Reiskäfer

Reiskäfer
Reiskäfer (Sitophilus oryzae)

Reiskäfer (Sitophilus oryzae)

Systematik
Klasse: Insekten (Insecta)
Ordnung: Käfer (Coleoptera)
Familie: Dryophthoridae
Unterfamilie: Rhynchophorinae
Gattung: Sitophilus
Art: Reiskäfer
Wissenschaftlicher Name
Sitophilus oryzae
(Linnaeus, 1763)

Der Reiskäfer (Sitophilus oryzae) ist ein Käfer aus der Familie der Dryophthoridae.

Er wird bis zu drei Millimeter lang und wurde aus den Tropen eingeschleppt. Dieser Käfer kann erhebliche Schäden in Nahrungsmittellagern anrichten.

Die Weibchen legen einzeln 100 bis 200 Eier ab, mit Vorliebe an Getreidekörnern, sie verschonen aber auch Graupen und Teigwaren nicht. Die Tiere bevorzugen warme Temperaturen zur Fortpflanzung. Ab ca. 13 °C vermehren sie sich relativ stark und ab ca. 20 bis 25 °C explodieren die Populationen sprichwörtlich.

Um ihre Eier abzulegen, bohren die Käfer mit ihren Mundwerkzeugen ein Loch in ein Getreidekorn und legen darin jeweils ein Ei ab. Danach wird das Loch mit einem Sekret wieder verschlossen. Nach der Ablage entwickelt sich das Ei im Korn zu einer Larve. Diese verpuppt sich, und nach insgesamt eineinhalb bis sechs Monaten, je nach Umgebungstemperatur, befreit sich der fertige Käfer aus dem ausgehöhlten Korn. Ein ausgewachsener Käfer kann monatelang ohne Nahrungsaufnahme überleben.

Der Reiskäfer kann z.B. zusammen mit dem Vogelfutter ins Haus kommen. Aus dem bereits mit dem Gelege infizierten Korn schlüpft dann in warmer häuslicher Umgebung der Käfer aus.

Weblinks

 Commons: Sitophilus oryzae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Vorlage:Commonscat/WikiData/Difference

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

22.10.2021
Physiologie | Toxikologie | Insektenkunde
Summ-Summ-Summ, Pestizide schwirr´n herum
Was Rapsfelder und Obstplantagen schützt, bedeutet für manche Organismen den Tod: Insektizide und Fungizide werden in der Landwirtschaft gegen Schädlinge und Pilze eingesetzt.
21.10.2021
Mikrobiologie | Genetik | Virologie
Kampf gegen Viren mit austauschbaren Verteidigungsgenen
Bakterien verändern mobile Teile ihres Erbgutes sehr schnell, um Resistenzen gegen Viren zu entwickeln.
21.10.2021
Genetik | Säugetierkunde
Endlich geklärt: Die Herkunft der heutigen Hauspferde
Pferde wurden zuerst in der pontisch-kaspischen Steppe im Nordkaukasus domestiziert, bevor sie innerhalb weniger Jahrhunderte den Rest Eurasiens eroberten.
21.10.2021
Bionik, Biotechnologie, Biophysik | Entwicklungsbiologie | Säugetierkunde
Eizellenentnahme bei einem von zwei Nördlichen Breitmaulnashörnern eingestellt
Nach einer speziellen, umfassenden ethischen Risikobewertung hat das Team nun beschlossen, das ältere der beiden verbleibenden Weibchen – die 32-jährige Najin –, als Spenderin von Eizellen (Oozyten) in den Ruhestand zu schicken.
20.10.2021
Toxikologie | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Verheerende Auswirkungen von Insektenvernichtungsmittel
Neonicotinoide beeinflussen menschliche Neurone und schädigen potentiell somit nicht nur Insektenzellen, sie sind synthetisch hergestellte Wirkstoffe, die zur Bekämpfung von Insekten eingesetzt werden.
20.10.2021
Ethologie | Neurobiologie | Säugetierkunde
Findet Rico - „den ganz besonderen Hund“
Zwei Forscherinnen sind auf der Suche nach „dem einen ganz besonderen Hund“.