Uromys siebersi

Uromys siebersi
Systematik
Familie: Langschwanzmäuse (Muridae)
Unterfamilie: Altweltmäuse (Murinae)
Tribus: Hydromyini
Uromys-Gruppe
Gattung: Mosaikschwanz-Riesenratten (Uromys)
Art: Uromys siebersi
Wissenschaftlicher Name
Uromys siebersi
Thomas, 1923

Uromys siebersi ist ein kaum erforschtes Nagetier aus der Gattung der Mosaikschwanz-Riesenratten. Die Art ist nur von einem Schädel und drei Exemplaren bekannt, die auf der Insel Kai Besar (Kai-Inseln) gesammelt wurden. Der Holotypus aus dem Jahre 1922 befindet sich im Natural History Museum und der Paratypus im Museum Zoologicum Bogoriense in Cibinong, Indonesien. Daneben existiert noch ein weiteres Exemplar im Museo Civico di Storia Naturale “Giacomo Doria” in Genua und ein Schädel im Museum für Naturkunde, Berlin.[1].

Merkmale

Der Holotypus hat eine Kopf-Rumpf-Länge von 280 mm und eine Schwanzlänge von 84 mm. Die Condylobasallänge des Schädels beträgt 59,5 mm. Die charakteristischen Eigenschaften von Uromys siebersi sind ein sehr kurzer Schwanz, der stärker marmoriert ist, als der der Weißschwanzriesenratte (Uromys caudimaculatus)[2], kleine spaltförmige Schneidezahnlöcher und ein auffällig gewölbter Schädel.[3]

Systematik

Der taxonomische Status von Uromys siebersi ist unklar. 1923 wurde sie von Oldfield Thomas als eigenständige Art beschrieben.[4] Hans Rümmler (1938)[5] und John Reeves Ellerman (1941)[6] klassifizierten sie als Unterart der Weißschwanzriesenratte (Uromys caudimaculatus). Eleanor M. O. Laurie und John Edwards Hill[7] synonymisierten sie 1954 mit der Unterart Uromys caudimaculatus aruensis. Tim Flannery und Colin Groves haben Uromys siebersi in ihrer Revision der Gattung Uromys aus dem Jahre 1994 als Art mit unsicherem Status bewertet, da sie dieses Taxon keiner Unterart der Weißschwanzriesenratte zuordnen konnten.[2] Die IUCN klassifiziert Uromys siebersi in die Kategorie unzureichende Datenlage (data deficient).

Einzelnachweise

  1. Kristofer M. Helgen, Tanya Leary, Giuliano Doria & Giavanni Amori (2008): Catalogue of Melanesian Rodents in the Museum of Genova. Annali del Museo Civico di Storia Naturale G.Doria, 99:S. 653–686
  2. 2,0 2,1 Colin P. Groves, T. F. Flannery: A revision of the genus Uromys Peters, 1867 (Muridae: Mammalia) with descriptions of two new species. Records of the Australian Museum 46:145–170, 1994
  3. Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  4. Oldfield Thomas: A New Uromys from the Kei Islands In: Treubia Band 3, 1923, S. 422
  5. Hans Rümmler (1938): Die Systematik und Verbreitung der Muriden Neuguineas. Mitteilungen aus dem Zoologische Museum in Berlin 23:1–297.
  6. J. R. Ellerman; R. W. Hayman; G. W. C. Holt (1941): The Families and Genera of Living Rodents, with a List of Named Forms (1758–1936) Volume II. Muridae.
  7. EMO Laurie & JE Hill (1954):List of land mammals of New Guinea, Celebes, and adjacent islands, 1758–1952. Trustees of the British Museum, London

Literatur

  • Colin P. Groves, T. F. Flannery: A revision of the genus Uromys Peters, 1867 (Muridae: Mammalia) with descriptions of two new species. Records of the Australian Museum 46:145–170, 1994
  • Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): Mammal Species of the World. 3. Ausgabe. The Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4.
  • Kristofer M. Helgen, Tanya Leary, Giuliano Doria & Giavanni Amori (2008): Catalogue of Melanesian Rodents in the Museum of Genova. Annali del Museo Civico di Storia Naturale G.Doria, 99:S. 653–686

Weblinks

  • Uromys siebersi in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2009. Eingestellt von: Chiozza, F., 2008. Abgerufen am 13. Februar 2010

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