Dieselpest

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Unter Dieselpest werden Beschädigungen der innenliegenden Treibstoff- und auch Schmierölanlagen durch Lebewesen oder deren Stoffwechselprodukte bezeichnet.

Verbreitung

Die Dieselpest tritt überwiegend in seltener genutzten Fahrzeugen auf. Auch Ölheizungen in selten bewohnten Häusern sind gelegentlich betroffen. Am häufigsten ist der Befund in Tanks von Schiffen.[1][2]

Infektion

Der Befall der Schmier- und Dieselöltanks mit diesen Organismen kann bei jeder Tankfüllung, durch Tankbelüftung und jegliche Verschmutzung erfolgen. Mikroorganismen können nur in der Wasserphase eines Mediums überleben, wachsen und sich vermehren.

Vermehrung

Für die Vermehrung der Mikroorganismen sind die Parameter Wasser und Substrat lebenswichtig. Da die Brenn- und Kraftstoffe als organische Substanzen für Mikroorganismen Substrate darstellen, ist die Wasserkonzentration in den Kraftstoffen der limitierende Faktor für das Mikroorganismen-Wachstum.

Das Überleben, das Wachstum und die Vermehrung der Bakterien, Pilze und verschiedener anderer Mikroorganismen in den befallenen Schmier- und Dieselölen ist wegen deren sehr guter Anpassungsfähigkeit an diese Medien möglich. Die Mikroorganismen haben einen sehr geringen Nährstoffbedarf, sie benötigen für Wachstum und Vermehrung lediglich Stickstoff, kettenförmige Kohlenwasserstoffe, Phosphate, Schwefel und Mineralien. Abhängig von der Art der Organismen sind Wasser, Temperatur, Eiweiß, Zucker, Fett, Vitamine und Mineralien für deren Ernährung wichtig, Licht, pH-Wert und Sauerstoffgehalt beeinflussen ihr Wachstum.

Arten

Unzählige Arten von Bakterien und Cyanobakterien, wie auch Pilze und Algen formen die biologische Gruppe der Mikroorganismen.

Folgen

Die Folgen eines mikrobiologischen Befalls sind vielfältiger Art: die mikrobielle Zerstörung hat Qualitätsverluste des Diesel- und Schmieröls zur Folge und die Stoffwechselprodukte der Organismen zerstören das Material von Tankwänden, Rohren und Filterelementen. Der Schwefelwasserstoff unterstützt die Korrosion und der entstehende mikrobiologische Schleim verstopft Filterelemente, Diesel- und Ölleitungen sowie Wasserabscheider und Einspritzpumpen. Damit einhergehend sind Schäden durch bakterielle anaerobe Korrosion.

Vermeidung

Eine regelmäßige Entwässerung des Dieselkraftstoff-Filters im Rahmen der Wartung vermindert zumindest die Verkeimung. Um Kondensatbildung durch abkühlende, feuchte Ausgleichsluft zu vermindern, sollte der Tank möglichst immer gefüllt sein. Die Tank-Ansaugleitung sollte an der tiefsten Stelle im Tank ausgebildet sein, um das spezifisch schwerere Wasser vorrangig abzusaugen, welches sich dann im Dieselfilter sammelt und abgelassen werden kann. Sollte dies nicht möglich sein, muss der Tank regelmäßig am Bodenablass entwässert werden. Auch eine Totalentleerung und Reinigung kann erforderlich sein.

Eine weitere Möglichkeit ist der Zusatz von speziellen Additiven.

Seitdem ein fester Prozentsatz an Biodiesel gemäß gesetzlicher Auflagen zugesetzt wird, kann eine vermehrte Algenbildung festgestellt werden. Am Tankstutzen ist dieser Vorgang unmittelbar erkennbar.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Segelmagazin - Deutscher Bericht zur Dieselpest PDF, deutsch, Abrufdatum: 18. Oktober 2010
  2. Niederländischer Bericht zur Dieselpest html, niederländisch, Abrufdatum: 25. Mai 2009

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