Lexikon der Geowissenschaften. Hrsg.: Spektrum, Heidelberg 2000, ISBN 3-8274-0299-9
  • Gunnar Larsen, Christian Kronberg: Geologisk set: Det mellemste Jylland. Geografforlaget, Brenderup 1994, ISBN 87-7702-132-0

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