Zahlen-Verbindungs-Test

Der Zahlen-Verbindungs-Test ist ein sprachfreier Intelligenztest, der die kognitive Leistungsgeschwindigkeit, die allen Intelligenzleistungen zugrunde liegt, misst. Diese korrespondiert mit jenen Fähigkeitsbündeln, welche in der Literatur als "fluide Intelligenz", "perceptual speed" oder "Bearbeitungsgeschwindigkeit" bezeichnet werden. Er wurde von Oswald und Roth 1978 entwickelt und ist auch dazu geeignet, milieu-unabhängige, das heißt genetisch vorgegebene Leistungsunterschiede zu messen.

Einsatzbereiche

Der Test weist einen breiten Anwendungsbereich auf (ab 8 Jahre alle Altersstufen; vom Sonderschüler bis zum Hochschüler alle Bildungsbereiche), ist als Einzel- und Gruppentest durchführbar und ist sehr ökonomisch durchzuführen. Er wird in der Klinischen Neuropsychologie zur Diagnostik hirnorganischer Erkrankungen eingesetzt, um das Ausmaß von Leistungseinbußen durch Krankheitsprozesse zu dokumentieren. Zudem wird er in der schulischen Differenzialdiagnostik, in der Entwicklungs-, Differentiellen und Allgemeinen sowie in der Angewandten Psychologie genutzt.

Ablauf

Der Untersucher legt dem Patienten ein Blatt mit willkürlich angeordneten Zahlen vor. Der Patient soll die Zahlen in ihrer numerischen Reihenfolge miteinander verbinden. In der Gruppentestung wird die Bearbeitungszeit auf 30 Sekunden pro Blatt begrenzt, in der Einzeltestung gibt es keine Zeitvorgabe. Hier wird die Bearbeitungszeit der einzelnen Aufgaben protokolliert.

Literatur

  • Wolf D. Oswald, Erwin Roth: Der Zahlen-Verbindungs-Test (ZVT). Ein sprachfreier Intelligenz-Schnell-Test; Handanweisung. Verlag für Psychologie Hogrefe; Göttingen, Toronto, Zürich 1978, 2. Aufl. 1987.
  • Nervenheilkunde, Zeitschrift für interdisziplinäre Fortbildung (ISSN 0722-1541), 2007; 26: 953-1072.

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