Musculus coccygeus

Musculus coccygeus
Gray404.png
Muskulatur des Beckenbodens
Ursprung
Spina ischiadica
Ansatz
Os coccygis
Funktion
unterstützt den Musculus levator ani

fixiert das Steißbein

verschließt nach dorsal hin das Becken (zusammen mit dem Musculus piriformis)

Innervation
Nervus coccygeus (Plexus coccygeus)
Spinale Segmente
S5 bis Co2

Der Musculus coccygeus („Steißbeinmuskel“) ist ein quergestreifter Muskel (Skelettmuskel) von dreieckiger, flacher Form. Er liegt hinter dem Musculus levator ani, nimmt seinen Ursprung von der Spina ischiadica des Sitzbeins und setzt am Os coccygis (Steißbein) an. Seine Muskelfasern sind normalerweise mit dem Ligamentum sacrospinale verwachsen. Der Muskel ist nicht bei allen Individuen vorhanden. Innerviert wird der Steißbeinmuskel durch den Nervus coccygeus.

Funktion

Der Musculus coccygeus verstärkt die Wirkung des Musculus levator ani im Diaphragma pelvis und fixiert das Steißbein. Außerdem verschließt er nach dorsal hin das Becken zusammen mit dem Musculus piriformis.

Literatur

  • Ulrike Bommas, Philipp Teubner, Rainer Voß: Anatomie und Embryologie - Kurzlehrbuch, Thieme, 2. Auflage 2006, ISBN 978-3-13-135532-4
  • Michael Schünke, Erik Schulte, Udo Schumacher, Markus Voll, Karl Wesker: Prometheus - Lernatlas der Anatomie (Allgemeine Anatomie und Bewegungssystem) Thieme, Auflage 2006, ISBN 978-3-13-139521-4

Die News der letzten Tage

17.11.2022
Meeresbiologie | Taxonomie
Dornenkronenseesterne aus dem Roten Meer sind endemisch!
Neben dem Klimawandel stellen korallenfressende Dornenkronenseesterne (Acanthaster spp.
17.11.2022
Klimawandel | Meeresbiologie
Eisbedeckung im Südpolarmeer: Auswirkungen auf Meiofauna und Makrofauna
Wissenschaftlerinnen haben erstmals untersucht, wie sich Gemeinschaften von Meiofauna und Makrofauna unter verschiedenen Umweltbedingungen im Südpolarmeer zusammensetzen.
16.11.2022
Biochemie | Physiologie
Pflanzen zwischen Licht und Schatten
In der Forschung werden Pflanzen häufig unter konstantem Licht angezogen, was nicht den natürlichen Bedingungen in der Natur entspricht.
15.11.2022
Anthropologie | Ethologie | Paläontologie
Guten Appetit! Homo hat bereits vor 780.000 Jahren Fisch gekocht
Fischzähne der archäologischen Fundstelle Gesher Benot Ya’aqov in Israel liefern den frühesten Hinweis auf das Garen von Nahrungsmitteln durch unsere Vorfahren.
15.11.2022
Biodiversität | Bioinformatik | Botanik
Eine Weltkarte der Pflanzenvielfalt
Warum gibt es an manchen Orten mehr Pflanzenarten als an anderen?
15.11.2022
Biodiversität | Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Ökologie
Biodiversität von Wiesen- und Weideflächen: Ein Gewinn für Natur, Landwirtschaft und Tourismus
Ein internationales Team hat in einer langangelegten Studie nachgewiesen, wie wichtig die Biodiversität von Wiesenflächen für ein breites Spektrum von Ökosystemleistungen und unterschiedliche Interessengruppen ist.
15.11.2022
Biochemie | Land-, Forst-, Fisch- und Viehwirtschaft | Zytologie
Wie funktioniert der Mangantransport in Pflanzen?
Das Protein BICAT3 ist einer der wichtigsten Mangan-Verteiler in Pflanzen - ist es defekt, hat das einen verheerenden Einfluss auf das Wachstum der Pflanzen.
14.11.2022
Ökologie | Säugetierkunde
Kollisionsrisiko für Fledermäuse bei großen Windkraftanlagen
Um Fledermäuse vor der Kollision mit Windenergieanlagen zu schützen, werden in Genehmigungsverfahren akustische Erhebungen durchgeführt.
09.11.2022
Physiologie | Vogelkunde
Kohlmeisen: Hormonschwankungen als Überlebensvorteil?
Bei freilebenden Kohlmeisen gibt es zwischen Individuen große Unterschiede in der Menge an Stresshormonen im Blut.
14.11.2022
Amphibien- und Reptilienkunde | Paläontologie
Grube Messel: eine lebendgebärende Schlange vor 47 Millionen Jahren
Ein argentinisch-deutsches Forschungsteam hat den weltweit ersten fossilen Beleg für eine Lebendgeburt bei Schlangen erbracht.