Blendling

Blendling (von mhd. blenden „mischen“; vgl. auch engl.: to blend und dän.: at blande) oder Mistus bezeichnet allgemein in der Biologie, im Speziellen auch in der Tier- und Pflanzenzüchtung, einen Nachkommen von Eltern aus derselben Art, jedoch mit unterschiedlicher Unterart, Rasse oder Sorte.

In der deutschen Übersetzung von Charles Darwins "Über die Entstehung der Arten" steht der Begriff Blendling (engl. mongrel) für die in der Regel fruchtbaren Nachkommen von Eltern unterschiedlicher Varietäten[1] – im Gegensatz zum Begriff Bastard (engl. hybrid), mit der die in der Regel unfruchtbaren Nachkommen von Eltern bezeichnet werden, die unterschiedlichen Arten angehören[2]. Nach dieser historischen Definition wären die fruchtbaren Nachkommen von rot- und weißblühenden Erbsen, mit denen Gregor Mendel arbeitete, Blendlinge. Im Gegensatz dazu wäre das Maultier, der unfruchtbare Nachkomme einer Pferdestute und eines Eselhengstes, ein Bastard.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1.  Charles Darwin: Bastarde und Blendlinge unabhängig von ihrer Fruchtbarkeit verglichen. In: Über die Entstehung der Arten - On the Origin of Species. 1859 (Artikel).
  2.  Charles Darwin: Unterscheidung zwischen der Unfruchtbarkeit bei der ersten Kreuzung und der Unfruchtbarkeit der Bastarde. In: Über die Entstehung der Arten - On the Origin of Species. 1859 (Artikel).

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