Zwanghaftes Spielen als psychische Störung - wie groß ist die Gefahr?

Viele junge Menschen verbringen jeden Tag Stunden mit Computerspielen. Doch nicht jeder ist natürlich süchtig. Wann spricht man von Sucht?

Wann kann Spielen zu Sucht und psychischer Störung führen?

Wir berichteten kürzlich von den positiven Auswirkungen von Computer- und Videospielen auf bestimmte kognitive Fähigkeiten. Trotz der Vorteile dürfen wir aber auch nicht den Fehler machen und die Gefahren von (Video-)Spielen komplett ausblenden.


Einsamer Videospieler
Einsam? Keine Zeit für Freunde und andere Dinge? Suchtgefahr droht!

WHO stuft zwanghaftes Videospielen als psychische Störung ein

Im letzten Jahr erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) das zwanghafte Spielen von Videospielen als potentielle psychische Störung. Die Organisation erklärte, dass die Abstufung als explizites Störungsbild vielen Familien und Beratungsstellen bessere Vorbereitung, Prävention und Umgang mit den Symptomen und Risiken ermöglicht, die speziell mit den Computerspielen einhergehen. Süchtige könnten so als behandlungsbedürftig anerkannt werden und ihre Probleme und Symptome ernst genommen werden. Kritiker wiederum warnten, dass diese Einteilung viele junge Gamer als „psychisch Kranke“ stigmatisieren könnte.

Es wurde jedoch sogleich von Sprechern der WHO betont, dass die anerkannten Fälle von zwanghaften Störungen trotz allem sehr selten bleiben, nur bis zu 3 Prozent aller Gamer gelten als zwanghafte Spieler. Dennoch zeigen sich viele Eltern oft besorgt vom obsessiven Spielverhalten ihre Nachkommen. Doch Spielsucht ist bei weitem nicht nur ein Problem von Minderjährigen, Erwachsene können genauso betroffen sein.

Psychische Faktoren von Glücksspiel in Spielhalle und Online Casino

Aus psychologischer Sicht sind Videospiele nichts anderes als eine Form von „Gambling“ (zu Deutsch: Glücksspiel) ohne Geld. Jedoch wird beim Gaming (also bei Videospielen) eben um Punkte gespielt und beim Gambling um echtes Geld. Genau dieser Fakt macht die Glücksspiele potentiell gefährlicher als die Videospiele.

Natürlich ist jedoch bei beiden Formen gefahrloses Spielen möglich. Das Zauberwort heißt verantwortungsvolles Spielen. Die online Anbieter mit europäischer Lizenz verpflichten sich, ihre Verantwortung dafür zu übernehmen. Das bedeutet konkret, dass sie Optionen für Limits und Sperren für gefährdete Spieler auf ihrer Plattform integrieren müssen. Es gibt genügend Spieler, die im getesteten Online Casino auf online-casinodeutschland.de sicher spielen, ohne süchtig oder zwanghaft zu sein. Wer in Maßen an den Spielautomaten oder Roulette-Tischen spielt und nicht so viel Geld oder Zeit investiert, dass es ihm persönlich schadet, der kann auch Glücksspiel als harmloses Hobby nebenher betreiben. Manche nutzen Casinospiele schlicht zur Entspannung wie das abendliche Glas Wein und belassen es dabei. Doch auch wenn jemand viel spielt, kann man nicht automatisch von einer Sucht ausgehen – es ist komplizierter als das.

Ab wann ist ein Spieler also süchtig?

Egal ob es um Videospiele oder Glücksspiele geht, die psychologische Definition bleibt die gleiche. Sucht geht immer mit einem Kontrollverlust einher und nutzt bestimmte Substanzen oder auch Verhaltensweisen, um negative Gefühle zu vermeiden. Des Weiteren schadet der Süchtige mit seinem Verhalten sich selbst oder den Menschen in seiner Umgebung.

Die Sucht nach Videospielen ist demnach wie jede andere Sucht auch auf keinen Fall zu verharmlosen und man sollte die potenziellen Gefahren stets im Hinterkopf behalten. Studien zeigen, dass das Gehirn bei Süchtigen genau die gleichen Reaktionen zeigt wie bei Substanzabhängigen. Das Nervensystem wird durch die Impulse belohnt und erfährt Befriedigung. In seiner Extremform manifestiert sich diese Suche nach neurologischen Impulsen in einem Suchtverhalten. Gleichzeitig ist jedoch auch kein Grund zur Panik angesagt. Wer viel spielt ist nicht automatisch süchtig und wer süchtig ist, spielt nicht automatisch täglich stundenlang.


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