Diastatops

Diastatops ist eine aus acht Arten bestehende Libellengattung der Unterfamilie Palpopleurinae und wurde 1842 von Jules Pierre Rambur erstbeschrieben. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich östlich der Anden von Kolumbien abwärts bis in die argentinischen Niederungen des Río Paraná. Im Osten reicht das Fluggebiet bis an die Atlantik-Küste Brasiliens.[1]

Merkmale

Diastatops-Arten sind kleine bis mittelgroße Tiere und werden 25 bis 32 Millimeter lang. Innerhalb der Segellibellen sind es die einzigen Arten, deren Augen sich nicht auf der Oberseite des Kopfes berühren. Ihr Brustkorb (Thorax) und Hinterleib (Abdomen) sind braun gefärbt. Die Flügel sind meist dunkel gefärbt oder besitzen eine bräunliche Musterung. Die Adern der Hinterflügel sind teilweise am Ansatz rötlich bis gelblich gefärbt.[1]

Lebensraum

Die ausgewachsenen Tiere jagen auf Schilfrohr und Gras in der Nähe von Tümpeln und Marschen.[1]

Systematik

Die Gattung wurde erstmals 1842 anhand Libellula pullata durch Rambur eingerichtet. Die letzte Revision der Gattung erfolgte 1940 durch Basil Elwood Montgomery.[1] Folgende Arten gehören zur Gattung Diastatops:

  • Diastatops dimidiata
  • Diastatops emilia
  • Diastatops estherae
  • Diastatops intensa
  • Diastatops maxima
  • Diastatops nigra
  • Diastatops obscura
  • Diastatops pullata

Einzelnachweise

  1. 1,0 1,1 1,2 1,3 Garrison, von Ellenrieder, Louton: Dragonfly Genera of the New World. Johns Hopkins University Press, 2006, ISBN 0-8018-8446-2, S. 234f.

Die News der letzten Tage

24.05.2022
Entwicklungsbiologie
Sind Mütter von Zwillingen fruchtbarer?
Sind Frauen, die Zwillinge haben, fruchtbarer?
23.05.2022
Bionik, Biotechnologie, Biophysik
Mikropartikel mit Gefühl
Ein internationales Forschungsteam hat winzige Partikel entwickelt, die den Sauerstoffgehalt in ihrer Umgebung anzeigen.
23.05.2022
Paläontologie | Klimawandel | Meeresbiologie
Korallen als Klimaarchive
Ungewöhnlich gut erhaltene Riffkorallen aus der Geologisch-paläontologischen Sammlung der Universität Leipzig bergen ein großes Geheimnis: Sie lassen uns weit in die Vergangenheit reisen und die klimatischen Verhältnisse in unseren Breiten rekonstruieren.
19.05.2022
Ethologie | Meeresbiologie | Säugetierkunde
Delfine behandeln Hautprobleme an Korallen
Indopazifische Grosse Tümmler reiben sich vom Schnabel bis zur Schwanzflosse an Korallen: Forscherinnen belegen nun, dass die von den Delfinen speziell ausgesuchten Korallen biofunktionelle Eigenschaften aufweisen.
19.05.2022
Taxonomie | Paläontologie | Amphibien- und Reptilienkunde
Neue Krokodilart lebte vor 39 Millionen Jahren in Asien
Wissenschaftler haben in Vietnam die Fossilien einer bisher unbekannten Krokodilart identifiziert: Das knapp vier Meter lange, fast vollständig erhaltene Skelett aus der Fundstelle Na Duong gehört zu den langschnäuzigen Krokodilen aus der Verwandtschaft der Sundagaviale.
19.05.2022
Virologie | Parasitologie | Insektenkunde
Neue Virusvariante bedroht Bienengesundheit weltweit
Eine gefährliche Variante des Krüppelflügelvirus ist weltweit auf dem Vormarsch: Das Virus befällt Honigbienen, wird von der Varroamilbe übertragen und sorgt dafür, dass ihre Flügel verkümmern und die Tiere sterben.
17.05.2022
Evolution | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Leben am Vulkan – in zwei Schritten zur Anpassung
Ein internationales Team hat eine Wildpopulation der Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana) untersucht, die sich am Fuß eines Stratovulkans angesiedelt hat.
18.05.2022
Klimawandel | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Insektensterben: Was stört die Kolonie-Entwicklung der Steinhummel?
Bestäubende Insekten sind für die Biodiversität und die landwirtschaftliche Produktion unersetzlich - doch seit Jahren geht der Bestand an Bienen, Hummeln und weiteren Insekten stark zurück.
18.05.2022
Biodiversität | Insektenkunde | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Insektenvielfalt: Öko-Landbau oder Blühstreifen besser?
Wie wirksam Agrarumweltmaßnahmen für die biologische Vielfalt sind, hängt von verschiedenen Faktoren und dem jeweiligen Blickwinkel ab.
18.05.2022
Ethologie | Primatologie
Wie flexibel Orang-Utan-Mütter mit ihrem Nachwuchs kommunizieren
Ein Forschungsteam hat Mutter-Kind-Interaktionen bei Orang-Utans untersucht und dabei besonderes Augenmerk auf individuelle Unterschiede und Flexibilität in den Kommunikationsstrategien von Orang-Utan-Müttern gelegt.
17.05.2022
Ökologie | Biodiversität | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Ökologie: Fließgewässer stehen weltweit schlecht da
Landwirtschaft, Habitatverlust oder Abwässer – menschgemachte Stressoren wirken sich negativ auf die biologische Vielfalt in Bächen und Flüssen aus.