Avery-Landsteiner-Preis

Der Avery-Landsteiner-Preis ist ein seit 1973 alle zwei Jahre von der Deutschen Gesellschaft für Immunologie (DGfI) verliehener Wissenschaftspreis für international herausragende Immunologen. Der Preis ist verbunden mit einem Preisgeld von 10.000 Euro.

Strukturen

Namensgebend für die Auszeichnung waren Oswald Theodore Avery (1877–1955), der den Beweis für die Bedeutung der Desoxyribonukleinsäure erbrachte, und Karl Landsteiner (1868–1943), der Entdecker des AB0-Systems der Blutgruppen und Nobelpreisträger für Physiologie 1930.

Es werden keine Selbstbewerbungen gestattet. Das Vorschlagsrecht liegt ausschließlich bei den Mitgliedern der DGfI. Die Auswahl des Preisträgers trifft das Präsidium der DGfI im Einvernehmen mit dem Beirat.

Sponsor des Preises war bis 1997 die Behringwerke AG in Marburg und danach in Rechtsnachfolge die CLS Behring GmbH.

Preisträger

  • 1973 Walter F. Goebel, Rockefeller University, New York (USA),
    0000 Jacques Oudin, Institut Pasteur, Paris (Frankreich)
  • 1975 Henry G. Kunkel, Rockefeller University, New York (USA)
  • 1977 Klaus Rajewsky, Institut für Genetik der Universität Köln (Deutschland)
  • 1979 César Milstein, Medical Research Council, Cambridge (Großbritannien)
  • 1981 Susumu Tonegawa, Basel Institute for Immunology, Basel (Schweiz)
  • 1983 Ion Gresser, Institute de Recherche Scientifique sur le Cancer, Villejuif (Frankreich)
  • 1985 Peter Perlmann, University of Stockholm (Schweden)
  • 1987 Joost J. Oppenheim, NIH Washington (USA)
  • 1990 Harald von Boehmer, Basel Institute for Immunology, Basel (Schweiz)
  • 1992 Hans-Georg Rammensee, MPI für Biologie, Tübingen (Deutschland)
  • 1994 Tim Mosmann, University of Alberta, Edmonton (Kanada)
  • 1996 Tadamitsu Kishimoto, University of Osaka (Japan)
  • 1998 Peter Krammer, Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg (Deutschland)
  • 2000 Hidde Ploegh, Whitehead Institute for Biomedical Research in Cambridge (USA)
  • 2002 Charles A. Janeway, Yale University School of Medicine in New Haven (USA)
  • 2004 Klas Kärre, Karolinska Institutet, Stockholm (Schweden)
  • 2006 Philippa Marrack Howard Hughes Medical Institute in Denver (USA)
  • 2008 Max Dale Cooper, University of Alabama at Birmingham (USA)
  • 2010 Shizuo Akira, WPI Immunology Frontier Research Center, Osaka University (Japan)
  • 2012 Alain Fischer, Paris (Frankreich)[1]

Weblinks

  1. Avery-Landsteiner Award Ceremony 2012

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

22.07.2021
Mikrobiologie | Meeresbiologie
Alles ausgebucht am Meeresgrund
Ob Sommer oder Winter, ob Mitternachtssonne oder Polarnacht – auf dem Sand des Meeresbodens wohnen stets die gleichen Bakterien.
22.07.2021
Mykologie | Genetik | Bionik und Biotechnologie
Das Genom der Flechten ist verräterisch
Flechten können in unterschiedlichen Klimazonen verschiedene Naturstoffe produzieren die gebildeten Stoffe sind vor allem als Mittel gegen Krebs und andere Krankheiten bekannt.
21.07.2021
Ökologie
Mikroplastik in der Arktis
Rund um die Inselgruppe Svalbard (norwegisch für Spitzbergen) im arktischen Ozean stellen sogenannte Rhodolithe, aufgebaut aus kalkabscheidenden Rotalgen, ökologische Nischen für eine Vielzahl von Organismen zur Verfügung.
21.07.2021
Ethologie | Primatologie
Tödlicher Angriff von Schimpansen auf Gorillas beobachtet
Schimpansen sind in Ost- und Zentralafrika verbreitet und leben in einigen Gebieten, wie dem Loango-Nationalpark in Gabun, mit Gorillas gemeinsam im gleichen Habitat.
21.07.2021
Bionik und Biotechnologie | Insektenkunde
Wüstenameise wird Vorbild für Laufroboter
Barbara Schlögl hat im Westfälischen Institut für Bionik der Hochschulabteilung Bocholt eine Doktorarbeit geschrieben, in der sie der Wüstenameise Cataglyphis deren Fähigkeit abgekuckt hat, sich im Raum zu orientieren.
21.07.2021
Biodiversität | Neobiota
Italienische Höhlensalamander in Deutschland?
Nicht-einheimische Arten zählen zu den Hauptproblemen für den Verlust der Artenvielfalt.
21.07.2021
Zoologie | Genetik | Ökologie
Wolf-Hund-Mischlinge sicher erkennen
Forschende haben eine neue Methode vorgestellt, die es erlaubt, Wolf-Hund-Hybriden anhand von Umweltproben, wie Kot, Haaren oder Speichelresten sicher zu erkennen.
21.07.2021
Anthropologie | Primatologie
Gebrauch von Steinwerkzeugen: Schimpansen leben vor der Steinzeit
Anders als frühe Menschenarten scheinen Schimpansen nicht in der Lage zu sein, spontan scharfe Steinwerkzeuge herzustellen und zu nutzen.
21.07.2021
Ökologie | Klimawandel | Video
Vermehrte Regenfälle im Sommer verändern den Kohlenstoffkreislauf in der Arktis
Arktische Flüsse transportieren durch dem Klimawandel mehr Nährstoffe und Kohlenstoff. das hat potenzielle Auswirkungen auf Wasserqualität, Nahrungsketten und freiwerdende Klimagase.
21.07.2021
Anthropologie | Genetik | Paläontologie
25.000 Jahre altes menschliches Umweltgenom wiederhergestellt
Uralte Sedimente aus Höhlen können DNA über Jahrtausende konservieren, aber deren Analyse wird dadurch erschwert, dass meist nur wenige Sequenzen aus den Sedimenten gewonnen werden können.
19.07.2021
Zytologie | Physiologie | Biochemie
Wie reagieren unsere Zellen auf Hunger oder Stress?
Zellen reagieren auf Hunger oder Stress indem sie die Zusammensetzung der Proteine auf der Zelloberfläche verändern.
19.07.2021
Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Hecken sind Klimaschützer
Eine auf Ackerland neu angepflanzte Hecke von 720 m Länge kann langfristig die gesamten Treibhausgasemissionen, die ein Durchschnittsdeutscher innerhalb von 10 Jahren emittiert, kompensieren.