Gestreifter Seewolf



Gestreifter Seewolf

Gestreifter Seewolf (Anarhichas lupus)

Systematik
Barschverwandte (Percomorpha)
Ordnung: Groppenartige (Cottiformes)
Unterordnung: Aalmutterverwandte (Zoarcoidei)
Familie: Seewölfe (Anarhichadidae)
Gattung: Anarhichas
Art: Gestreifter Seewolf
Wissenschaftlicher Name
Anarhichas lupus
Linnaeus, 1758

Der Gestreifte Seewolf (Anarhichas lupus) ist ein 1,25 bis 1,5 Meter lang werdender Meeresfisch, der in der Nordsee, rund um die Britischen Inseln, in der Biscaya, entlang der Küste Norwegens, in der Barentssee, bei Island, an der Küste des südlichen Grönland und im westlichen Atlantik von Labrador, über Neufundland bis Cape Cod in Massachusetts vorkommt. In der Ostsee soll er bis Rügen und Bornholm leben.

Merkmale

Kennzeichnend für die Art sind 10 bis 15 dunkle Streifen die von der Rückenflosse über den langgestreckten Körper abwärts laufen. Der Gestreifte Seewolf ist meist von graugrüner Farbe. Es gibt aber auch rötlichbraune und schwarze Exemplare. Das Gebiss ist sehr kräftig, die Zähne werden im Winter ausgewechselt.

Lebensweise

Bezahnung: a Unterkiefer von oben, b Oberkiefer und Gaumen von unten.

Der Gestreifte Seewolf lebt solitär auf dem Meeresgrund in felsigen Habitaten, seltener auf Sand- oder Schlammböden, in Tiefen von 20 bis 500 Metern. Er ernährt sich vor allem von hartschaligen Wirbellosen wie Muscheln, Seeigeln und Krebsen.

Anarhichas lupus.jpg

Gestreifte Seewölfe laichen von Oktober bis Januar. Die Weibchen legen bis zu 25.000 Eier, die einen Durchmesser von 5 bis 6 mm haben. Der auf dem Meeresgrund liegende Eiballen wird bis zum Schlupf der Larven nach etwa zwei Monaten vom Männchen bewacht. Die Larven sind beim Schlupf etwa einen Zentimeter lang und leben noch 3 bis 4 Monate von ihrem Dottersack. danach leben sie pelagisch um mit einer Länge von 5 bis 6 Zentimeter zum Bodenleben zurückzukehren.

Nutzung

Verbreitung des Gestreiften Seewolfs

Der Gestreifte Seewolf ist ein begehrter Speisefisch, dessen Filets frisch oder eingefroren vermarktet wird. Er kommt als Steinbeißer, Katfisch oder Karbonadenfisch in den Handel. Die Fischer gehen vorsichtig mit ihm um, da er noch lange nach der "Landung" wild um sich beißen kann. Er gilt als überfischt.

Literatur

  • Bent J. Muus: Die Meeresfische Europas. In Nordsee, Ostsee und Atlantik. Franckh-Kosmos Verlag, ISBN 3-440-07804-3.
  • Hans Thiele (1953): Vergleichende morphologische Untersuchungen über die Funktion der Nahrungserwerbsapparate von Anarhichas lupus L. und einigen Blenniidae.- Zoologische Beiträge N.F. 9 (Heft 2/3).

Weblinks

Commons: Anarhichas lupus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

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