Joseph Paneth


Josef Paneth

Joseph Paneth (* 6. Oktober 1857 in Wien; † 4. Jänner 1890 ebenda) war ein österreichischer Physiologe und Erstbeschreiber der nach ihm benannten Paneth-Zellen. Er ist der Vater des Chemikers Friedrich Adolf Paneth.

Paneth arbeitete in Ernst Brückes physiologischem Institut in Wien, wo er zunächst ein Mitarbeiter und dann der Nachfolger Sigmund Freuds war. In Freuds Non vixit-Traum wird Paneth als „Freund und Gegner P.“ erwähnt.[1] Paneth stand zudem in Kontakt mit Friedrich Nietzsche. Seine philosophischen Arbeiten zu erkenntnistheoretischen Problemen wurden nicht publiziert.

Literatur

  • M. Jantsch: Paneth Josef. In: Österreichisches Biographisches Lexikon 1815–1950 (ÖBL). Band 7, Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 1978, ISBN 3-7001-0187-2, S. 311.
  • Krumel RF. Joseph Paneth über seine Begegnung mit Nietzsche in der Zarathustra-Zeit. Nietzsche Studien Internationales Handbuch für die Nietzsche-Forschung 17:478-495, 1988
  • Hemecker WW. Der Physiologe Zarathustras. Freuds Freund P. manuskripte: Zeitschrift für Literatur. 1990;110:5-11.
  • Josef Paneth: Vita Nuova. Graz: Leykam, 2007. ISBN 978-3-7011-7563-5.

Einzelnachweise

  1. Sigmund Freud Studienausgabe, Band II: Die Traumdeutung, S. 408ff und S. 462ff; S. Fischer Verlag, 1994

Weblinks

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