Phospholipide

Schematische Darstellung von Phospholipiden, beispielsweise als Teil einer Membran. 1. Hydrophiler Kopf. 2. Lipophiler Schwanz.
Unterschiedliche Strukturen die Phospholipide in wässrigen Lösungen annehmen können: Liposom, Mizelle, und Doppellipidschicht (Hauptbestandteil der Biomembran)

Phospholipide sind phosphorhaltige, amphiphile Lipide. Sie sind im Organismus als Membranlipide am Aufbau der Doppellipidschicht einer Biomembran beteiligt. Sie setzen sich aus einem hydrophilen Kopf und zwei hydrophoben Kohlenwasserstoffschwänzen zusammen. Sie sind somit amphiphil.

Phospholipide bilden in Wasser eine Doppellipidschicht (Liposom). Die häufigsten in einer Zellmembran auftretenden Phospholipide sind Phosphatidylcholine (auch Lecithine, kurz PC), Phosphatidylethanolamine (auch Kephalin, kurz PE), Phosphatidylserine (PS) und Sphingomyeline.

Phospholipide gliedern sich aufgrund ihres chemischen Aufbaus in folgende zwei Gruppen:[1]

  • Phosphoglyceride mit Glycerin als Grundgerüst (auch Glycerophospholipide oder Phosphatide genannt)
  • Phosphorhaltige Sphingolipide, die vom Sphingosin abgeleitet sind (auch Sphingomyeline genannt)

Es existieren weiterhin so genannte Plasmalogene. Diese unterscheiden sich von Phosphoglyceriden nur dadurch, dass sie am C1-Atom des Glycerins statt einer Fettsäure einen, über eine Etherbrücke verknüpften, ungesättigten Alkohol (z. B. –O–CH=CH–(CH2)n–CH3) tragen. Sie stellen 50 % der Phospholipide des Herzens. Mit 10 % sind sie die häufigsten Moleküle im Zentralnervensystem, treten aber auch in der Herz- und Skelettmuskulatur auf. Ihre Funktion ist nicht bekannt.

Einzelnachweise

  1. Thieme Chemistry (Hrsg.): Römpp Online. Version 3.1. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007.

Siehe auch

  • Antiphospholipidsyndrom

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