Ronald J. Clarke (auch: Ron Clarke) ist ein in Südafrika lebender Paläoanthropologe, der in Fachkreisen international bekannt wurde als Entdecker von „Little Foot“, einem außergewöhnlich vollständigen Fossil der Gattung Australopithecus, das bisher keiner der bekannten Australopithecus-Arten zugeordnet wurde.[1][2][3]
Ron Clarke entdeckte bereits 1969 in Swartkrans das Fossil SK 847, ein 1,8 bis 1,5 Millionen Jahre altes Schädelfragment, das zunächst als „robuster Australopithecus“, heute aber zumeist als Homo ergaster,[4] gelegentlich aber auch als Homo habilis [5] eingeordnet wird.
Clarke war ferner unter anderem an der Diskussion um die Abgrenzung des Homo rudolfensis von Homo habilis beteiligt, die nach dem Fund des Fossils OH 65[6] in der Olduvai-Schlucht entstand.[7]
Clarke war lange Zeit an der University of the Witwatersrand tätig, wurde jedoch 1998 von Lee Berger, dem Leiter der Abteilung für Paläoanthropologie, entlassen weil seine Forschung „altmodisch und zu teuer“ sei.[8] Er konnte seine Forschung – insbesondere im Zusammenhang mit der Freilegung von „Little Foot“ – nur fortsetzen, weil er von Reiner Protsch von Zieten für dessen Arbeitsgruppe an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt am Main angeworben wurde.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Clarke, Ronald J. |
| ALTERNATIVNAMEN | Clarke, Ron |
| KURZBESCHREIBUNG | Paläoanthropologe |
| GEBURTSDATUM | 20. Jahrhundert |