Rekener Berge

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Rekener Berge
Höchster Gipfel Melchenberg (133,8 m ü. NN)
Lage Kreis Borken, Nordrhein-Westfalen
Teil der Einheit Hohe Mark (mit Rekener Kuppen), Halterner Berge, Westmünsterland
Einteilung nach Bundesanstalt für Landeskunde, BfN
Rekener Berge (Regionalverband Ruhr)
Rekener Berge
Koordinaten 51° 50′ N, 7° 2′ O51.8386111111117.0398888888889133.8Koordinaten: 51° 50′ N, 7° 2′ O

Die Rekener Berge sind ein Höhenzug, der sich unmittelbar nördlich (Groß) Rekens (Kreis Borken, Westfalen) nordwestlich als Nordwestausläufer an das Kerngebiet des bis 145,9 m ü. NN[1] hohen Naturraumes Hohe Mark (mit Rekener Kuppen) (Haupteinheit Westmünsterland) anschließt. Sie stellen mit bis 133,8 m ü. NN den Höhenschwerpunkt der Rekener Kuppen dar, die nach Westnordwesten im Höhenzug Die Berge (bis 107,4 m ü. NN) auslaufen.

Sie liegen im Norden des den Ballungsraum Ruhrgebiet nördlich flankierenden Naturpark Hohe Mark.[2]

Geographische Lage und Grenzen

Die Rekener Berge ziehen sich in West-Ost-Richtung von der Landesstraße 829 zwischen Heiden (Süden) und Velen (Norden), die sie vom sich westnordwestlich anschließenden Höhenzug Die Berge (bis 107,4 m ü. NN) separiert, bis Maria Veen. Südlich werden sie von Groß Reken tangiert, nach Norden reichen sie etwa bis zur B 67 zwischen Borken und Merfeld. Höchste Erhebung des Höhenzugs ist der Melchenberg 133,8 m ü. NN.

Die in Nord-Süd-Richtung verlaufende A 31 teilt den Höhenzug in einen auf Heidener Gemarkung liegenden, flachwelligeren Westteil und den höheren Zentral- und Ostteil auf Rekener Gebiet.

Südliche Abdachungen des Höhenzugs, die zur naturräumlichen Einheit Hülsten-Rekener Kuppen (vgl. naturräumliche Gliederung) gezählt werden, können westlich des Midlicher Mühlenbaches (im Oberlauf: Kuse Becke) ebenfalls den Rekener Kuppen zugeordnet werden.[2][3]

Landschaft

Die Rekener Berge fallen, ähnlich wie der sich westnordwestlich anschließende Höhenzug Die Berge, nach Süden sanft und nach Norden deutlich schroffer ab. Beides sind geologisch (die westlichsten) Teile der oberkreidezeitlichen Halterner Sande, die auch die sich südöstlich anschließende eigentliche Hohe Mark sowie die weiter östlich folgenden Borkenberge sowie die südlich der beiden letztgenannten Höhenzüge befindliche Haard (SO) prägen.[2]

Im Sattel zwischen Schwarzem Berg im Norden und Düsselberg im Süden befindet sich, auf dem Gebiet der Hülsten-Rekener Kuppen, auf etwa 80 m ü. NN das Hünengrab De Düwelsteene in den Uhlen-Wäldern.

Erhebungen

Zu den Erhebungen de der Rekener Berge gehören − sortiert nach Höhe in Meter über Normalnull (NN)[1]:

  • Melchenberg (133,8 m), 51.8386111111117.0398888888889, direkt nördlich Groß Rekens (u. a. mit Funkturm Groß Reken Melchenberg mit Aussichtsplattform)
  • NN* (111,9 m), 51.8425694444447.0234027777778, westlich des Backenbergs (s. u.) und der von Groß Reken nach Nordnordwesten führenden K 11 bzw. südwestlich des von diesem abzweigenden Fahrwegs Bollengraben, der zum Weiler Bollengraben führt
  • NN* (109,5 m), 51.8397222222227.0636805555556, zwischen Groß Reken und Maria Veen südlich der K 48
  • Backenberg (104,3 m), 51.8437777777787.0325694444444, nordwestlich des Melchenbergs, jedoch östlich der von Groß Reken nach Nordnordwesten führenden K 11
  • Düsselberg (104 m), 51.8203888888896.9967083333333, knapp östlich der A 31, etwas südlich der K 11, direkt östlich der Grenze von Heiden (Westen) und Reken (Osten); gehört zum die Rekener Berge nach Süden abdachenden Westen der Hülsten-Rekener Kuppen (vgl. naturräumliche Gliederung)
  • Schwarzer Berg (102,9 m), 51.8471388888896.9972916666667, westlich der A 31 auf der Gemarkung Heiden
  • Wasserberg (101 m), 51.8474583333336.9875833333333, westlich des Schwarzen Bergs (s. o.) auf der Gemarkung Heiden
  • Sandberg (89,7 m), 51.787757.00225, westnordwestlich des Weilers Wessendorf (Gemarkung Dorsten); gehört zum die Rekener Berge nach Süden abdachenden Westen der Hülsten-Rekener Kuppen
  • Lemberg (89,6 m), 51.7877777777787.0150416666667, nordöstlich des Weilers Wessendorf, unweit westlich vom Hof Lienemann (Gemarkung Dorsten); gehört zum die Rekener Berge nach Süden abdachenden Westen der Hülsten-Rekener Kuppen

* NN = Abkürzung für unbenannte (no name), namentlich nicht recherchierte Erhebung oder für NN

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  2. 2,0 2,1 2,2 Geographische Landesaufnahme: Die naturräumlichen Einheiten auf Blatt 95/96 - Kleve/Wesel (Wilhelm von Kürten 1977, Osten) - Bundesanstalt für Landeskunde, Bad Godesberg
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise) - Kartendienst „Schutzgebiete“ macht, neben Schutzgebieten und Naturparks, die Grenzen der Gemarkungen und Haupteinheiten einblendbar, der etwas gröbere Kartendienst „Landschaften“ unterteilt die Naturräume noch etwas feiner.

Weblinks

  • Naturraumkarten aus den Einzelblättern 1:200.000 des Bundesinstituts für Landeskunde auf Blatt 95/96 - Kleve/Wesel (Osten) - die Rekener Berge sind "544.36"

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