Ureterozele

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Klassifikation nach ICD-10
N28.8 Sonstige näher bezeichnete Krankheiten der Niere und des Ureters
- Ureterozele
ICD-10 online (WHO-Version 2011)

Eine Ureterozele ist eine kugelförmige Erweiterung eines Teils des Ureters. Man unterscheidet intravesikale und ektope Ureterozelen.

Ureterozele

Typen

intravesikal

Bei der intravesikalen Ureterozele ist der Teil des Ureters, der in der Harnblasenwand verläuft, betroffen. Der Ureter, auch Harnleiter genannt, ist der Teil der Harnabflussorgane zwischen Niere und Blase. Die Ureterozele weist oft ein nur sehr kleines Ostium (Öffnung) zur Harnblase hin auf und wölbt sich in die Blase vor. Ureterozelen können sehr groß werden und unter Umständen die gesamte Blase ausfüllen. Kommt es durch solche großen Ureterozelen zur Kompression des gegenüberliegenden Harnleiters, kann es zu einem beidseitigen Harnaufstau mit nachfolgendem Nierenversagen führen.

ektop

Die ektope Ureterozele ist in der Regel mit einer Doppelbildung der oberen Harnwege kombiniert. Die winzige Öffnung der Ureterozele verursacht eine Harnabflusstörung im dazugehörigen Hohlsystem, der Ureter kann in seinem gesamten Verlauf bis in die Niere sackförmig erweitert sein. Drucksteigerungen im Nierenhohlsystem schädigen die Nierenfunktion, Abflussstörungen der Harnorgane sind oft Ursache einer sekundären oder chronischen Infektion.

Diagnose

Evtl. Harnbefund mit Nachweis einer chronischen Infektion. Röntgen: Ausscheidungsurogramm mit Nachweis einer charakteristischen Aussparung im Blasenschatten und Nachweis einer Erweiterung und Funktionseinschränkung im dazugehörigen Hohlsystem.

Therapie

Bei noch gut erhaltener Nierenfunktion kann der Harnleiter abgetrennt werden und mit einer Antireflux-Plastik neu in die Blasenwand eingepflanzt werden. Die Ureterozele wird chirurgisch abgetragen. Alternativ ist eine Verbindung zwischen beiden Anteilen des gedoppelten Nierenbeckens möglich. Bei weitgehendem Funktionsverlust des dazugehörigen Nierenhohlsystems wird die Ureterozele mit dem dazugehörigen Harnleiter und Nierengewebe entfernt.

Literatur

  • Hautmann, Huland: “Urologie”, 3.Auflage, Springer Verlag 2006, S397 f
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