Axolemm

Als Axolemm, Axolemma, Plasmalemm oder seltener Mauthnersche Scheide[1] (von griech. axon für 'Achse' und eilema für 'Tuch') bezeichnet man die spezielle Biomembran, welche das Axon einer Nervenzelle umgibt.[2][3]

Es spielt eine wichtige Rolle bei der Polarisation des Axons und bei der Übertragung des Aktionspotentials entlang des Axons. So wird ein nodales Axolemm unterschieden, dass sich durch seinen dichten Besatz mit Natrium-Kanälen unterscheidet (welche entscheidend für die saltatorische Erregungsleitung sind).[4] Im internodalen Axolemma kommen diese Kanäle nur spärlich vor.[5] Das Internodium meint die myelinisierten Bereiche zwischen den Ranvierschen Schnürringen eines Axons.

Einzelnachweise

  1. Axolemm – Definition im Lexikon der Biologie bei wissenschaft-online.de
  2. Luiz Carlos Junqueira (Autor), José Carneiro (Autor), Manfred Gratzl (Herausgeber): Histologie: Neue Approbationsordnung. Springer, Berlin; Auflage: 6., neu übers. überarb.A. (15. September 2004). ISBN 354021965X, Seite , Seite 112
  3. Theodor H. Schiebler, Horst-W. Korf: Anatomie: Histologie, Entwicklungsgeschichte, makroskopische und mikroskopische Anatomie, Topographie. Steinkopff; Auflage: 10., vollst. überarb. Aufl. (21. September 2007), ISBN 3798517703, Seite 72
  4. Renate Lüllmann-Rauch: Histologie. Thieme, Stuttgart; Auflage: 3., vollständig überarbeitete Auflage. (12. August 2009), ISBN 3131292431, Seite 186
  5. Luiz Carlos Junqueira (Autor), José Carneiro (Autor), Manfred Gratzl (Herausgeber): Histologie: Neue Approbationsordnung. Springer, Berlin; Auflage: 6., neu übers. überarb.A. (15. September 2004). ISBN 354021965X, Seite , Seite 120

Weblinks

  • Nervengewebe – Überblick mit Bildern bei der Universität Freiburg

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