Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie

Die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) ist ein eingetragener Verein zur Förderung von Forschung und Lehre der Biochemie und Molekularbiologie und der Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse auf dem Gebiet der Biotechnologie und Medizin und deren Verbreitung in der Öffentlichkeit.

Mit (Stand 2012) gut 5.500 Mitgliedern aus Hochschulen, Forschungsinstituten und der Industrie ist die GBM die große wissenschaftliche Gesellschaft auf dem Gebiet der molekularen Biowissenschaften und der Molekularen Medizin in Deutschland.

Die Gesellschaft wurde 1942 von Dankwart Ackermann und Franz Knoop als „Deutsche Physiologisch-chemische Gesellschaft“ gegründet. 1947 wurde sie in „Gesellschaft für Physiologische Chemie“, 1968 in „Gesellschaft für Biologische Chemie“ und 1995 in „Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie“ umbenannt.

Präsidentin der Gesellschaft ist Irmgard Sinning, Professorin für Biochemie an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Tätigkeit

Aktivitäten der GBM sind

  • die Veranstaltung von Tagungen und Konferenzen wie den jährlichen Mosbacher Kolloquien und Herbsttagungen und Konferenzen der Studiengruppen der GBM.
  • die Mitwirkung an den Messen Analytica, Biotechnica und Medica.
  • die siebenmal jährlich erscheinende Mitgliederzeitschrift, das BIOspektrum und die Zusammenarbeit mit der assoziierten Fachzeitschrift Biological Chemistry.
  • Vergabe von wissenschaftlichen Auszeichnungen - etwa der Otto-Warburg-Medaille - und Nachwuchspreisen.
  • Nachwuchsförderung, etwa Beihilfen für junge Mitglieder bei Tagungen der GBM, FEBS und IUBMB.
  • Mitgliedschaft im Verband deutscher Biologen und biowissenschaftlicher Fachgesellschaften (Vbio) und in den internationalen Dachorganisationen Federation of European Biochemical Societies (FEBS) und International Union of Biochemistry and Molecular Biology (IUBMB).
  • Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF).
  • Öffentlichkeitsarbeit, Lehrerfortbildungen und Schülerkongresse.
  • Betreuung von Genlabor & Schule, dem Netzwerk molekularbiologisch orientierter Schülerlabore
  • Beobachtung und Kommentieren berufsständischer Probleme.

Vernetzung

Die Gesellschaft ist Mitglied im Deutschen Nationalkomitee Biologie (DNK), das die Interessen der Biowissenschaftlerinnen und Biowissenschaftler in den internationalen Organisationen vertritt. Die GBM ist Mitglied im Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V. (VBIO), der sich für die Biowissenschaften in Deutschland einsetzt.

Weblinks

Diese Artikel könnten dir auch gefallen

Die News der letzten 7 Tage

11.06.2021
Ökologie | Biodiversität | Meeresbiologie
Untermieter auf Manganknollen: Schwämme sorgen für Artenreichtum
Tief auf dem Meeresgrund lagern wertvolle Rohstoffe – beispielsweise Knollen aus Mangan, Eisen, Kobalt und Kupfer.
11.06.2021
Morphologie
Das Metallgebiss des Borstenwurms
Metallatome sind für die bemerkenswerte Stabilität von Borstenwurm-Kiefern verantwortlich, zeigen Experimente der TU Wien.
11.06.2021
Paläontologie | Entwicklungsbiologie
Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt
Einem Forschungsteam ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Sie fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde.
09.06.2021
Genetik | Neurobiologie
Menschen-Gen macht Mäuse schlauer
Ein Gen, das nur beim Menschen vorkommt, führt bei Mäusen zu einem größeren Gehirn, erhöhter Flexibilität des Gedächtnisses und weniger Ängstlichkeit.
09.06.2021
Taxonomie
„Zombie-Frosch“ entdeckt
Senckenberg-Wissenschaftlerinnen haben mit einem internationalen Team drei neue Froscharten aus dem nördlichen Amazonasgebiet beschrieben.
09.06.2021
Klimawandel | Primatologie
Kein Platz für Menschenaffen
Der Klimawandel wird das Verbreitungsgebiet afrikanischer Menschenaffen in den nächsten 30 Jahren drastisch verkleinern.
07.06.2021
Ökologie | Klimawandel | Land-, Forst- und Viehwirtschaft
Art der Waldnutzung beeinflusst Lebensrhythmus der Wildpflanzen
Durch die Klimaerwärmung verschieben sich bei vielen Pflanzen die jahreszeitlichen Rhythmen, zum Beispiel die Blütezeit.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Junge Seeadler bleiben länger im elterlichen Revier
Seeadler reagieren sensibel auf Störungen durch den Menschen, weshalb in unmittelbarer Umgebung der Horste forst- und landwirtschaftliche Nutzungen beschränkt sind.
07.06.2021
Ethologie | Vogelkunde
Vertrauen bei Rabenvögeln
Rabenvögel benutzen soziale Informationen, um sich vor Täuschung durch Artgenossen aus Nachbarterritorien zu schützen.