Kesselfalle

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Kesselfallen sind im Pflanzenreich ein relativ häufig vorkommendes Phänomen. Pflanzen haben im Laufe der Evolution verschiedene Organe zu Fallgruben umgebaut, um Tiere (meistens Insekten) zu fangen und für ihre Zwecke zu nutzen. Die von Kesselfallen gefangenen Tiere erfüllen hauptsächlich die zwei Funktionen Bestäubung und Ernährung.

Bestäubung

Hierbei werden Blütenorgane bzw. Hochblätter zu einem Kessel umgebildet. Insekten werden in den Blüten bzw. Blütenständen festgehalten, wodurch die Bestäubung begünstigt wird. Die Blüten von Kesselfallen sind meistens proterogyn, das heißt, die weiblichen Organe reifen zuerst und sind empfänglich für Pollen. Erst wenn die Befruchtung erfolgt ist, öffnen sich die männlichen Blüten und geben den Blütenstaub frei. Dieses dient der Verhinderung der Selbstbefruchtung. Oft ist diese Bestäubungsmethode innerhalb einer Familie oder Gattung sehr verbreitet, z. B.:

Ernährung

Fleischfressende Pflanzen bilden trichter-, oder kesselförmige Behälter aus Blattorganen. Diese sind mit meistens mit Flüssigkeit gefüllt, in der die Beute ertrinkt. Meistens sind am Rand und im Kessel Haare oder Zähnchen vorhanden, die ein Abrutschen erleichtern und die Tiere am Entkommen hindern. Manche Fallen besitzen auch Wachsauflagerungen, welche die Oberfläche noch rutschiger machen. Damit die Pflanzen die in den Tieren enthaltenen Nährstoffe auch aufnehmen können, müssen diese erst einmal verdaut werden. Dieses geschieht durch Enzyme, die von den Pflanzen selbst und/oder von Mikroorganismen (Bakterien, Pilze) produziert werden. Vertreter dieser Gruppe sind:

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