Inostrancevia

Inostrancevia
Inostrancevia bei der Jagd auf ein Scutosaurus-Jungtier (Lebendrekonstruktion)

Inostrancevia bei der Jagd auf ein Scutosaurus-Jungtier (Lebendrekonstruktion)

Zeitraum
Oberperm
260 bis 251 Mio. Jahre
Fundorte
  • Russland
Systematik
Synapsida
Therapsida
Theriodontia
Gorgonopsia
Inostranceviinae
Inostrancevia
Wissenschaftlicher Name
Inostrancevia
Amalitsky, 1922

Inostrancevia war ein bis zu 4,3 Meter langer und fast zwei Meter hoher Gorgonopside, eine Gruppe der Therapsiden (früher als „säugetierähnliche Reptilien“ bezeichnet), der im Oberperm lebte und dem Massenaussterben an der Perm-Trias-Grenze zum Opfer fiel. Eventuell war er behaart und er besaß die für alle Gorgonopsiden charakteristischen Säbelzähne sowie bestimmte Duftdrüsen. Sein Kopf war im Verhältnis zum Körper sehr massig und lässt auf ein größeres Gehirnvolumen schließen als bei den Reptilien seiner Zeit.

Lebensweise

Inostrancevia lebte im oberen Perm, der Zeit, in der sich der Superkontinent Pangaea gebildet hatte. In diesem Zeitalter war es sehr trocken und die Wüsten hatten sich weit verbreitet, selbst bis nach Russland waren sie vorgedrungen.

Am Ende dieses Zeitalters war Inostrancevia als eine der letzten Gattungen der Gorgonopsia übrig geblieben. Im Gegensatz zu den meisten seiner zu der Zeit schon ausgestorbenen Verwandten, wie dem Lycaenops, jagte er, wahrscheinlich aufgrund seiner Größe, meistens allein. Er stellte wahrscheinlich Pareiasaurier wie den Scutosaurus oder den Lystrosaurus nach, der den Dicynodontia angehörte. Vermutlich ernährte er sich auch von Aas und war ein guter Läufer.

Arten

  • Inostrancevia alexandri Amalitsky, 1922, Typusart
  • Inostrancevia latifrons Pravoslavlev, 1927
  • Inostrancevia uralensis Tatarinov, 1974
  • Inostrancevia vladimiri Pravoslavlev, 1927

Trivia

In der britischen Fernsehserie Primeval - Rückkehr der Urzeitmonster tritt mehrmals ein Inostrancevia auf.

Literatur

  • Michael J. Benton, Mikhail A. Shishkin, David M. Unwin, und Evgenii N. Kurochkin: The Age of Dinosaurs in Russia and Mongolia. Cambridge University Press, ISBN 052154582X googlebooks

Weblinks

  • [1] Inostrancevia in Gondwanastudios.com

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