Kurznasenchimären


Kurznasenchimären

Hydrolagus colliei

Systematik
Überklasse: Kiefermäuler (Gnathostomata)
Klasse: Knorpelfische (Chondrichthyes)
Unterklasse: Holocephali
Überordnung: Holocephalimorpha
Ordnung: Seekatzen (Chimaeriformes)
Familie: Kurznasenchimären
Wissenschaftlicher Name
Chimaeridae
Bonaparte, 1831

Die Kurznasenchimären (Chimaeridae) (Gr.: chímaira „Ziege“, chimaera „Zwitterwesen“) gehören zu den Knorpelfischen (Chondrichthyes).

Merkmale

Die Fische werden 40 bis 150 Zentimeter lang. Ihre Schnauze ist im Gegensatz zu den beiden anderen Familien der Seekatzen (Chimaeriformes) kurz und abgerundet oder kegelförmig. Das Seitenlinienorgan hat offene Poren und erstreckt sich auch auf den Kopf.

Die über 30 Arten gehören zu den beiden Gattungen Chimaera und Hydrolagus. Bei Hydrolagus sind die After- und die diphycerke Schwanzflosse zu einem Flossensaum zusammengewachsen, während sie bei Chimaera getrennt sind. Bei beiden Gattungen ist die erste Rückenflosse hoch und wird vorn von einem Stachel geschützt, die zweite Rückenflosse ist niedrig und saumförmig langgestreckt. Der Stachel steht mit einer Giftdrüse in Verbindung. Ein Stich führt beim Menschen zu schmerzhaften Wunden.

Die Eikapseln der Kurznasenchimären sind spindelförmig, relativ klein, typischerweise mit den Abmessungen 17 x 2,5 cm. Sie haben einen dorsalen Kiel.

Verbreitung

Kurznasenchimären leben in gemäßigten und tropischen Bereichen im Atlantik, Pazifik und im Indischen Ozean, meist in Tiefen unter 200 Meter. Die einzige Art in europäischen Gewässern ist die Seekatze (Chimaera monstrosa) .

Gattungen und Arten

Seekatze (Chimaera monstrosa)
Hydrolagus affinis
Hydrolagus mirabilis
Hydrolagus pallidus
  • Chimaera Linnaeus, 1758
    • Chimaera argiloba Last, White & Pogonoski, 2008
    • Chimaera cubana Howell Rivero, 1936
    • Chimaera fulva Didier, Last & White, 2008
    • Chimaera jordani Tanaka, 1905
    • Chimaera lignaria Didier, 2002
    • Chimaera macrospina Didier, Last & White, 2008
    • Seekatze (Chimaera monstrosa) Linnaeus, 1758
    • Chimaera nocka You & Rasmi, 2009
    • Chimaera obscura Didier, Last & White, 2008
    • Chimaera opalescens Luchetti, Iglésias & Sellos, 2011
    • Chimaera owstoni Tanaka, 1905
    • Chimaera panthera Didier, 1998
    • Chimaera phantasma Jordan & Schneider, 1900
  • Hydrolagus Gill, 1862
    • Hydrolagus affinis (Brito Capello, 1868)
    • Hydrolagus africanus (Gilchrist, 1922)
    • Hydrolagus alberti Bigelow & Schroeder, 1951
    • Hydrolagus alphus Quaranta, Didier, Long & Ebert, 2006
    • Hydrolagus barbouri (Garman, 1908)
    • Hydrolagus bemisi Didier, 2002
    • Hydrolagus colliei (Lay & Bennett, 1839)
    • Hydrolagus deani Smith & Radcliffe in Smith, 1912
    • Hydrolagus eidolon (Jordan & Hubbs, 1925)
    • Hydrolagus homonycteris Didier, 2008
    • Hydrolagus lemures Whitley, 1939
    • Hydrolagus macrophthalmus de Buen, 1959
    • Hydrolagus marmoratus Didier, 2008
    • Hydrolagus matallanasi Soto & Vooren, 2004
    • Hydrolagus mccoskeri Barnett, Didier, Long & Ebert, 2006
    • Hydrolagus mirabilis (Collett, 1904)
    • Hydrolagus mitsukurii (Jordan & Schneider, 1904)
    • Hydrolagus novaezealandiae (Fowler, 1911)
    • Hydrolagus ogilbyi (Waite, 1898)
    • Hydrolagus pallidus Hardy & Stehmann, 1990
    • Hydrolagus purpurescens (Gilbert, 1905)
    • Hydrolagus trolli Didier & Séret, 2002
    • Hydrolagus waitei Fowler, 1907

Stammesgeschichte

Die Familie ist fossil seit der frühen Kreide nachgewiesen (Gattung Belgorodon), die Gattung Chimaera ist fossil aus der Oberkreide und dem Eozän der Antarktis bekannt.

Literatur

  • Joseph S. Nelson: Fishes of the World. John Wiley & Sons, 2006, ISBN 0-471-25031-7
  • Kurt Fiedler: Lehrbuch der Speziellen Zoologie, Band II, Teil 2: Fische. Gustav Fischer Verlag Jena, 1991, ISBN 3-334-00339-6

Weblinks

Commons: Kurznasenchimären – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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